Back Nine: Verband stellt sich nach "Betrüger"-Vorwurf hinter Bradley
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„Betrüger“-Ruf: US-Verband stellt sich hinter Bradley

Woods ist bei Forbes vorne, McIlroy schießt mitten ins Publikum und die Old-Course-Bauarbeiten liegen bei den Architekten hinten.

Keegan Bradley - Golf Post
Angegangen von einem Zuschauer: Keegan Bradley (Foto: Getty)

Das für 2016 beschlossene Verbot des Puttens mit am Körper verankertem Schläger hat bereits Konsequenzen: „Belly-Putter“ Keegan Bradley wurde während der World Challenge aus dem Publikum als „Betrüger“ beschimpft. Der US-Golfverband USGA beeilte sich festzustellen, „Anchoring“ sei nach wie vor regelkonform: Änderungen beträfen stets die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Daher dürfe es nicht den Hauch eines Zweifels an den so spielenden Golfern und ihren Leistungen geben. Bradley selbst fand die Zuschaueräußerung „sehr traurig“ und die USGA-Schützenhilfe „sehr nett“.

Woods hat TV-Werbewert von 18,9 Millionen Dollar

Weltrangliste hin, Geldranglisten her: Als Werbefigur ist Tiger Woods nach wie vor das Maß der Dinge. Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes beziffert den Werbewert für Woods‘ Sponsoren durch dessen TV-Präsenz auf 18,9 Millionen Dollar. Rory McIlroy bringt es nur auf 12,9 Millionen Dollar.

Jet-Setter McIlroy: Von Aspen nach Brasilien

Rory McIlroy gönnt sich ein paar gemächliche Tage. Nach einem Kurzurlaub mit Freundin Caroline Wozniacki im US-Nobel-Skiort Aspen fliegen die beiden nach Brasilien, wo das dänische Tennis-As am 7. Dezember in Sao Paulo ein Schau-Spiel gegen die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa bestreitet.

Michael Jordan nach Hosen-Streit künftig unerwünscht

Basketball-Ikone Michael Jordan und der piekfeine La Gorce Country Club in Miami Beach haben ein Problem miteinander, seitdem der Superstar in legeren (Cargo-)Shorts auf dem Platz „erwischt“ wurde. Das ist nämlich laut Club-Etikette verboten. Jordan weigerte sich aber, für die Schlusslöcher noch die Hose zu wechseln; La Gorce will ihn nun nicht mehr spielen lassen. Jordans Antwort: „Kein Problem!“ Will heißen: „Na und?“

Management-Riese Troon lockert Bekleidungs-Vorschriften

Das passt zur Jordan-Meldung: Troon Golf, größter Golfanlagen-Betreiber der Welt mit Plätzen in 25 Ländern, lockert die Bekleidungsvorschriften auf den von ihm gemanagten öffentlichen Anlagen. Shorts aller Art und sogar Jeans sind künftig erlaubt.



Der „Celtic Tiger“ und seine Driver-Querschläger

Rory McIlroy und sein Publikum, das kann auch mal schmerzhaft werden: Bei der DP World Tour Championship in Dubai hat der „Celtic Tiger“ zum dritten Mal in diesem Jahr mit dem Driver einen Zuschauer „angeschossen“. Für Lucy Butler gab‘s als Entschädigung ein Caddie-Leibchen mit Autogramm. Zuvor waren McIlroy solche Querschläger bei der British Open und bei der PGA Championship passiert.

Berühmte Ponte Vecchio in Florenz wird zur Tee-Box

Denkmal, die Erste: In Florenz findet Mitte Dezember die zweite Auflage der „Ponte Vecchio Challenge“ statt, bei der von der berühmten Brücke auf schwimmende Grüns im Fluss Arno abgeschlagen wird. 2011 stand auch Bernhard Langer am Tee auf der 767 Jahr alten Brücke.

Willie Park kommt „zu Vatern“ in die Ruhmeshalle

Denkmal, die Zweite: Willie Park Jr., 1887 und 1889 Sieger der Open Championship und erfolgreicher Golfplatz-Architekt, wird als „Veteran“ in die World Golf Hall of Fame aufgenommen, wo bereits sein Vater, der vierfache Open-Champion Willie Park Sr., verewigt ist. Nach Old und Young Tom Morris sind die Parks das zweite Vater-Sohn-Paar in der Ruhmeshalle.

Kritik an Old-Course-Bauarbeiten: „Reflexhafte Reaktionen“

Denkmal, die Dritte: Ungeachtet der enormen Proteste haben die Umbauarbeiten am Old Course in St. Andrews, u. a. an der Sieben, am Grün der Elf und am Road-Hole-Bunker, begonnen. Die Kritik gipfelt gar im Vorwurf der „Arroganz“ (Australiens fünffacher Open-Sieger Peter Thomson) gegenüber der Bedeutung des Old Course für die Golfplatz-Architektur. Der europäische Golf-Architekten-Verband EIGCA hat bei einer Mitglieder-Befragung mit deutlicher Mehrheit die Antwort erhalten, dass Änderungen am Old Course allenfalls akzeptabel seien, wenn sie dessen historische Aussagen berücksichtigten. R&A-Chef Peter Dawson nennt das alles „reflexhafte Reaktionen“.