In diesem Beitrag zeige ich dir die vier häufigsten Schräglagen – und wie du sie mit dem richtigen Eintreffwinkel und Stand meisterst.
Grundprinzip: Der Eintreffwinkel macht den Unterschied
Es gibt zwei grundsätzliche Eintreffwinkel im Golfschwung:
- Flach – der Schläger kommt eher von innen, flacher ins Treffmoment
- Steil – der Schläger trifft den Ball mit einem steileren Winkel von oben
Die Wahl des Eintreffwinkels hängt direkt mit der jeweiligen Hanglage zusammen. Eine einfache Faustregel hilft dabei:
„Wenn der Hang abhaut – schwing steil. Wenn der Ball zu dir kommt – schwing flach.“
🟦 1. Ball unter den Füßen
Ausgangslage:
Der Ball liegt tiefer als deine Fußstellung – typisch bei seitlichem Gefälle weg vom Körper.
So passt du dich an:
- Geh tiefer in die Knie – „Skispringer-Stand“
- Gewicht mehr auf den vorderen Fuß
- Eintreffwinkel wird steiler
- Griff nicht verkürzen – lieber in die Tiefe arbeiten
Typische Ballflug-Tendenz:
- Für Rechtshänder: Ball startet nach rechts
- Tipp: Ziel etwas nach links ausrichten, um zu kompensieren
🟨2. Ball bergab
Ausgangslage:
Der Ball liegt unterhalb deiner Füße und das Gelände fällt zusätzlich bergab.
So passt du dich an:
- Mit dem Hang lehnen, nicht dagegenstellen
- Gewicht etwas vorne lassen
- Körper parallel zum Hang ausrichten (z. B. Reißverschluss zeigt Richtung Hang)
- Steiler Eintreffwinkel für sicheren Bodenkontakt
Typische Ballflug-Tendenz:
- Flacherer Flug
- Weniger Spin, mehr Roll nach der Landung
🟩 3. Ball über den Füßen
Ausgangslage:
Der Ball liegt höher als deine Füße – z. B. bei Hangneigung zum Körper hin.
So passt du dich an:
- Aufrechter Stand – kein Abducken
- Gewicht gleichmäßig verteilen
- Flacher, runder Schwung – fast wie ein Baseballschlag
Typische Ballflug-Tendenz:
- Ball zieht nach links (bei Rechtshändern)
- Tipp: Ziel etwas nach rechts nehmen
🟧 4. Ball bergauf
Ausgangslage:
Das Gelände steigt in Spielrichtung an – der Ball liegt bergauf.
So passt du dich an:
- Mit dem Hang lehnen (nicht aufrecht bleiben!)
- Gewichtsverlagerung mit dem Hang mitgehen
- Flacherer Eintreffwinkel
Typische Ballflug-Tendenz:
- Höherer Ballflug
- Weniger Länge – einen Schläger mehr wählen!
Video-Tipp:
Wenn du dir die Bewegungen lieber visuell ansehen möchtest, findest du auf meinem YouTube-Kanal ein passendes Video mit allen vier Hanglagen, Demonstrationen, Flugrichtungen und Tipps zur Ausrichtung.
Fazit
Die Schräglage ist kein Grund zur Verzweiflung – wenn du die Grundlagen kennst. Entscheidend sind dabei Haltung, Balance, Schwungbahn und vor allem: der richtige Eintreffwinkel. Mit etwas Übung wirst du auch unter realen Platzbedingungen sicherer und konstanter spielen.