Spin bei Wedges - Spielerei oder notwendiger Faktor?
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Spin bei Wedges – Spielerei oder notwendiger Faktor?

Die Nützlichkeit von Spin bei Wedges wird oft diskutiert, denn der Rückwärtsdrall erleichtert Annäherungen, aber er birgt jedoch gleichermaßen Gefahren.

Spin im kurzen Spiel - Fluch oder Segen. (Foto: Titan Golf)
Spin im kurzen Spiel - Fluch oder Segen. (Foto: Titan Golf)

Bei vollen Schlägen ins Grün träumen Hobby-Golfer vom Backspin. Rollt der Ball ein Stückchen zurück und tanzt auf dem Grün, leuchten Golferaugen größer. Bei Profis ist dies Normalität und gehört zum Alltag, teilweise ist für Stars zu viel Spin das Problem. Wie Sie den nötigen Spin erzeugen und wie er das Spielen erleichtert, erfahren Sie hier.

Immens wichtig für das kurze Spiel

Bei kleinen Schlägen rund um das Grün ist oftmals nicht viel Platz zwischen Fahne und Grünanfang. Nach Möglichkeit sollten die Chips und Pitches immer auf dem Grün landen, denn hier ist die Gefahr, dass der Ball verspringt, sehr gering. Lassen Sie die Bälle auf dem Vorgrün oder im Rough landen, kommt es einer Lotterie gleich, wo der Ball letztlich zur Ruhe kommt.

Oftmals stellt diese kleine Landezone Golfer vor Probleme, denn selbst, wenn der Ball dort aufkommt, wo Sie es sich wünschen und planen, rollt er noch einige Meter aus und an der Fahne vorbei. Zu wenig Spin ist hier das Problem. Bei vollen Schlägen ins Grün kann dieses Problem durch die richtige Technik und einige Kniffe umgangen werden, doch im kurzen Spiel liegt es oftmals am Material. Wedges, die viel Spin erzeugen, sind hier hilfreich.

Spin beim Golfschlag

Um viel Spin bei einem Golfschlag zu generieren, sind einige Parameter wichtig. Zunächst sollte die Balllage "clean" sein, am besten auf dem Fairway. Hier sind keine langen Grashalme oder sonstigen Störfaktoren um den Ball herum, die den Spin negativ beeinflussen. Kommen Grashalme zwischen Ball und Schlagfläche, wie es bei Lagen im Semi-Rough oder Rough oftmals der Fall ist, geht Reibung, die für den Spin verantwortlich ist, verloren.


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Ein hoher Loft, den zum Beispiel Wedges bieten, ermöglicht mehr Spin als ein langes Eisen. Viel Spin wird ebenfalls durch hohe Geschwindigkeiten und steile Eintreffswinkel erzeugt, demnach sind schnelle und steile Schwünge mit einem Wedge (48° bis 64°) ideal für viel Spin.



Material entscheidend

Neben diesen Parametern haben Schläger und Ball noch großen Einfluss auf das Spinverhalten. Ein mehrschichtiger Golfball mit weicher Schale bietet mehr Drall als zum Beispiel ein Range- oder Distance-Ball. Sehen Sie sich mit zu wenig Spin konfrontiert, lohnt sich demnach der Wechsel zu einem Performance-Golfball.

Eine Übersicht der aktuellen Premium-Bälle verschiedener Hersteller finden Sie hier.

Um genügend Reibung zu kreieren, sind die Grooves (Rillen) auf der Schlagfläche entscheidend. Ganz wichtig ist, dass diese immer sauber sind. Nach jedem Schlag sollten Sie deswegen Ihre Schläger mit Handtuch und Bürste vom Schmutz befreien.

In den vergangenen Jahren haben sich Hersteller an immer neue Groove-Strukturen auf den Schlagflächen gemacht. Teilweise durchziehen weitere Rillen in den Rillen die Wedges, um noch mehr Reibung entstehen zu lassen. Ein deutsches Unternehmen aus Hamburg geht jedoch einen anderen, einen neuen, einen mutigen Weg.



Titan Golf Wedges - mehr Spin gefällig?

