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Der große Spieler-Caddie-Disput findet ein gutes Ende

Der größte öffentlich ausgetragene Disput zwischen einem Spieler und einem Caddie in der Historie des Golfsports kommt zu einem guten Ende für beide Parteien. 

Caddie, David
Caddie, David "El Tucan" Ortiz (links), und Spieler, Matt Kuchar (rechts), nach dem Sieg der Mayakoba Golf Classic 2018. (Foto: Getty)

Der Auftakt der Genesis Open im Februar wurde von einer eher unschönen Nachricht überschattet. Der Ersatz-Caddie von Matt Kuchar, David "El Tucan" Ortiz, der die Tasche des Pros beim Sieg der Mayakoba Golf Classic im November 2018 trug, war mit Details über die Bezahlung für seine Arbeit an die Öffentlichkeit getreten, weil er sich unfair behandelt und bezahlt fühlte. Die Unstimmigkeiten zwischen beiden bauschten sich zum größten öffentlich ausgetragenen Disput zwischen einem Spieler und einem Caddie auf. Nun findet die Geschichte doch noch zu einem guten Ende, die beiden trafen sich in Mexico City, legten ihre Differenzen bei und Kuchar bezahlte eine "angemessene" Summe.

Ortiz fühlte sich ausgenutzt von Matt Kuchar

David Ortiz war bei der Mayakoba Golf Classic der Ersatz-Caddie für Matt Kuchar, weil sein regulärer Caddie, John Wood, nicht nach Mexico kommen konnte, da Kuchar sich sehr kurzfristig dazu entschlossen hatte bei dem Turnier anzutreten. Als Club-Caddie verdient Ortiz zwischen 100 und 200 Dollar am Tag, Kuchar bot ihm 4.000 Dollar plus einen unbestimmten Bonus im Falle des Sieges. Zum Vergleich, ein Tour-Caddie verdient etwa 10 Prozent der Gewinnsumme des Spielers, was in diesem Fall, bei ca. 1,3 Mio. Dollar Preisgeld für Kuchar, um die 130.000 Dollar gewesen wären. Nach dem Sieg überreichte Matt Kuchar dem Mexikaner einen Umschlag mit 5.000 Dollar in Bar. Der Caddie dachte, es handele sich um Anzahlung und dass er den Rest auf sein Konto bekäme. Als dies nicht passierte und er sich an Kuchar bzw. dessen Agenten, Mark Steinberg, wandte, wurde er zunächste abgeblockt und dann, nach mehreren Anfragen, wurde ihm eine Summe von 15.000 Dollar geboten, die er ablehnte. Er sagte gegenüber verschiedenen Medien, dass er sich ausgenutzt und ungerecht behandelt fühlte. Als all diese Details an die Öffentlichkeit kamen, waren Fans schockiert und bezogen schnell Position auf der Seite von Ortiz. Kuchar verteidigte erst seine Position, aber im Anschluss an die Genesis Open veröffentlichte er ein Statement, worin er sich offiziell bei Ortiz und seinen Fans für seine Aussagen und sein Verhalten entschuldigte.

Der Disput kommt nun zu einem guten Ende

Fast vier Monate nach dem Turnier in Mexiko findet die Angelegenheit nun ein zufriedenstellendes Ende für beide Parteien. Kuchar zahlte weitere 45.000 Dollar an Ortiz, eine Summe, die der Caddie für angemessen hält, obwohl diese immer noch nur etwa 3,85 Prozent des Preisgeldes entspricht. Die beiden trafen sich daraufhin in Mexico City zum Frühstück, um die Differenzen persönlich beizulegen. Laut Golf.com, die ein Telefoninterview mit dem mexikanischen Caddie führten, entschuldigten sich beide beieinander und Ortiz bot sogar an, in diesem Jahr wieder bei der Mayakoba Golf Classic für den Amerikaner zu arbeiten. Matt Kuchar plane aber diese Jahr seinen Caddie, John Wood, an seiner Seite zu haben. So findet der wohl größte Spieler-Caddie-Disput in der Historie des Golfsports doch noch zu einem guten Ende.

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