Studie: Die Deutschen sind die reisefreudigsten Golfer Europas
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Studie: Die Deutschen sind die reisefreudigsten Golfer Europas

Wo macht der europäische Golfer am liebsten Urlaub? Und wie viel Golf spielt er dort eigentlich? Eine Studie über das Reiseverhalten europäischer Golfer.

Eine Studie hat über 8.000 Golfer zum Thema Golfreisen befragt. (Foto: Getty)
Eine Studie hat über 8.000 Golfer zum Thema Golfreisen befragt. (Foto: Getty)

Deutsche Golfer sind besonders reisefreudig. Das zeigt eine gemeinsame Studie der Reed Exhibitions und der Sports Marketing Surveys Inc. Es wurden über 8000 Golfer befragt, mit Fokus auf die vier stärksten Golfmärkte in Europa: Großbritannien und Irland, Frankreich, Schweden und Deutschland. Das Ergebnis: Unter den europäischen Golfreisenden machen die Deutschen nicht nur am längsten Golfurlaub, es zieht sie auch am ehesten ins Ausland.

Wohin reisen deutsche Golfurlauber?

84 Prozent der deutschen Golfreisenden haben in den vergangenen 12 Monaten Urlaub im Ausland gemacht. Damit liegen sie noch vor den Briten, bei denen es 76 Prozent der Reisenden ins Ausland zieht. Aus der Reihe fallen die Franzosen, dem einzigen Land, in dem eine knappe Mehrheit eher einen Golfurlaub im eigenen Land unternimmt. 68 Prozent der französischen Golfreisenden machen im eigenen Land Urlaub. Und obwohl viele deutsche Golfreisen ins Ausland gingen, unternahmen mit 71 Prozent der Golfreisenden ein größerer Anteil als bei den Franzosen einen Urlaub im eigenen Land. Das deutet auch darauf hin, dass ein besonders großer Anteil der deutschen Golfreisenden mehr als nur einen Golfurlaub im vergangenen Jahr unternommen hat und dabei sowohl innerhalb von Deutschland, als auch im Ausland gegolft hat.

Dabei ist besonders Österreich bei den Deutschen als Golfdestination beliebt, nur übertroffen von Spanien, das Lieblingsziel aller vier befragten Nationen. Während die Deutschen als einziges Land an Golfreisen nach Österreich interessiert sind, ging über ein Viertel der angegebenen Golfreisen in den letzten 12 Monaten nach Spanien. Besonders beliebt war das Königreich bei den Schweden, mehr als 40 Prozent der schwedischen Golfurlauber zog es dorthin. Auch Portugal erfreut sich großer Beliebtheit, besonders bei den Briten und Iren. Bei den Deutschen nimmt Portugal Platz 3 ein, gemeinsam mit Italien. Die Franzosen zieht es mit Ausnahme von Spanien am ehesten nach Marokko.

Die USA ist bei den Briten das drittbeliebteste Urlaubsziel, bei den amerikanischen Golfern sind Schottland und Irland klare Favoriten. Fast 50 Prozent der amerikanischen Reisenden zog es in den letzten drei Jahren nach Großbritannien und Irland. Sehnen sich die Amerikaner nach wärmerem Klima, wählen Sie am wahrscheinlichsten Hawaii oder die Karibik als Ort für Ihren Golfurlaub.


Deutsche nehmen sich Zeit für ihren Golfurlaub

Für einen solchen Golfurlaub ins Ausland planen die Amerikaner im Durchschnitt 7,2 Nächte ein, länger als die Mehrzahl der europäischen Golfreisenden, mit Ausnahme der Deutschen. Die bleiben mit durchschnittlich 7,4 Tagen noch länger als die Amerikaner. Das ist insofern überraschend, als die Amerikaner immerhin häufig den Atlantik überqueren, um ihr Urlaubsziel zu erreichen.



Die Deutschen machen zwar den längsten Urlaub, dafür spielen die Schweden aber das meiste Golf. 5,6 Runden absolviert der Schwede im Durchschnitt im Urlaub, der Deutsche nur 5,2. Die Franzosen spielen das wenigste Golf im Urlaub. Im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern interessiert sich der deutsche Golfer aber mehr dafür, möglichst viele unterschiedliche Plätze zu spielen. Im Durchschnitt sind es 3,6 Plätze im Urlaub.  Die Amerikaner, die mit 4,7 Runden zwar weniger Golf im Urlaub spielen als die Schweden und die Deutschen, schlagen im Durchschnitt auf vier unterschiedlichen Plätzen ab. Der Amerikaner spielt im Urlaub also nur selten einen Platz zwei Mal.

Was ist bei einer Golfreise besonders wichtig?

Obwohl sie das zweitwenigste Golf spielen und mit den Franzosen gemeinsam die kürzesten Trips machen, nimmt Golf für die Briten bei solchen Reisen einen besonders hohen Stellenwert ein. So unternahmen weniger als ein Viertel der Befragten die letzte Golfreise gemeinsam mit Nicht-Golfern. Während die Briten am wahrscheinlichsten in größeren Gruppen von befreundeten Golfern reisen, kombinieren knapp 50 Prozent der Deutschen, Franzosen und Schweden ihren Golfurlaub mit einem Familienurlaub und reisen in entsprechen kleineren Gruppen von 2 bis 4 Personen.

Nichtsdestotrotz sind Aktivitäten abseits des Golfplatzes unter allen Befragten der am wenigsten entscheidende Faktor. Am wichtigsten hingegen ist, dass Startzeiten vorhanden sind. Kein Wunder: Wer einen Golfurlaub bucht will sichergehen, dass er auch zum Golf spielen kommt. Das ist Reisenden im Durchschnitt sogar wichtiger, als die Auswahl des Golfplatzes oder die Vielfalt der möglichen Golfplätze.

Zum Schluss noch eine Anmerkung zu den Daten: Es ist davon auszugehen, dass sich die angegebenen Prozentzahlen der Studie auf den Anteil der Befragten beziehen, der tatsächlich eine Golfreise im vergangenen Jahr unternommen hat, auch wenn die präsentierten Statistiken darüber keinen genauen Aufschluss geben. Es lassen sich jedoch keine Aussagen über absolute Zahlen der reisenden Golfer aus den einzelnen Ländern treffen. Es lässt sich also keine Aussage darüber treffen, ob mehr deutsche als britische Golfer einen Golfurlaub unternehmen, die Daten geben lediglich Auschluss darüber, dass von den Golfern, die mindesten einen Urlaub in den letzten 12 Monaten unternommen haben, die deutschen Golfreisenden besonders gerne im Ausland Golf spielen und dafür gerne Reisen unternehmen, die Länger als eine Woche dauern.