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Ryder Cup: Die „Umschlag-Regel“ – Was passiert, wenn ein Spieler sich verletzt?

Was passiert, wenn ein Spieler sich verletzt und beim Ryder Cup nicht an den Single-Matches teilnehmen kann? Die Umschlag-Regel sorgt für diesen Fall vor.

Welcher Name in dem Umschlag steht, ist beim Ryder Cup ein streng gehütetes Geheimnis. (Foto: Getty)
Welcher Name in dem Umschlag steht, ist beim Ryder Cup ein streng gehütetes Geheimnis. (Foto: Getty)

Es kommt schon mal vor, dass sich Spieler während eines Turniers verletzen und aufgeben müssen. Aber was passiert, wenn dieser Fall während des Ryder Cup eintritt? Natürlich wird der Spieler antreten, wenn es ihm nur irgendwie möglich ist - kein Spieler möchte dieses Ereignis verpassen. In den Fourball- und Foursome-Begegnungen an den ersten beiden Tagen haben die Kapitäne außerdem genug Alternativen, aber wenn es zu den Einzelwettbewerben am Sonntag kommt, sieht sie Situation anders aus. Für den Fall der Fälle gibt es die so genannte "Umschlag-Regel".

Die "Umschlag-Regel" beim Ryder Cup

In einem normalen Matchplay-Turnier würde der Sieg automatisch an den Gegner gehen, wenn der Spieler nicht antreten kann. Der Ryder Cup ist aber weit mehr als ein einfaches Matchplay-Turnier und der eine Punkt, denn es für das gewonnene Match gibt, kann das Zünglein an der Waage sein, wenn es um Sieg und Niederlage geht. Damit dies nicht passiert, wählt der Kapitän der gegnerischen Mannschaft einen Spieler aus seinem Team aus, der in den Single Matches am Sonntag nicht antritt. Dieser wird dann gegen den verletzten Spieler geführt und das Match automatisch geteilt.

Das besondere an dieser Regel ist, dass beide Kapitäne den Namen des potentiell aussetzenden Spielers in einem Umschlag platzieren müssen, bevor die Single-Matches starten - daher der Name der Regel. Die Namen bleiben geheim und der Umschlag wird erst während der Bekanntgabe der Single-Match-Paarungen übergeben, sollte die Notwendigkeit bestehen. Werden die Umschläge nicht gebraucht, werden sie ungeöffnet zerstört, sodass niemand erfährt, wen der Kapitän beim Ryder Cup auf die Bank gesetzt hätte.

Sie wurde zuletzt beim Ryder Cup 1993 angewendet

Die Regel gab es zum ersten Mal 1979 und sie wurde 1991 und zuletzt 1993 angewendet. Der Amerikaner Steve Pate litt 1991 unter den Nachfolgen eines Autounfalls, den er am Mittwoch der Ryder-Cup-Woche erlitten hatte und im Gegenzug setzte der Europäer David Gilford aus. 1993 meldete sich Lanny Wadkins sich im Team USA freiwillig um das Singles-Match auszusetzen. Sam Torrence konnte wegen eines schmerzenden Fußes nicht spielen.




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