Challenge Tour: Sebastian Heisele auf European-Tour-Kurs
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Challenge Tour: Sebastian Heisele auf European-Tour-Kurs

Nach der ersten Runde des Challenge Tour Grand Final auf Mallorca hält Sebastian Heisele weiter alle Trümphe in der Hand.

Sebastian Heisele am ersten Tag des Grand Final der Challenge Tour auf Mallorca. (Foto: Getty)
Sebastian Heisele am ersten Tag des Grand Final der Challenge Tour auf Mallorca. (Foto: Getty)


Drei Runden sind 15 Spieler der Challenge Tour noch vom Aufstieg auf die European Tour entfernt. Einer von ihnen ist Sebastian Heisele, der in der ersten Runde im Club de Golf Alcanada nichts anbrennen ließ, wenngleich der 31-Jährige die Chance auf die Führung auf den letzten Löchern vergab. Seine beiden Kollegen Nicolai von Dellingshausen und Marcel Schneider halten zumindest den Anschluss an die Spitze, werden aber deutlich zulegen müssen, wenn sie ihre Chance auf die European-Tour-Karte wahren wollen.

Sebstian Heisele weiterhin auf Kurs

Besser hätte Sebastian Heisele nicht starten können. Gleich auf der ersten Bahn lochte der derzeit Elfte der Saisonwertung zum Eagle und hielt mit einem weiteren Birdie und einem Bogey den Score von zwei unter bis zum 15. Grün. Danach folgte ein "schlechtes Finish mit Dreiputt, Dreiputt", wie Heisele hinterher selbst zusammenfasste. "Und auch auf 17 und 18 musste ich noch kämpfen. Das war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte."

Er habe sich das Leben selbst schwer gemacht, so der 1,99-Meter-Mann. Erschwerend seien die knüppelharten Grüns hinzugekommen. "Ich habe das Gefühl, dass die Grüns heute noch härter waren als gestern - gewässert wurde auf jeden Fal nicht. Dass ein Ball Pin-high aufkommt und 30 Meter ausrollt, muss nicht sein. Obwohl ich einige Wedges nah an die Fahne gehauen habe, lag ich kein einziges Mal an der Fahne. Deswegen nehme ich eine even-Par-Runde mit und bleibe weiterhin entspannt." Als Achter nach der ersten Runde kann er das auch sein.

Marcel Schneider mit Kämpferqualitäten nach mieserblem Auftakt

So gut wie Heiseles Start war, so schlecht war der Auftakt von Marcel Schneider. Der 29-Jährige kassierte auf den ersten sieben Löchern vier Bogeys, zwei davon gleich auf den ersten beiden Bahnen. "Ich dachte schon nach den ersten Löchern, 'Oh Gott, in welche Richtung geht das hier'", so Schneider, der froh war, dass er es "aber zum Schluss noch ein bisschen rumreißen" konnte. Auf der achten bahn fiel das erste Birdie, ein Chip-In von außerhalb des Grüns. Von da an spielte er sich bis auf eins über Par zurück

"Das Birdie hat mich gepusht, das hilft natürlich immer", erklärte Schneider die Trendwende in seinem Spiel. "Ich wusste, die zweiten Neun sind einfacher, da habe ich mich zusammengerissen und dann Gott sei Dank noch ein paar Birdies gespielt." Ein Schlagverlust kam allerdings auch noch hinzu, sodass nach dem ersten Tag des Finalturnieres der Challenge Tour eine 73 (+2), fünf Schläge hinter der Spitze, zu Buche steht. "Mit zwei über bin ich nicht zufrieden, aber es ist noch Schadensbegrenzung. Die Bedingungen waren heute sehr schwer. Ich denke, da geht noch was."

Nicolai von Dellingshausen: "Da lerne ich etwas draus"

Auch bei Nicolai von Dellingshausen sollte noch "etwas gehen". Denn das Spiel des Düsseldorfers war eigentlich nicht schlecht, doch die Putts wollten schlichtweg nicht fallen. "Nach solchen Runden ist es immer schwierig, eine objektive oder reflektierte Meinung zu haben. Es war frustrierend heute", so von Dellingshausen. "Das Spiel an sich hat sich gut angefühlt, die Schläge waren da. Aber auf den Grüns ist absolut gar nichts gegangen heute auf den zweiten Neun."

So fiel er nach einer even-Par-Front-Nine noch auf drei über zurück. "Die Grüns sind schwierig zu lesen, haben viele Wellen drin, große, aber auch kleine, die man nicht so genau sieht." Damit wollte sich der 26-Jährige aber keinesfalls über den Platz beschweren. "Da lerne ich etwas draus heute und schaue, dass ich das verwerte. Man muss auch nicht immer alles überinterpretieren. Solche Tage passieren. Wenn ich das zerdenke, werde ich auch nicht glücklich damit."