Challenge Tour: Sebastian Heisele so gut wie sicher auf der European Tour
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Challenge Tour: Sebastian Heisele so gut wie sicher auf der European Tour

Nach einer starken zweiten Runde gehört Sebastian Heisele zu nur sieben Spielern, die beim Finale der Challenge Tour unter Par liegen.

Sebastian Heisele lässt beim FInale der Challenge Tour keine Zweifel an seinem Aufstieg aufkommen. (Foto: Getty)
Sebastian Heisele lässt beim FInale der Challenge Tour keine Zweifel an seinem Aufstieg aufkommen. (Foto: Getty)

Sebastian Heisele behauptet sich am zweiten Tag des Challenge Tour Grand Final auf Mallorca unter den Top-Spielern und untermauert seine Ambitionen auf eine der 15 zu vergebenden European-Tour-Karten. Mit einer 69er Runde (-2) mischt sich der 31-Jährige unter die wenigen Spieler, die unter Par liegen. Für Marcel Schneider und Nicolai von Dellingshausen wurde der Abstand zur Spitze am Freitag im Club de Golf Alcanada hingegen größer. An der Spitze liegt der Italiener Francesco Laporta, der mit einem Sieg auch die Order of Merit gewinnen würde.

Sebastian Heisele schiebt sich unter die Top-5

"Eigentlich war es dasselbe Spiel wie gestern", bilanzierte Sebastian Heisele nach der zweiten Runde, in der er sich auf den geteilten vierten Platz verbesserte. Dennoch brachte er es fertig, sich gegenüber dem Vortag um zwei Schläge zu unterspielen. "Das Finish war gestern schlecht, heute natürlich stark", freute sich Heisele über die Birdies auf den Bahnen 15 und 17. Obwohl er in der ersten Runde vom Tee deutlich besser gewesen sei, habe er durch verbessertes Putten einige Schläge rausholen können.

Dabei war das auf den ersten Löchern nicht absehbar, denn zunächst ließ er einige Putts teilweise deutlich zu kurz. "Ich habe drei, vier Löcher gebraucht, um das zu verinnerlichen und dann mal 'drauf zu hauen'". Es zahlte sich aus. Nach der Findungsphase folgten noch drei Birdies bei nur einem Bogey und Heisele, vor Turnierstart 11. der Saisonwertung, steht nun schon mit mehr als einem Bein auf der European Tour, Gelassenheit ist daher das Credo: "Zwei Tage haben wir noch, da heißt es, sich nach vorne zu spielen. Heute sollte von den Bedingungen her der schwierigste Tag gewesen sein, vielleicht können wir ein bisschen Druck von hinten aufbauen und dann schauen wir mal, wo wir am Sonntag landen."

Schneider und von Dellingshausen verlieren Plätze

Marcel Schneider verlor derweil den Anschluss an die Spitzengruppe und damit wohl auch jegliche Chance, sich noch unter die besten 15 zu spielen. Mit vier Bogeys und drei Birdies auf der Scorekarte büßte der Schwabe zehn Positionen und die Aussicht auf die European-Tour-Karte ein. "Gespielt habe ich bis zum Grün besser als gestern. Auf dem Grün war es ein Horrortag", fällte der 29-Jährige sein Urteil. "Ich habe drei oder vier Putts innerhalb von einem Meter nicht gemacht. Die kurzen Putts waren frustrierend." Auf einem Platz "auf dem man wenige Birdiechancen" habe, ist das doppelt bitter. Mit insgesamt drei über Par "geht die Reise momentan in die falsche Richtung". Doch wohin genau, werde man erst am Sonntag sehen. Am Freitag macht Schneider jedanfalls einen Zwischenhalt auf Rang 25.

Auch Nicolai von Dellingshausen hat sich aus dem Rennen um die Tourkarten verabschiedet. Der Düsseldorfer notierte eine 75 (+4) und liegt nun schon elf Schläge hinter dem alleinigen zweiten Rang, den er für den ersehnten Aufstieg braucht. Viel Sarkassmus sei nötig gewesen, um die Runde zu ertragen, meinte der 26-Jährige, der nach eine Bogey-Serie von der siebten bis zur zehnten Bahn sein Birdie auf der 13 ausgiebig feierte, im Anschluss. "Ich habe die Geduld verloren", gab von Dellingshausen zu. "Angefangen hat das eigentlich mit einem Dreiputt aus unbedrängter Lage an der Sieben. Das kann passieren, aber ich war so frustriert und dann bin ich in einen Sog reingekommen." Dieser "Sog" zog ihn nicht nur mental herunter, sondern auch im Leaderboard. Als geteilter 39. von 45 Starten hat er am Wochenende alle Gelegenheit, befreit aufzuspielen und sich sein Selbstvertrauen zurückzuholen.