Olympia ist immer noch aktuell, denn sie findet dieses Jahr statt, und zwar vom 23. Juli bis zum 8. August. Denn als im Frühjahr 2020 die Covid-19-Pandemie ausbrach, wurden die Spiele um ein Jahr verschoben. Bedingt durch die Pandemie sollen sie ohne ausländische Zuschauer, Angehörige von Athleten und nur mit wenigen Volunteers stattfinden.
Diesen Beitrag schreibe ich, weil sich die Schweizer Spielerin Albane Valenzuela zum zweiten Mal für die olympischen Spiele qualifiziert hat. Auch eine zweite Schweizerin - Morgane Métraux - hat sich für das kleine Teilnehmerfeld qualifiziert, und zwar mit ihrem ersten Sieg auf der amerikanischen Symetra-Tour. Doch leider verzichtet sich auf eine Teilnahme. Sie lässt sich folgendermassen zitieren: Die Spielerin fühle sich geehrt, sich für die Schweiz qualifiziert zu haben. Doch nach langem Überlegen und Abwägen entschied sie sich, den Olympia-Traum nochmals um drei Jahre zu verschieben - die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2024 in Paris statt.
Was Morgane Métraux wichtig ist, ist die Qualifikation für die LPGA-Tour. Auf der Symetra-Tour liegt sie im Ranking auf Platz 4 in der Jahreswertung, und dies nach 10 von 20 Turnieren. Ende Jahr qualifizieren sich die besten 10 für die höchste Tour. Sie sagt auch, dass die LPGA-Tour ihr grosses Ziel ist. Wenn sie an Olympia teilgenommen hätte, so hätte sie auf sehr wichtige Turniere auf der Symetra-Tour verzichten müssen, und dies hätte nach ihrer Ansicht den Aufstieg auf die höchste Tour gefährdet.
Albane Valenzuela lässt sich wie folgt zitieren: "Ich bin so stolz und aufgeregt, die Schweiz diesen August bei den olympischen Spielen erneut zu vertreten. Die Spiele 2016 in Rio waren der Höhepunkt meiner Karriere, und ich kann es kaum erwarten, jetzt als Profi zurückzukehren." Den einzigen Auftritt in der Nähe der Schweiz bestreitet sie Ende Juli direkt vor dem Abflug nach Tokio. Die Amundi Evian Championship ist quasi ein «Heimspiel» für die Genferin. Dank dem Sieg auf der Symetra Tour qualifizierte sich auch Morgane Métraux
erstmals für die Evian Championship. Sie sagt: "Ich bin direkt am See
aufgewachsen. Evian war der erste Event, zu dem ich gegangen bin, es war
das Grösste für mich als kleines Mädchen. Ich habe immer davon
geträumt, dort zu spielen, und zu wissen, dass ich tatsächlich dabei
sein werde, ist unglaublich.", so ihre Aussage nach ihrer ersten Qualifikation
für ein Major. So werden Ende Juli erstmals zwei Schweizerinnen beim einzigen Major auf dem europäischen Festland zu beobachten sein. Das ist die eindeutig die einmalige Chance, die besten Proetten der Welt aus der Nähe zu sehen.