Der Winstongolf Links Course, auf dem in diesem Jahr gespielt wurde, ist eine Herausforderung für sich. Die Landezonen sind eng und nicht immer einsehbar. Versteckte Bunker oder Grüns, bei denen man nur das Flaggentuch wehen sieht, sind ebenfalls keine Seltenheit.
Wer die Fairways verfehlt, steht schnell wie eine Bergziege da.
Dieser Herausforderung stellten sich diesmal 57 Herren der Legends Tour und drei Damen, Catrin Nilsmark aus Schwerden, Elisabeth Esterl aus Deutschland und Patricia Beliard aus Frankreich der Ladies European Tour (ü45).
Catrin Nilsmark, Elisabeth Esterl und Patricia Beliard - Fotocredit: Stefan von Stengel
Am ersten Tag hatte Lionel Alexandre aus Frankreich, ein Newcomer auf der Legends Tour, die wenigsten Probleme mit dem Platz. Er spielte fehlerfrei und setzte sich mit fünf Birdies an die Spitze des Leaderboards, dicht gefolgt von Stephen Dodd und Peter Baker.
So wie der erste Tag geendet hatte, ging es auch am zweiten Tag weiter. Beim Blick auf das Leaderboard konnte einem schwindelig werden, so oft wechselte die Führung. Am Ende des zweiten Tages hatte Steen Tinning mit -6 einen Schlag Vorsprung. Insgesamt lagen acht Spieler so dicht beieinander, dass man über den Turniersieg hätte würfeln können, darunter Stephen Dodd, Phillip Archer oder Peter Baker.
Am Finaltag waren nur noch 59 Profis am Start, nachdem Gary Evans am zweiten Tag zurückgezogen hatte. In Dreiergruppen machten sie sich auf den Weg, um herauszufinden, wer den Platz am besten beherrscht. Und wieder ging es auf dem Leaderboard rauf und runter, was den Zuschauern wirklich gefiel. Die Kommentare der Zuschauer reichten von “Schade, dass Bernhard nicht da ist” bis zu “Wow, die spielen ja richtig tolles Golf”. Ein Highlight für die Volunteers war die Golf Clinic von Elisabeth Esterl. “So etwas gibt es nicht alle Tage und es war sehr interessant”, war die Aussage.
Auf dem Weg zum 18. Grün konnte ich Wijnand Pon, der das Turnier nach Vorbeck geholt hatte, fragen, ob er zufrieden sei, er lächelte nur und sagte “tolles Wetter und ein tolles Turnier” und fuhr weiter, um die Siegerehrung vorzubereiten.
Auf der 18 wurde es noch einmal richtig spannend. Phillip Archer hatte sich vorgenommen, nicht einfach nur Zweiter zu werden, mit einem Putt zum Birdie hätte es ein Stechen mit Scott Hend gegeben.
Den Zuschauern war klar, dass es zu einem Stechen kommen könnte, und so war es mucksmäuschenstill, als Phillip Archer den Ball Richtung Loch spielte. Kurze Zeit später hörte man nur noch dieses “Ohhhh”, als klar war, dass der Ball nicht zum Birdie gefallen war.
Und hier bin ich wieder bei meinen Überraschungen, hier schließt sich der Kreis. Der Sieger heißt Scott Hend, der bei seinem ersten Auftritt auf der Legends Tour gleich sein erstes Turnier gewinnt.
v.l.n.r. Wijnand Pon und Sieger Scott Hend - Fotocredit: Jens Goldmann
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