Golfreisen: Grandes vistas auf Teneriffas Top-Plätzen
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Golfreisen: Grandes vistas auf Teneriffas Top-Plätzen

Golf Post Reisereporter Jürgen Linnenbürger hat drei herausfordernde Golfplätze mit fantastischem Ausblick auf den Kanarischen Inseln unter die Lupe genommen.

Fantastische Sonnenuntergänge in Teneriffa. (Foto: Buenavista Golf)
Fantastische Sonnenuntergänge in Teneriffa. (Foto: Buenavista Golf)

Besonders an der Nord- und Südwestküste fallen die vielen Bananenplantagen ins Auge. Etwa 135.000 Tonnen dieser Früchte exportiert Teneriffa jährlich. Damit nimmt die Insel die Nummer Eins unter denen des ewigen Frühlings ein, wie die Kanarischen Inseln auch genannt werden. Die von hier kommenden Früchte sind etwas kleiner als die aus Südamerika, dafür aber aromatischer. Beste Voraussetzungen für deren Gedeihen sind Temperaturen um die 20 Grad im Winter und selten mehr als 30 Grad im Sommer.

Ein ideales Klima auch zum Golfen. Mit insgesamt neun Golfanlagen bietet Teneriffa für jeden Golfer ein passendes Angebot. Drei besonders reizvolle Plätze werden in diesem Bericht näher vorgestellt.

Golf Costa Adeje: Rechtzeitiges Reservieren ist empfehlenswert

Die Golfanlage Golf Costa Adeje liegt an der gleichnamigen Küste im Süden der Insel. Sie besteht aus einem 18-Loch- und einem 9-Loch Platz. Gegründet wurde sie bereits im Jahre 1998. Ihr Architekt ist der Spanier Jose ‚Pepe’ Gancedo, der auch der Picasso der spanischen Golfplatzarchitekten genannt wird. Der Par-72-Championship-Platz befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Bananenplantage. Die sechs Par-3-, Par-4- und Par-5-Löcher haben eine Länge von 6.239 Metern.

Den Anfang macht ein Par-5 mit einem einladend breiten Fairway. Danach geht es auf den ersten Neun ständig bergauf und -ab. Die Bahnen zwei bis vier verlaufen downhill in Richtung Meer und bieten wunderschöne Ausblicke. Optischer Höhepunkt ist das vierte Loch, ein Par-4. Hinter dessen Grün ziehen einige wenige, hohe Palmen die Blicke an. Dahinter breitet sich unterhalb der Felsen der tiefblaue Atlantik aus. Auf dem anschließenden Par-3 geht es wieder landeinwärts bergauf. Es ist nur 130 Meter lang, aber dennoch äußerst reizvoll. Das Meer im Rücken, spielt man es steil ansteigend über eine Schlucht in das nicht einsehbare, nach links abfallende Grün. Wehe, wenn hier der Wind weht.

( Foto Golf Costa Adeje: Grün der vierten Bahn)

Das Grün der vierten Bahn im Golf Costa Adeje. (Foto: Golf Costa Adeje)

Ähnlich angelegt ist die Sieben, ebenfalls ein Par-3. Hier gilt es 157 Meter bergauf zu überwinden und carry über eine Waste Area zu spielen. Die Vorgabe "3" sagt alles. Das achte Loch, ein Par-5, nimmt mit seinem Doppel-Dogleg neben den sonst geraden Bahnen eine Sonderstellung ein. Kräne und Bauarbeiten an einigen Löchern der ersten Neun beeinflussen optisch und akustisch die Spielfreude. Die hier entstehenden Villen bieten beste Sicht auf den Platz. Der Großteil der Back Nine verläuft parallel auf verschiedenen Plateaus durch das leicht hügelige Gelände des Hinterlandes. Die Runde endet mit einem interessanten Abschlag. Das Fairway des 18. Lochs fällt zunächst in Stufen nach rechts ab, die im weiteren Verlauf wieder zusammengeführt werden.



