Die 3 größten Mythen im Amateurtraining – und was du stattdessen tun solltest
In diesem Beitrag zeigt dir Golf-Professional und GO LOW Gründer Luca Sommer, wie du mit smarterem Training statt endloser Wiederholungen echte Fortschritte auf dem Platz machst. Als langjähriger Coach mit Fokus auf moderne Golf-Methodik, spielnahes Training und KI-gestützte Analyse, weiß er, worauf es wirklich ankommt – und wie du als Amateur strukturiert an deinem Spiel arbeiten kannst.
Typische Szene: 100 Bälle, null Fokus
Du stehst auf der Driving Range. Der Ballkorb ist voll. Der Driver knallt. Du wechselst Schläger, aber nicht den Plan. Klingt bekannt?
-> Viele Golfer trainieren viel – aber ohne Ziel, ohne Struktur, ohne Wirkung.
-> Besser wirst du nicht durch Masse, sondern durch klare Übungen mit Feedback.
Mythos #1: „Je mehr Bälle ich schlage, desto besser werde ich“
Dieser Gedanke klingt logisch – ist aber falsch. Viele Golfer glauben, dass allein die Menge der geschlagenen Bälle über den Trainingserfolg entscheidet. Also wird der Ballkorb auf der Range geleert, ohne Plan, ohne Zielvorgabe, ohne Auswertung. Doch genau das führt dazu, dass sich falsche Bewegungsmuster verfestigen, anstatt verbessert zu werden.
Warum diese Denkweise problematisch ist:
- Quantität ersetzt keine Qualität.
Wer ohne Struktur übt, automatisiert oft nur seine Fehler – und trainiert sie damit dauerhaft ein. - Ohne Ziel kein Feedback.
Wenn du nicht weißt, wohin du schlagen willst oder was du verbessern möchtest, kannst du auch keinen Fortschritt erkennen. - Der Körper lernt durch gezielte Wiederholung – nicht durch blinde Masse.
Besser ist es, gezielt und konzentriert zu trainieren. Eine Einheit mit 30 strukturierten Schlägen bringt deutlich mehr als 100 planlose. Die Aufmerksamkeit bleibt hoch, die Fehleranalyse wird möglich – und der Transfer auf den Platz wahrscheinlicher.
Was du stattdessen tun solltest:
- Reduziere bewusst die Anzahl deiner Bälle pro Trainingseinheit.
- Setze dir für jeden Schlag ein konkretes Ziel (z. B. Fahne, Bereich, Flugkurve).
- Wechsle regelmäßig das Ziel oder die Distanz, um den Fokus hoch zu halten.
- Nutze einfache Challenges, um dein Training messbar zu machen.
Beispielübung – 10-Ball-Zielübung (leicht umsetzbar):
- Nimm dir 10 Bälle und wähle einen Schläger.
- Suche dir für jeden Ball ein neues Ziel auf der Range (z. B. Fahnen, Markierungen).
- Versuche, den Ball möglichst nah ans jeweilige Ziel zu spielen.
- Zähle am Ende, wie viele Schläge im Zielbereich (z. B. Umkreis von 5–10 Metern) gelandet sind.
Ziel: 7 von 10 Treffern – so erkennst du, ob du wirklich Kontrolle hast.
Mythos #2: „Erst wenn meine Technik perfekt ist, kann ich gut spielen“
Viele Golfer verbringen Jahre damit, ihren Schwung zu perfektionieren – in der Hoffnung, dass ein „technisch sauberer“ Schlag automatisch zu besserem Golf führt. Doch in Wahrheit ist die Technik nur EIN Baustein des Spiels.
Auf dem Platz zählt mehr: Du triffst Entscheidungen, spielst unter Druck, hast schwierige Lagen, wechselnde Bedingungen. Und plötzlich funktioniert der geübte Schwung aus der perfekten Standposition nicht mehr. Denn: Golf ist kein reiner Techniksport – es ist ein Entscheidungsspiel.
Warum Technik überschätzt wird:
- Technik allein bringt keine Tiefe ins Spiel. Sie ist wichtig – aber sie reicht nicht.
- Auf dem Platz brauchst du mehr: mentale Stärke, Spielstrategie, Schlagvariationen, Routinen.
- Viele Golfer können zwar „schön“ schwingen – aber sie verlieren Schläge durch falsche Entscheidungen oder fehlende Vorbereitung.
