Rory McIlroy bestätigt seine Olympia-Teilnahme 2020
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Rory McIlroy bestätigt seine Olympia-Teilnahme 2020

Im Jahre 2016 entschied sich Rory McIlroy noch gegen eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen, nun plant auch er Olympionike zu werden.

Nach seiner Absage 2016 kündigt Rory McIlroy seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an. (Foto: Getty)
Nach seiner Absage 2016 kündigt Rory McIlroy seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio an. (Foto: Getty)

Im Rahmen der Zozo Championship 2019, welche genau wie die Olympischen Spiele 2020 in Japan stattfindet, kündigt Rory McIlroy an, bei dem Großevent im kommenden Jahr antreten zu wollen - und zwar für die Republik Irland. Dies wird die erste Olympia-Teilnahme des 30-Jährigen werden, denn vor drei Jahren in Rio de Janeiro, als Golf das erste Mal seit über 100 Jahren wieder eine Olympische Sportart war, hatte McIlroy noch abgesagt.

"Ich freue mich, an den Olympischen Spielen teilzunehmen"

Für Rory McIlroy hat sich seine Reise zur Zozo Championship 2019 schon jetzt gelohnt. Das PGA-Tour-Event in Japan nutzte der Nordire dazu, seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu verkünden. "Ich freu mich darauf, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und mich selbst einen Olympioniken nennen zu dürfen. Es hilft bei der Entscheidung, in ein so golfverrücktes Land wie Japan zu kommen. Hier herrscht wirklich eine tolle Atmosphäre und wenn ich die Begeisterung der Fans sehe, freue ich mich darauf, nächstes Jahr wieder zu kommen und die Olympischen Spiele zu bestreiten", begründete McIlroy seine Entscheidung für eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio.


Rory McIlroy und die Frage der Nationalität

Dabei war "Rors" Teilnahme lange Zeit alles andere als sicher. Der amtierende FedExCup-Champion sagte seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro noch ab. Grund dafür war die Frage, für welches Land McIlroy antreten sollte: das Vereinigte Königreich oder die Republik Irland. Im Jahr 2017 begründete er seine Entscheidung gegen eine Teilnahme bei den Spielen 2016 gegenüber dem irischen Blatt "Sunday Independent" so: „Es hat mich geärgert, dass mir eine Wahl aufgezwungen wurde. Dass ich in eine Situation gezwungen wurde, mir zu überlegen, wer ich bin, woher ich komme, wo meine Loyalität liegt. Das hat einige Ressentiments gegen Olympia aufgebaut. Vielleicht ist das falsch, aber so denke ich nun mal.“ Justin Rose, Olymischer Goldmedaillengewinner von Rio, habe er gesagt: „Wenn ich auf dem Podium gestanden hätte, mit der irischen Hymne oder der britischen Flagge, dann hätte ich mich verdammt unwohl gefühlt. Ich habe dazu keine Beziehung, deswegen wollte ich dem fern bleiben.“

Dieses Problem scheint McIlroy nun für sich gelöst zu haben. So steht einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 nichts mehr im Wege. Der Wille, bei Olympischen Spielen teilnehmen zu wollen, war am Ende größer als die Frage nach der Flagge auf McIlroys Brust: "Am Ende des Tages dachte ich, ich kann nicht zulassen, dass dieses Zeug meine Erfahrung, zu den Olympischen Spielen zu gehen und dort zu spielen, ruiniert." Nach seiner tollen Saison mit drei PGA-Tour-Siegen und dem FedExCup im Gepäck hat er auch die Hürde der Qualifikation bereits übersprungen. Wie weit es für McIlroy in Tokio gehen wird, und ob er sogar die Klänge der irischen Nationalhymne auf dem Podium zu hören bekommen wird, bleibt bis nächstes Jahr noch offen.

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