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Die Puerto Rico Open liefern nach zwei Runden genau das, was dieses Turnier auf der PGA Tour so oft ausmacht: Chancen für neue Namen, und mittendrin ein deutsches Duo, das sich auf Grand Reserve Golf Club in Rio Grande stark in Position gebracht hat. Gespielt wird auf einem Par-72-Kurs, der zwar lang ist, aber über breite Fairways und angreifbare Par-5-Bahnen auch niedrige Scores zulässt.
Chandler Blanchet vorne weg nach zwei Runden
An der Spitze steht nach Runde zwei Chandler Blanchet. Der Amerikaner bestätigte seine starke Auftaktrunde und legte am Freitag eine 67 nach. Zusammen mit der 64 vom Donnerstag steht er bei -13 und hat sich damit vier Schläge Vorsprung erspielt. Auffällig: Blanchet nahm am Freitag alle Par-5-Bahnen mit Birdies auseinander und stellte mit seinem Polster einen Turnierwert ein, der in Puerto Rico nach 36 Löchern selten so deutlich ausfällt. Für Blanchet ist das auch persönlich ein wichtiger Schritt: Es ist sein erster Cut der Saison, und damit erstmals in diesem Jahr die Chance, am Wochenende um ein Ergebnis zu spielen und nicht schon nach zwei Runden abreisen zu müssen.
Hinter ihm bleibt Gordon Sargent der erste Verfolger. Nach der 65 zum Start spielte er am Freitag eine 70 und liegt bei -9 auf Rang zwei. Dahinter wird es eng, und genau dort tauchen die Deutschen auf.
PGA Tour: Jeremy Paul hält Anschluss an die Spitze
Jeremy Paul bleibt nach zwei Runden ganz vorne dabei. Auf dem Grand Reserve Golf Club spielte der Deutsche am Freitag eine bogeyfreie 67 und sammelte dabei fünf Birdies. Nach einem ruhigen Start kam der erste Schlaggewinn an der 4, wenig später legte er auf dem Par 5 der 6 nach und bog bei zwei unter Par auf die Back Nine ab. Dort blieb er lange stabil, bevor er sich auf den Schlusslöchern richtig in Stellung brachte: Ab Bahn 14 zündete Paul ein starkes Finish mit drei Birdies auf Loch 14, 15 und 16. Die letzten zwei Löcher spielte er dann fehlerfrei zu Ende, mit zwei Pars auf Loch 17 und 18. Damit steht er zur Halbzeit bei -8 auf Platz 3 und hat vor dem Wochenende klaren Kontakt zur Spitze. In diesem Bereich des Leaderboards stehen nicht nur solide Tour-Profis, sondern auch Namen, die das Turnier medial ziehen: Blades Brown, der erst 18 Jahre alt ist, kam ebenfalls mit einer 67 durch und bleibt genauso bei -8 wie Ricky Castillo und Jesper Svensson. Für Paul ist das zur Halbzeit eine richtig gute Ausgangslage: Er ist nah genug dran, um am Moving Day sofort Druck nach oben zu machen.
Matti Schmid dreht am Freitag auf und spielt sich unter die Top 10
Aus deutscher Sicht war die zweite Runde von Matti Schmid besonders wertvoll, weil sie auf dem Grand Reserve Golf Club trotz eines frühen Rückschlags stabil blieb. Nach der 71 am Donnerstag spielte er am Freitag eine 66 und sprang damit auf Platz 7. Schmid kassierte an Loch 5 ein frühes Bogey, antwortete aber sofort mit Birdies auf 6 und 7 und drehte die Runde damit direkt wieder in die richtige Richtung. Danach hielt er den Score mit sicheren Pars zusammen und nutzte seine Chancen konsequent, vor allem auf den längeren Bahnen, wo der Kurs Punkte anbietet, wenn die Annäherungen sitzen. Den Schlusspunkt setzte er mit einem Birdie auf der 17 und geht damit mit Rückenwind und einer klaren Ausgangslage ins Wochenende.