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British Open Playoff: Sieger wird über drei Löcher ermittelt

Über 20 Mal wurde die British Open bereits in einem Stechen entschieden. Aber wie funktioniert das Playoff bei dem ältesten Major-Turnier eigentlich?

2004 gewann Todd Hamilton das British Open Playoff gegen Ernie Els. (Foto: Getty)
2004 gewann Todd Hamilton das British Open Playoff gegen Ernie Els. (Foto: Getty)

Nicht immer steht nach 72 gespielten Löchern bei dem einzigen europäischen Majorturnier, der British Open, ein Sieger fest. Teilen sich zwei oder mehr Spieler nach Abschluss der letzten Runde den ersten Platz im Teilnehmerfeld, wird der Sieger in einem Playoff ermittelt. Dies ist bereits 21 Mal in der Geschichte des Turniers passiert. Das British Open Playoff-Format unterscheidet sich jedoch von denen bei regulären Turnieren, weswegen es hier die wichtigsten Infos zum Stechen der British Open gibt.

British Open Playoff geht über drei Löcher

Der Sieger im Fall eines Playoffs bei der British Open wird im sogenannten "Three-Hole-Playoff" ermittelt. Die Kontrahenten spielen dabei auf drei Löchern um den Sieg - und zwar an Loch 1, 13 und 18. Falls sich auf diesen drei Löchern kein Spieler durchsetzt, wird zu einem "Sudden-Death-Format" gewechselt, um einen Titelträger ermitteln. Dieses Format wurde zur Open Championship 2019 eingeführt.


Bis 1964 wurden 36 Löcher im Stechen gespielt

Bereits 21 Mal wurde die British Open im Playoff entscheiden. Das letzte British Open Playoff fand im Jahr 2015 auf dem Old Course von St. Andrews statt. Zach Johnson, Louis Oosthuizen und Marc Leishman traten nach einem Gleichstand im "Four-Hole-Aggregate" gegeneinander an. Darin triumphierte Johnson mit einem Score von eins unter Par und sicherte sich seinen zweiten Majortitel nach dem Sieg beim Masters im Jahr 2007.

Im"Four-Hole-Aggregate" wurde das Playoff von 1986 bis 2018 ausgetragen. Darin treten die geteilten Führenden über vier zusätzliche Löcher am Finaltag des Turniers gegeneinander an. Der Golfer, welcher nach den vier Löchern den niedrigeren Wert zu Par aufweist, gewinnt die British Open. Sollte nach den vier Löchern immer noch Gleichstand bestehen, geht das British Open Playoff in ein Sudden-Death-Format über. Darin spielen die Konkurrenten so lange ein zusätzliches Loch, bis ein Spieler weniger Schläge für eine Bahn benötigt als sein Gegner.


Vor 1986 dauerte die Ermittlung eines Siegers deutlich länger. Bis 1964 traten die Spieler nämlich über ein 36-Loch-Playoff gegeneinander an. Danach verkürzte die R&A das Playoff auf 18 Löcher. Dieses Format hielt sich bis 1986. Drei Jahre später wurde dann erstmals das aktuelle British Open Playoff ausgetragen, in welchem sich Mark Calcavecchia gegen Wayne Grady und Greg Norman durchsetzte.