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Wenn sich an der kalifornischen Küste die Weltelite des Golfsports zum traditionsreichen AT&T Pebble Beach Pro-Am versammelt, ist auch Matti Schmid mittendrin und gibt bei MagentaTV Einblicke in seine Ziele. Der 26-Jährige, aktuell auf Rang 99 der Weltrangliste, weiß: Die Bühne ist groß, die Bedingungen speziell und die eigene Form noch „ausbaufähig“.
Eindrucksvolle Kulisse, eisiger Vorgeschmack
Seine ersten Trainingsrunden haben Schmid bereits einen Vorgeschmack auf das gegeben, was ihn in den kommenden Tagen erwartet. „Heute waren es schöne erste sechs, sieben Loch, dann kam der Wind aber mal so richtig“, berichtet er. „Da hat es vom einen auf das andere Loch auf einmal angefangen zu stürmen und es wurde eiskalt.“
Typisch Pebble Beach: Innerhalb weniger Minuten kann sich die Szenerie von Postkartenidylle in eine echte Prüfung verwandeln. Doch Schmid bleibt gelassen. „Das Wetter soll gut werden. Es ist eh wunderschön hier, also das passt schon.“ Die Vorfreude auf eines der ikonischsten Turniere im Kalender ist ihm anzumerken.
Zwei Plätze, zwei Charaktere
Eine besondere Herausforderung wartet gleich zu Beginn: Die ersten beiden Runden werden auf unterschiedlichen Plätzen gespielt, dem legendären Pebble Beach Golf Links und dem anspruchsvollen Spyglass Hill.
„Das ist schon ein bisschen komisch, weil sich jedes Grün ein bisschen anders spielt“, erklärt Schmid. „Der Ball springt und rollt ein bisschen anders aus, gerade im kurzen Spiel.“
Während Spyglass Hill mit engen Schneisen durch Bäume und strategischer Präzision punktet, ist Pebble Beach deutlich offener und damit anfälliger für den Wind. „Spyglass ist viel mehr in den Bäumen, deswegen ist Pebble sehr offen. Da ist Wind der große Faktor. Es ist schon eine andere Herausforderung.“ Gerade für einen Spieler, der aktuell noch nach Konstanz in seinem langen Spiel sucht, könnte dieser Wechsel zum Prüfstein werden.
Pro-Am-Atmosphäre als Vorteil?
Hinzu kommt der spezielle Charakter des Turniers: In den ersten beiden Runden gehen die Profis gemeinsam mit Amateuren auf die Runde. Für viele ein ungewohnter Rhythmus doch für Schmid eher ein Bonus.
„Es ist relativ entspannt. Die Amateure sind deutlich aufgeregter als jeder von uns Spielern. Es ist eine ganz chillige Atmosphäre.“ Tatsächlich fühlt sich das Pro-Am-Format für ihn in der Anfangsphase weniger angespannt an als ein reguläres Event. „Für die ersten zwei Runden ist es eine entspanntere Atmosphäre als bei einem regulären Turnier.“ Vielleicht genau das, was er braucht, um in seinen Rhythmus zu finden.
Matti Schmid sucht noch nach Form und Rhythmus
Denn sportlich sieht Matti Schmid durchaus Licht und Schatten. „Das Kurzspiel ist bis jetzt ordentlich“, sagt er. Auch das Putten sei, mit Ausnahme der schwierigen Woche in Phoenix, solide gewesen. „Die Grüns konnte ich überhaupt nicht lesen. Die sind anders gelaufen, als ich mir das vorgestellt hatte.“
Das größere Problem liegt aktuell im langen Spiel. „Der Rest ist noch sehr ausbaufähig. Gerade im langen Spiel habe ich mich gut vorbereitet, aber mit dem ersten Turnier ist das bergab gegangen.“ Die Qualität ist da, nur nicht konstant genug. „Über 60 bis 65 Prozent der Schläge sind immer noch Weltklasse, aber da sind noch zu viele, die mich Schläge kosten.“ Es sind die Ausreißer, die ihm bislang bessere Platzierungen verwehren. Schmid weiß: Er braucht seinen Groove. „Ich muss immer erst meinen Rhythmus finden. Ich hoffe, dass ich bald den Turnaround schaffe.“
Blick nach oben egal mit wem
Pebble Beach könnte der perfekte Ort für genau diesen Umschwung sein. „Diese und nächste Woche sind schon super Events, wo man schön Punkte mitnehmen könnte“, sagt Schmid mit Blick auf die Weltrangliste und die Saisonplanung.
Ob er am Wochenende lieber mit Weltranglistenersten wie Scottie Scheffler oder einem weniger prominenten Namen auf die Runde gehen würde? Für Matti Schmid ist die Antwort klar und selbstbewusst: „Hauptsache so weit oben auf dem Leaderboard sein, wie es geht. Der Rest ist egal.“ Ein Satz, der viel über seine Zielsetzung verrät.
Tomorrow we begin. pic.twitter.com/D2FyRfMnF3
— AT&T Pebble Beach Pro-Am (@attproam) February 12, 2026
Interview Quelle: MagentaTV