Der Platz ist angenehm zu spielen. Doch Vorsicht! Auch wenn man die meist breiten Fairways mittig trifft, bedeutet dies nicht, dass die Bälle auch dort liegen bleiben. Von einigen rollen sie seitlich auf die Wege herab. Die Grüns sind groß, gepflegt und fair. Ebenso die Bunker. Der ursprünglich schwarze Sand der Grünbunker wurde zwischenzeitlich durch weißen ausgetauscht. Eine Besonderheit zeichnet  auch die Bahnen 3 und 4 sowie 16 bis 18 aus. Diverse Stufen aus Steinwällen erfordern höchste Vorsicht. Auffällig sind ebenfalls die aus schwarzem Lavasand bestehenden breiten Wege und zum Teil großen Buggy-Haltezonen zwischen den einzelnen Löchern.

Vorsicht vor den Steinwällen auf einigen Fairways. (Foto: Golf Costa Adeje)

Vorsicht vor den Steinwällen auf einigen Fairways. (Foto: Golf Costa Adeje)

Wer nicht lange im voraus reserviert, benötigt viel Glück, um vor Ort eine stornierte Startzeit zu erhalten. 102 Euro beträgt das Greenfee für die Einzelrunde in der Hauptsaison. Gestartet wird im acht-Minuten-Takt. Aufgrund der hohen Frequentierung ist eine Tee Time am frühen Morgen ratsam. Ansonsten sollte man sich auf Wartezeiten einstellen. Das im schönen Clubhaus zwischen 12 und 17 Uhr angebotene, mehrgängige Buffet ist sehr schmackhaft und seinen Preis von 22 Euro wert.

Abama Golf: Das Spitzen-Golf Resort der Kanaren

Großartige Aussichten auf den Atlantik und die vorgelagerte Insel La Gomera genießt man im terrassenförmig angelegten Abama Golf Resort. Es liegt außerhalb des touristischen Südens auf halber Strecke in den Westen. Umgeben von riesigen Bananenplantagen ist es eine Oase der Ruhe. 2018 wurde es von dem Golfmagazin Golf Digest zum "Best International Golf Resort - Spain" und von leadingcourses.com als Nummer Eins auf den Kanarischen Inseln, Nummer Drei in Spanien und Nummer 21 in Europa gewählt.

Der von Dave Thomas designte und 2005 in Betrieb genommene Platz ist außergewöhnlich. Die 18 Bahnen sind sehr hügelig und verlaufen ständig bergauf und -ab. Sie steigen bis auf eine Höhe von 315 Meter an. Deshalb ist auch ein Elektrocart obligatorisch. GPS, Bananen und gekühltes Wasser zählen zum Service.

Tee Nummer 1 des Abama Golf mit Blick über den Platz. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Tee Nummer 1 des Abama Golf mit Blick über den Platz. (Foto: Jürgen Linnenbürger)



Jedes Loch ist individuell gestaltet und mit keinem anderen vergleichbar. Fast alle bieten beeindruckende Blicke auf das Meer sowie auf das gegenüberliegende imposante Bergmassiv. 22 Teiche, kaskadenförmige Wasserläufe, geschmackvoll angelegte Beete und tausende von Palmen, Kakteen und Sträuchern machen den Platz zu einem optischen Genuss. Der weiße Sand der Bunker leuchtet in der Sonne und stellt einen farblichen Kontrast zu dem Grün der Palmen und dem Blau des Meeres dar. Der Pflegezustand ist top. Beschäftigt werden in der Anlage gleich viele Greenkeeper wie Gärtner.