Was du brauchst, ist ein Techniktraining, das im Kontext steht – also unter Druck, in wechselnden Spielsituationen und mit klarem Ziel.
Was du stattdessen tun solltest:
- Baue regelmäßig Spielszenarien in dein Training ein (z. B. Hanglagen, Wind, Drucksituationen).
- Übe Technik unter mentalem Druck – zum Beispiel mit Scorevorgabe oder „letzter Ball muss sitzen“-Situationen.
- Trainiere Routinen und Pre-Shot-Abläufe konsequent mit.
Beispielübung – 3-Ball-Drill mit wechselnden Lagen:
- Lege drei Bälle in verschiedene Lagen:Einer liegt flach und ideal,Einer leicht bergab,Einer im Semirough.
- Einer liegt flach und ideal,
- Einer leicht bergab,
- Einer im Semirough.
- Ziel: Spiele jeden Ball bewusst – mit passender Schlagwahl, Routine und Strategie.
- Variiere Zielzonen und konzentriere dich auf den Entscheidungsprozess vor dem Schlag.
-> So lernst du, Technik im Spielkontext anzuwenden – und nicht nur unter Laborbedingungen.
Mythos #3: „Auf dem Platz wird gespielt – trainiert wird nur auf der Range“
Ein verbreiteter Irrtum: Viele glauben, dass der Platz nur für die Scorekarte da ist – und das „richtige“ Training ausschließlich auf der Driving Range stattfindet. Doch das ist ein massiver Denkfehler. Denn Golf findet auf dem Platz statt – mit echten Entscheidungen, wechselnden Lagen und mentalem Druck.
Wer ausschließlich auf der Range trainiert, lernt weder Strategie noch Anpassung. Viele Range-Helden scheitern auf dem Platz, weil sie nicht geübt haben, unter realen Bedingungen zu denken und zu handeln.
Warum Platztraining essenziell ist:
- Nur auf dem Platz lernst du, mit echtem Druck, Variabilität und Strategie umzugehen.
- Du entwickelst ein Gefühl für Risikobewertung, Schlagwahl und Score-Management.
- Du merkst, welche Situationen dir liegen – und wo du noch Reserven hast.
Was du stattdessen tun solltest:
- Integriere regelmäßig Trainingsrunden mit klarem Ziel in deinen Wochenplan.
- Nutze spielnahe Formate wie „Worst-Ball“ (immer den schlechteren Ball spielen) oder Stableford gegen dich selbst.
- Analysiere nach der Runde: Welche Entscheidungen waren gut? Wo hast du unnötig Schläge verloren?
Beispielübung – 9-Loch-Runde mit Scoreziel:
- Spiele allein oder mit einem Trainingspartner 9 Loch.
- Setze dir ein realistisches Scoreziel (z. B. 39 Netto).
- Konzentriere dich auf Routine, Schlagwahl und Selbstreflexion.
- Nach der Runde: Notiere, was funktioniert hat – und was du beim nächsten Mal anders machen willst.
-> Diese Übung bringt dich dem echten Spiel näher als jede Range-Session.
Trainiere klüger, nicht härter
Die meisten Amateure könnten ihr Spiel deutlich verbessern – wenn sie aufhören würden, alten Trainingsmythen hinterherzulaufen. Es geht nicht darum, noch mehr Zeit auf der Range zu verbringen, sondern die vorhandene Zeit smarter zu nutzen.
Deine wichtigsten Erkenntnisse:
- Qualität schlägt Quantität. Weniger Bälle, mehr Fokus.
- Technik ist wichtig – aber nur ein Teil. Denk ganzheitlich.
- Platztraining ist Training. Nicht nur „spielen“, sondern gezielt üben.
- Druck, Entscheidung und Strategie kann man trainieren.
- Jede Einheit braucht ein Ziel.
Dein nächster Schritt
Du hast jetzt gesehen, warum viele Golfer trotz Fleiß kaum besser werden – und was du stattdessen tun solltest, um dein Spiel wirklich auf das nächste Level zu bringen.
Wenn du merkst, dass du dich oft im Kreis drehst – auf der Range wie auf dem Platz – dann ist genau jetzt der richtige Moment, den nächsten Schritt zu gehen.
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In dieser Session analysieren wir gemeinsam:
- Wo du aktuell mit deinem Spiel stehst
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Let’s GO LOW!
Dein Luca Sommer
Golf-Professional und Gründer von GO LOW Coaching