Indoor ist nicht schlechter – nur anders
Indoor Golftraining wird oft unterschätzt. Dabei ist es ideal, um deine Technik objektiv zu analysieren. Allerdings musst du wissen, was indoor sinnvoll trainierbar ist – und was nicht.
Was du indoor optimal trainieren kannst:
- Technische Schlagparameter wie Low Point oder Attack Angle
- Startwerte des Balls wie Carry Distance, Spin Rate, Launch Direction
- Treffqualität, z. B. wo du den Ball auf der Schlagfläche triffst (Impact Location)
Was indoor nicht möglich ist:
- Realer Ballflug
- Rollverhalten auf dem Boden
- Enter Einfluss von Wind, Wetter oder Gelände
- Gefühl für den Bodenkontakt, besonders im kurzen Spiel
Fazit: Indoor ist Analyse-Zeit. Wer hier gezielt arbeitet, startet im Frühjahr mit einem echten technischen Vorsprung.
5 wichtige TrackMan-Werte im Indoor-Training
Damit dein Wintertraining messbare Ergebnisse liefert, solltest du dich z.B. auf diese fünf Daten konzentrieren. Sie liefern dir nicht nur exakte Rückmeldungen – sie zeigen dir auch, was du wirklich verbessern musst.
1. Low Point – Der tiefste Punkt deines Schwungs
Der Low Point beschreibt den Punkt im Schwung, an dem der Schläger den tiefsten Punkt erreicht. Bei Eisenschlägen sollte dieser Punkt nach dem Ballkontakt liegen, damit du den Ball sauber und mit Druck triffst.
- Warum wichtig? Ein zu früher Low Point führt zu fetten Schlägen (Ball zu früh getroffen) oder dünnen Kontakten (Ball mit unterem Schlägerblatt berührt).
- Zielbereich: 3 bis 5 cm nach dem Ball
- Trainingsnutzen: Kontrollierst du den Low Point, verbesserst du sofort deinen Ballkontakt und die Schlagqualität.
2. Face to Path – Schlagflächenstellung zur Schwungbahn
Dieser Wert zeigt dir, wie deine Schlagfläche im Moment des Treffens zur Schwungrichtung steht. Er ist der wichtigste Faktor für die Kurve des Ballflugs.
- Warum wichtig? Eine offene Schlagfläche (Face to Path > 0°) erzeugt einen Slice oder Fade. Eine geschlossene Schlagfläche (Face to Path < 0°) produziert einen Hook oder Draw.
- Zielbereich: Für gerade Schläge möglichst nahe bei 0°. Für gezielte Kurven: Draw bei –2° bis –4°, Fade bei +2° bis +4°.
- Trainingsnutzen: Wenn du lernst, diesen Wert zu kontrollieren, steuerst du deine Schlagrichtung gezielt – statt dich auf dein Gefühl zu verlassen.
3. Carry Distance – Die wahre Länge deiner Schläge
Die Carry Distance gibt an, wie weit der Ball durch die Luft fliegt – ohne Roll. Das ist die entscheidende Distanz auf dem Platz, z. B. wenn du einen Ball übers Wasser oder aufs Grün schlagen willst.
- Warum wichtig? Viele Spieler trainieren auf Total Distance (inkl. Roll), aber nur Carry ist wirklich zuverlässig reproduzierbar – besonders bei weicheren Grüns.
- Zielbereich: Abhängig vom Schläger – entscheidend ist die Konstanz.
- Trainingsnutzen: Indoor kannst du deinen Carry für jeden Schläger exakt bestimmen und dein Längenspektrum besser verstehen.
4. Impact Location – Wo triffst du den Ball auf der Schlagfläche?
Dieser Wert zeigt an, ob du den Ball mittig, an der Hacke oder an der Spitze triffst. Er beeinflusst sowohl Richtung als auch Länge des Ballflugs – oft stärker als dir bewusst ist.
- Warum wichtig? Schon wenige Millimeter Abweichung von der Mitte können den Ballflug deutlich verändern.
- Zielbereich: Möglichst nahe an der Mitte der Schlagfläche.
- Trainingsnutzen: Eine gleichmäßige Treffqualität verbessert dein Gefühl, deine Energieübertragung und deine Länge – bei gleichbleibender Technik.
5. Launch Direction – Die wahre Startlinie deines Balls
Launch Direction beschreibt die Richtung, in die der Ball direkt nach dem Treffmoment startet – nicht zu verwechseln mit der finalen Flugbahn. Sie hängt stark von Schlagfläche und Schwungrichtung ab.
- Warum wichtig? Viele Spieler glauben, sie schlagen in Richtung Ziel – Launch Direction zeigt, ob das wirklich stimmt.
- Zielbereich: ±1° zur Zielrichtung bei kurzen bis mittleren Eisen.
- Trainingsnutzen: Du kannst Startlinien exakt kontrollieren und gerade Schläge gezielt reproduzieren – ideal für Drills mit Ziel-Gates oder Ausrichtungshilfen.
So strukturierst du eine effektive Indoor-Session
Ein durchdachter Trainingsablauf bringt mehr als stundenlanges Ballhauen:
- 3–5 Bälle zum Aufwärmen
- Zwei Fokus-Werte pro Einheit auswählen, z. B. Low Point und Face to Path
- Drei Serien à 10 Bälle mit gezieltem Fokus
- Videoaufnahme oder Feedback durch Datenkontrolle
- Drills einsetzen, um den Wert systematisch zu verbessern
Wichtig ist, dass du immer mit klarem Ziel und Messwerten trainierst. So wird jeder Schlag zum wertvollen Feedback.
Fazit: Indoor ist der Schlüssel zu deinem technischen Durchbruch
Indoor Golftraining ist keine Notlösung für kalte Tage – sondern deine Gelegenheit, dein Spiel grundlegend zu verbessern. Mit der richtigen Analyse, den passenden TrackMan-Werten und gezielten Übungen kannst du genau die Bereiche trainieren, die dich am meisten weiterbringen. Wer den Winter richtig nutzt, startet im Frühjahr nicht von vorn – sondern mit echtem Vorsprung.
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- Low Point verbessern
- Face to Path kontrollieren
- Carry-Distanz messen und einschätzen
- Treffmoment optimieren
- Launch Direction trainieren
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Let´s GO LOW!
Dein Luca Sommer