Spielerisch verlangt der Par-72-Platz von allen Abschlägen große Präzision. So auch an der Bahn 10, dem Signature Hole. Es ist ein Par-5 mit einem stark erhöhten Abschlag und einem bis zum Grün bergab verlaufenden Dogleg. Auf der einen Seite wird es von mehreren Teichen, auf der anderen von zahlreichen Bunkern begleitet. Hinter dem Grün thront das beeindruckende Ritz-Carlton Abama-Hotel in seinem terracotta-farbenen Rot. In der Ferne blickt man auf La Gomera.

Blick vom Abschlag der 10. Bahn mit La Gomera im Hintergrund. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Blick vom Abschlag der 10. Bahn mit La Gomera im Hintergrund. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Schmale, kurz gemähte Fairways mit Schräglagen, kleine Landezonen, etliche blinde Schläge und nicht einsehbare, höher gelegene Grüns machen den Platz zu einer echten Herausforderung. Auf den zum Teil riesigen, ondulierten Grüns angekommen, findet diese ihren Höhepunkt. Auch kurze Putts können in einem Drama enden und weit über das Grün hinauslaufen. Gefühlt sind sie rasend schnell. Die angeblich nur neun Stimpmeter sind kaum zu glauben.

Ebenso einzigartig wie der Platz ist auch die Höhe des Greenfees. Als Nicht-Resortgast zahlt man während der Hochsaison  270 Euro. Günstiger wird es, wenn man das Spielen mit einem Aufenthalt im Abama-Hotel oder in den Appartements der Las Terrazas de Abama -Anlage verbindet. Interessante Packages machen das Spielen erschwinglicher. Besonders attraktiv sind diese in der Nebensaison von Mai bis Oktober.

Las Terrazas de Abama mit Blick über die Anlage auf das Meer. (Foto: Jürgen Linnebürger)

Las Terrazas de Abama mit Blick über die Anlage auf das Meer. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Die elegant möblierten Appartements befinden sich in den terrassenförmig angelegten, weißen Gebäuden oberhalb des Clubhauses inmitten der ersten Neun. Zum ersten Abschlag ist es nur ein Katzensprung. Die unterschiedlich großen Suiten sind geräumig und top ausgestattet. Eine vollausgestattete, moderne Küche inklusive Waschmaschine zählt dazu.

Bestens frühstücken kann man in dem angeschlossenen Restaurant Melvin. Serviert werden eine klassische und eine täglich wechselnde internationale Variante. Frische Säfte, Obst, Joghurt, Herzhaftes und Süßes sind selbstverständlich. Abends kann man dort, mit Blick durch die Glasfront, auf die hinter La Gomera untergehende Sonne großartig speisen. Das Restaurant steht unter der Leitung des mehrfachen Michelin Sterne-Kochs Martin Berasategui, der zu den Spitzenköchen Spaniens zählt. Der Service ist in der gesamten Anlage und auf dem Golfplatz erstklassig. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Angestellten sind auffällig. Jeder Gast wird mit seinem Namen angesprochen.

Zahllose Serpentinen und umwerfende Ausblicke auf der Fahrt in den Nordwesten

Vom Resort lohnt sich ein Tagestrip nach Buenavista del Norte in den äußersten Nordwesten der Insel. Die ca. anderthalbstündige Fahrt dorthin ist atemberaubend. Sie führt zunächst über Los Gigantes, dessen felsige Steilküste 450 Meter senkrecht ins Meer fällt.

Danach schraubt sich die gut ausgebaute Straße nach Santiago del Teide hinauf. Anschließend wird es spektakulär. Die schmale, gut gesicherte Bergstraße windet sich mehrere Kilometer durch das schroffe Teno-Gebirge auf unzähligen Serpentinen bergauf und -ab. Die fantastischen Aussichten auf zerklüftete Steilwände und das Meer sind großartig. An dem Aussichtspunkt Mirador de Hilda kann man einen Zwischenstopp einlegen und auf das in die Berghänge gebaute, tiefer liegende Dörfchen Masca sowie das gleichnamige Tal schauen.

