Donald Trump und sein Golf

Profit vor Prinzipien

am 08. Aug 2022 um 09:49 Uhr von Daniel Trüb

Donald Trump und sein Golf

Und wieder einmal kann ich aus der NZZ berichten. Fazit: Auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump verdient an der umstrittenen, von saudischen Milliarden finanzierte neue Golfserie. Trumps kennt nur ein Hobby: Er spielt Golf - und das fast nur auf Plätzen, die seinen Namen tragen. Seine Lieblingsanlage befindet sich in Bedminster unweit von New York. Unabhängig vom fremden Geld konnte Trump konnte er mit seiner Leidenschaft den Betrieb seiner Golfklubs mit enormen Geldspritzen aus der Staatskasse unterstützen, als er noch Präsident der USA war. Denn zu seinem Gefolge gehörten zahllose Sicherheitskräfte, die in Wohnungen auf dem Gelände untergebracht und mit vom Steuerzahler gemieteten Golfcarts ausgestattet wurden. Die Summen gingen in die Millionen. Eine vielköpfige Schutztruppe, die ihm auch nach der Abwahl zusteht.

Diese begleitete ihn auch vor einer Woche, als es sich der 76-Jährige nicht nehmen liess, als Werbelokomotive in Erscheinung zu treten. Da gastierte die vom saudischen Staatsfonds mit insgesamt mehr als 2 Milliarden Dollar finanzierte, neue Golftour auf seiner Anlage. Andernfalls wäre das Ereignis wohl kaum von den Medien wahrgenommen worden. Da diese Golfserie nicht im Fernsehen übertragen wird, sondern quasi "nur" auf Facebook und Youtube, werden relativ nur wenige Zuschauer angesprochen. Trumps Beteiligung, dessen Verwicklung in den Sturm militanter Anhänger auf das Capitol den Kongress und mehrere Staatsanwaltschaften beschäftigt, ist nicht schwer zu verstehen: Sie nutzt seinen geschäftlichen Interessen. Genauso wie jenen der Spieler, die am Projekt mitwirken.

Profit statt Prnzipien. Das hatte Trump bereits in seiner Amtszeit als US-Präsident dokumentiert, als er den Mord am saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi in Ankara heruntergespielt hatte. Und ausgerecht muss Greg Norman Chefmanager der neuen Turnierserie werden, der jede Kritik an sich abperlen lässt. Er gab im Kabelkanal Fox News zu, dass man Tiger Woods abzuwerben versucht hatte. Die Offerte: um die 700 Millionen Dollar. Woods, der berühmteste Golfprofi der Welt, lässt sich aber offenbar nicht kaufen. Er sagt: "Ich verstehe das nicht. Wenn die Bezahlung garantiert ist, woraus besteht dann die Motivation, überhaupt noch zu trainieren?" Klar? Klar!

Daniel Trüb

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Deggendorfer GC

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