Um den eingangs genannten Problemen mit zu wenig Spin entgegen zu lenken, haben sich die Jungs aus dem Norden Deutschlands etwas Geniales ausgedacht. Eine Beschichtung, deren genaue Zusammenstellung natürlich streng geheim ist und die auf die Schlagfläche in einem technischen Prozess aufgetragen wird, ermöglicht einen längeren Kontakt zwischen Ball und Schlagfläche. Durch dieses Plus an Kontaktzeit wird der Spin signifikant erhöht.

Dieses "Pulver" wird auf die Schlagflächen aufgetragen und ist die Grundlage für massig Spin und längere Haltbarkeit. (Foto: Titan Golf)

Dieses "Pulver" wird auf die Schlagflächen aufgetragen und ist die Grundlage für massig Spin und längere Haltbarkeit. (Foto: Titan Golf)

"Backspin ist der entscheidende Faktor für maximale Kontrolle im kurzen Spiel! Durch unsere hochkomplexe und innovative Beschichtung ist es uns im Rahmen des Erlaubten möglich, das absolute Maximum für Sie rauszuholen," sagt Jürgen Mehrtens über die Technologie der Beschichtung.


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Auch die ersten Profis und Deutschlands beste Amateure sind schon auf den Geschmack der Titan Wedges oder der Beschichtung gekommen: Nicolai von Dellingshausen, Moritz Lampert und Benedict Staben zum Beispiel. Als weiteren Service bietet Titan Golf an, seine alten Wedges, unabhängig des Herstellers, einzuschicken, die dann die selbe Beschichtung erhalten und zu Spin-Granaten werden.

Spin aus allen Lagen

Der Vorteil dieser Beschichtung ist nicht nur die längere Haltbarkeit, sondern auch, dass die Wedges aus allen Lagen mehr Spin generieren. Bei vollen Schlägen können Sie von Backspin träumen, bei den kurzen Bewegungen rund um das Grün stoppen die Bälle erheblich schneller, sodass das Problem des zu weiten Ausrollens für immer verschwindet. Beides wird Ihnen das Spielen vereinfachen, Ihnen mehr Freude bereiten und Ihre Scores senken.

Wenn Sie weitere Informationen zu den Wedges oder der Beschichtung von Titan Golf haben möchten, empfehlen wir Ihnen die Homepage des Unternehmens. Hier finden Sie Ergebnisse eines Track-Man-Tests, die Modelle zum Kauf und weitere Informationen rund um die Wedges und die Beschichtung: www.titan-golf.com






1 LESER-KOMMENTAR Geben Sie jetzt Ihre Meinung zu diesem Thema ab
  1. Hallo GolfPost,

    mit großem Interesse habe ich den neusten Artikel über die Wedges gelesen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie wichtig die Annährungsschläge, Chips und Pitsches, sind. Im Artikel wird jedoch mehr auf das Material geschaut, als auf die Technik und vor allem auf die Möglichkeiten des jeweiligen Golfers geachtet. Es leider nicht die Regel, dass man neuen Schläger kauft und prompt wird man „Opfer“ des einen Backspins. Ich selbst habe ca. 3 Jahre gebrauch um aus ca. 90 mtr. den Ball so zu platzieren, dass ein Up-an-down in greifbarer Nähe ist. Bin mir aber bewusst, dass ich kein Profi bin und neben dem Golfen noch Arbeiten muss und nicht immer die Zeit mir nehmen möchte um auf dem Kurzplatz zu üben. Natürlich freue mich über meinen Backspinn, wie der Ball hinter der Fahnenstange aufkommt und 1 mtr. oder gar 1,5 mtr. zurück rollt. Leider ist dies nicht die Regel, im Turnier greife lieber zu „Texas“ Wedges oder gar zum Hybrid bevor ein miserabler Chip rauskommt.
    Golfsport ist eine technisch versierte Sportart, sicherlich, das Material erleichtert uns das Spiel, es ist jedoch nicht in der HCP Klasse 54-30. Zudem auf einer Runde ist immer wieder zu beobachten, dass viele Golfer nicht mal die Schalflächen ordentlich reinigen geschweige regelmäßig die Wedges erneuern.

    Sportliche Grüße
    Sebastian

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