Fahrt durch das Teno-Gebirge mit La Gomera im Hintergrund. (Foto: Jürgen Linnebürger)

Fahrt durch das Teno-Gebirge mit La Gomera im Hintergrund. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Schon bald danach erreicht man Buenavista del Norte mit dem gleichnamigen Golfplatz. Sein Name ist Programm. Der von Severiano Ballesteros 2003 designte Par-72-Platz bietet von allen Löchern herrliche Aussichten auf das Teno-Gebirge und das Meer.

Von den hinteren Abschlägen hat Buenavista Golf eine Länge von 6.019 Meter. Auch er hat jeweils sechs Par-3-, Par-4- und Par-5-Löcher. Seve hat die Bahnen abwechslungsreich gestaltet. Das Greenfee kostet als Einzelrunde 106 Euro. Die Fahrt in den Nordwesten ist absolut lohnenswert.

Buenavista Golf - Fantastische Aussichten auf Platz, Teno-Gebirge und Atlantik. (Foto: Jürgen Linnebürger)

Buenavista Golf - Fantastische Aussichten auf Platz, Teno-Gebirge und Atlantik. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Die meisten Fairways bieten angenehme, einsehbare Landezonen. Sie sind ebenso gepflegt wie die fairen Grüns und Bunker. Besonderheiten bieten die zweiten Neun. Von den erhöhten Abschlägen der 10 und 13 spielt man in die tiefer liegenden Fairways, die sich in Form eines "X" kreuzen. Das Grün der Zehn wird auf der linken Seite von einem Bunker bewacht, dessen Form das Markenzeichen seines Architekten ist. Das typische "S" erinnert an den viel zu früh verstorbenen Weltklassespieler.

Abendstimmung auf der Back Nine. (Foto: Buenavista Golf)

Abendstimmung auf der Back Nine. (Foto: Buenavista Golf)

Den Abschluss des Platzes bilden zwei herausfordernde Par-3. Die 15 und 17 liegen direkt vor den Klippen. Die 18, ein Par-5 mit einer Länge von 438 Meter und einem frontalen Wasserhindernis vor dem Grün, beschließt die angenehme Runde. Besonders reizvoll ist die Aussicht von der Clubhaus-Terrasse am Abend, wenn die Sonne am westlichsten Punkt Teneriffas hinter dem Teno-Gebirge im Meer versinkt.

Einen Aufenthalt auf der Insel sollte man auf jeden Fall mit einem Besuch des Parque Nacional del Teide verbinden. Die Mondlandschaft in einer Höhe von ca. 2.000 Metern mit Blick auf den Vulkankegel des höchsten Berg Spaniens (3.718 Metern) ist äußerst bizarr und eindrucksvoll. Oder man fährt mit der Gondel bis ganz nach oben.

Ebene Llano de Ucana und Pico del Teide im Parque Nacional del Teide. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Ebene Llano de Ucana und Pico del Teide im Parque Nacional del Teide. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Ebenso lohnt sich ein Trip in die im Nordosten gelegene Hauptstadt Santa Cruz. Dort empfiehlt sich eine Führung durch die futuristisch designte Konzerthalle Auditorio de Tenerife.

Neben den Bananen zählen die roten und grünen Tomaten, die vielfach prämierten Käsesorten und der Wein zu den Spezialitäten der Insel. Wer etwas ganz besonderes und typisches mit nach Hause nehmen möchte, der sollte die in dem kleinen Örtchen Chio im Nordwesten ansässige Manufaktur "Delicias del Sol" besuchen. Hier werden in einem kleinen Familienbetrieb aus Produkten der Insel hochwertige Konfitüren, Chutneys und Mojos auf Gourmet-Niveau in Handarbeit hergestellt. Probieren ist erwünscht.

Konzerthaus

Konzerthaus "Auditorio de Tenerife" in der Hauptstadt Santa Cruz. (Foto: Jürgen Linnenbürger)



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