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WITB: So gewann Chris Gotterup die WM Phoenix Open

09. Feb. 2026 von Jean Heidbüchel in Neuss, Deutschland

Auf diesen Mix setzte Chris Gotterup bei der WM Phoenix Open. (Foto: Getty)

Auf diesen Mix setzte Chris Gotterup bei der WM Phoenix Open. (Foto: Getty)

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Bei der WM Phoenix Open der PGA Tour in Scottsdale im „Grand Canyon State“ Arizona konnte sich Chris Gotterup mit einer spannenden Aufholjagd den Turniersieg sichern und auf dem letzten Loch seinen härtesten Kontrahenten Hideki Matsuyama doch noch schlagen. Der 26-jährige Amerikaner schwimmt zu Beginn des Jahres 2026 damit ein wenig auf der Erfolgswelle, nachdem er Mitte Januar bereits die Sony Open auf Hawaii für sich entscheiden konnte. Ein Blick in Gotterups Bag verrät, mit welchem Mix er punkten konnte – auch wenn sein klarer Fokus auf Produkten von TaylorMade liegt.

Driver vom Tee: Ping G440 LST statt SIM2

Vom Tee vertraut Gotterup auf einen Driver aus dem Hause Ping. Der G440 LST wurde Anfang 2025 vorgestellt und löste den TaylorMade-SIM2-Driver ab, mit dem er zuvor häufig gespielt hatte. Der G440 LST soll mit reduzierter Spinrate, hoher Stabilität und umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten überzeugen. Vor allem die vielfältigen Gewichtseinstellungsmöglichkeiten dürften den Longhitter Gotterup, der für seine hohe Schlaggeschwindigkeit und Kraft bekannt ist, überzeugt haben. Mit rund 200 km/h Schlaggeschwindigkeit und einem sehr starken Griff zählt Gotterup zu den aggressiveren Spielern der PGA Tour. Am G440 LST lässt sich ein 29-Gramm-Gewicht in drei Positionen (Draw, Fade, Neutral) einstellen. Außerdem verfügt der Schläger über das sogenannte Trajectory Tuning 2.0, das acht verschiedene Optionen für Loft und Lie bietet. Gotterup nutzt in der Regel ein Setup mit 9° Loft.

WITB: Mini-Driver-Feeling und moderne Klassiker

Abseits des Tees setzt Gotterup auf dem Fairway auf zwei verschiedene Hölzer in klassischer Loftabstufung. Sein 3er-Holz ist ein TaylorMade BRNR Mini mit einem Loft von 13,5°. Mini-Hölzer sind ideal für Golfer mit hoher Schwunggeschwindigkeit wie Gotterup, da sie durch die flachere Unterkante der Schlagfläche auch für Schläge „off the deck“, also vom Boden ohne Tee, geeignet sind. Der BRNR Mini ist optisch an den legendären Burner-Driver aus den 1990er-Jahren von TaylorMade angelehnt, der mit seiner kupferfarbenen Lackierung auch im Bag des jungen Tiger Woods auffiel. Auch beim 5er-Holz bleibt Gotterup bei TaylorMade aus Carlsbad, Kalifornien. Hier nutzt er den Qi35, den Anfang 2025 vorgestellten Nachfolger des Qi10, mit einem Loft von 18°, der bei vielen Profis auf der PGA Tour und der DP World Tour zum Einsatz kommt.

Bei den Eisen setzt Gotterup auf Bridgestone

Bei seinen Eisen (4–9) sowie beim Ball vertraut Gotterup einem Hersteller, der international nicht nur für Golfausrüstung bekannt ist. Der bereits 1931 gegründete japanische Multikonzern Bridgestone ist vielen als Autoreifenhersteller ein Begriff, etablierte sich jedoch auch als Produzent hochwertiger Sportausrüstung. Die Eisen sind für ihre präzise, geschmiedete Muscle-Back-Konstruktion bekannt, die sich klar an Tourspieler richtet. Das klassische Muscle-Back-Design mit kompakter Kopfform, dünner Topline und geringem Offset ist auf hohe Konsistenz, präzise Flugkurven und optimale Spinraten ausgelegt. Der Schlägerkopf verfügt über das Tour Groove Design, dessen mit 0,02 mm extrem präzise gefräste Rillen konstanten Spin ermöglichen. Wie bereits erwähnt, spielt Gotterup zudem den Bridgestone 2026 Tour B X Ball. Der neu vorgestellte Ball richtet sich an Spieler mit einer Schlaggeschwindigkeit oberhalb von 170 km/h und wird unter anderem auch von Bryson DeChambeau und Lexi Thompson gespielt.

Auch bei den Wedges setzt Gotterup auf TaylorMade-Schläger und nutzt eine fein abgestimmte Loft-Auswahl. Seine TaylorMade Milled Grind 5 (MG5) Wedges sind in den Loftvarianten 46°, 52° und 56° in seinem Bag vertreten. Das zentrale Merkmal der MG5-Wedges ist der erzeugte Spin. Die RAW Spin Tread Grooves auf der Schlagfläche sollen vor allem bei Chips und Pitches maximale Kontrolle bieten. Bei seinem 60°-Wedge greift Gotterup hingegen auf ein Modell aus einer anderen TaylorMade-Serie zurück. Dabei handelt es sich um einen noch nicht erhältlichen Prototyp aus der Milled-Grind-Reihe, der derzeit auf der Tour getestet wird.

Auf dem Grün: Spider Tour X X1 als Siegermodell

Der letzte Schläger in seinem Bag ist ein TaylorMade Spider Tour X X1, aus derselben Serie, die auch Weltranglistenerster Scottie Scheffler nutzt. Der X1-Putter ist im klassischen Mallet-Design gehalten und gilt als der „Scottie-Scheffler-Putter“, mit dem er zahlreiche Turniersiege, das Masters sowie olympisches Gold gewann. Die L-Neck-Variante (häufig als X1 bezeichnet) bietet etwa 21° bis 30° Toe Hang, was Spielern mit leichter Bogenbewegung im Putt (Arc Stroke) das Schließen der Schlagfläche erleichtern soll. Im Vergleich zum klassischen Spider Tour ist der Tour X etwas kompakter, bietet jedoch weiterhin die charakteristische Form mit den hinteren Flügeln für maximale Stabilität. Wie alle Spider-Modelle ist auch er für seine extrem hohe Fehlerverzeihung bekannt: Selbst bei nicht mittig getroffenen Putts soll die Schlagfläche stabil bleiben.

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