Eigentlich wollten die amerikanische PGA-Tour und die mit öl-Milliarden finanzierte zum Jahreswechsel das Konzept für eine gemeinsame Turnierserie präsentieren. Damit wäre der im Frühling 2021 entfachte Wettstreit um die prominentesten Spieler beendet gewesen. Doch nun dies: Der 29-jährige Masters-Sieger Jon Rahm wechselt für eine Garantiesumme von 300 Millionen Dollar die Seite und spielt künftig auf der Saudi-Tour. Der Spanier ist bisher der spektakulärste Fang der mit Unterstützung der mit Unterstützung des saudiarabischen Staatsfonds auf die Beine gestellten neuen Veranstaltungsreihe. Diese setzt also offenbar ihre Taktik fort, für viel Geld prominente. Golfprofis abzuwerben. Die ersten Spieler wie Phil Mickelson, Lee Westwood und Sergio Garcia sind schon um die 50 und haben den Zenit überschritten: Dustin Johnson und Brooks Koepka hatten gegen jüngere Spieler zunehmend einen schweren Stand. Anders Jon Rahm. Er ist die Nummer 3 der Welt und dürfte auch in den kommenden Jahren zu den dominierenden Figuren gehören.
Der Spanier befindet sich allerdings in einer besseren Ausgangslage als andere LIV-Spieler, deren Resultate nicht länger für die Kalkulation der Weltrangliste angerechnet werden. Dieses Ranking sichert den Top-Spieler die Teilnahmeberechtigung für 3 der 4 bedeudentsten Turniere des Jahres. Rahm kann beruhigt in die nähere Zukunft blicken. Mit seinen 2 Majors-Siegen erfüllt er bereits diese Qualifikationskriterier, und am Masters in Augusta ist er auf Lebenszeit startberechtigt.
Anders ist die Situation beim Ryder-Cup. Die Verantwortlichen der europäischen Tour zeigten bisher jedem Abtrünnigen die kalte Schulter und ersetzten sogar den Captain, den Schweden Henrik Stenson, durch den Engländer Luke Donald. Fazit: Die Verpflichtung Rahms ist eine regelrechte Kampfansage.