Bilder des Tages
Rory McIlroy trotzte den schwierigen Wetterbedingungen im Riviera Country Club und sicherte sich mit einer 66 (-5) gemeinsam mit Jacob Bridgeman die Klubhausführung beim Genesis Invitational. Die Auftaktrunde entwickelte sich zu einer echten Geduldsprobe, geprägt von Dauerregen, einer dreistündigen Unterbrechung und später einsetzendem, kaltem Wind.
Regen und Wind legt PGA Tour in Riviera lahm
Schon am Vormittag verwandelte starker Regen die ohnehin weichen Grüns in eine heikle Herausforderung. Pfützen auf den Puttingflächen zwangen die Turnierleitung zu einer dreistündigen Unterbrechung. Als die Spieler zurückkehrten, präsentierte sich der Platz in einer seltenen Mischung aus extrem weich und zugleich überraschend schnell. Dazu blies ein kräftiger, kalter Wind über die Anlage in Pacific Palisades. Viele Akteure kämpften sichtbar mit den Bedingungen.
Besonders bitter verlief der Tag für den Weltranglistenersten Scottie Scheffler. Nach zehn gespielten Löchern liegtg er bei +5, ohne ein einziges Birdie und damit am Ende des 72-köpfigen Feldes. Wegen einsetzender Dunkelheit konnte er seine Runde nicht beenden. Es wäre das dritte Turnier in Folge, bei dem Scheffler zum Auftakt nicht unter Par bleibt.
McIlroy mit Blitzstart und neuer Gelassenheit
Ganz anders präsentierte sich Rory McIlroy. Der Nordire startete furios mit drei Birdies auf den ersten vier Löchern. Lediglich ein Schlagverlust stand am Ende auf seiner Karte. Mit der 66 schloss er zu Bridgeman auf und bewies einmal mehr seine gewachsene Reife bei widrigen Bedingungen.
„Ich habe angefangen, diesen Golfstil wirklich zu genießen“, erklärte McIlroy nach der Runde. Früher habe er solche Bedingungen gemieden, heute sehe er sie als Herausforderung. „Wenn Sie mich vor zehn Jahren gefragt hätten, hätte ich gesagt, dass ich diese Bedingungen nicht mag, aber meine Einstellung hat sich geändert, und vielleicht ist es auch nur eine Fortsetzung meiner Bemühungen, auf meinen Fähigkeiten aufzubauen“
No rain is stopping Rory 💪
He's tied for an early lead at 3-under thru 4 @TheGenesisInv.
📺 @GolfChannel pic.twitter.com/ztO0dIDCaZ
— PGA TOUR (@PGATOUR) February 19, 2026
Bridgeman glänzt bei Signature-Debüt
Für Jacob Bridgeman war es ein Einstand nach Maß. Bei seinem ersten Start in einem PGA Tour Signature Event eröffnete er das Turnier mit einem gelochten 15-Fuß-Eagle-Putt am Par-5-Auftaktloch.
Zwar geriet sein Rhythmus vor der Unterbrechung kurzzeitig ins Stocken, doch nach Wiederaufnahme, als der Wind am stärksten wehte, spielte Bridgeman groß auf: fünf Birdies auf den letzten zehn Löchern, nur ein verfehltes Grün nach der Pause.
„Ich denke, eine meiner Stärken ist es, Schläge zu spielen, bei denen andere nicht genau wissen, wie weit sie fliegen“, sagte Bridgeman. Gerade bei böigem Wind habe ihm dieses Gefühl für Distanz einen entscheidenden Vorteil verschafft.
Rai und Morikawa auf Kurs
Noch besser unterwegs war bisher Aaron Rai, der nach 16 Löchern bei -6 liegt, ehe die Dunkelheit dem Engländer einholte. Ein Eagle zum Start sowie insgesamt sechs Birdies bei nur zwei Bogeys konnte Rai bisher notieren.
Auch Collin Morikawa, Sieger der Vorwoche beim AT&T Pebble Beach Pro-Am, mischt mit -3 in den Top Ten mit. Der Kalifornier hatte dabei insbesondere mit den Grüns zu kämpfen: „Ich habe noch nie solche Grüns gesehen“, sagte er. Selbst aus dem Rough ließen sich die Bälle nahezu problemlos stoppen.
Matti Schmid und Sepp Straka trotzen den Bedingungen
Matti Schmid konnte sich bei den schwierigen Bedingungen der Auftaktrunde gut halten. Mit nur einem Bogey und acht Pars ging der Deutsche auf die Back Nine. Diese begann er vielversprechend mit zwei Birdies in Folge auf den Löchern 9 und 10. Auch auf der 17 konnte Schmid ein weiteres Birdie notieren. Bogeys auf Loch 15 und 18 verhinderten schließlich ein besseres Ergebnis, so dass Schmid nach der Auftaktrunde bei Even Par liegt.
Ebenfalls bei Even Par liegt aktuell Sepp Straka.Wie Schmid spielte er auf den Front Nine acht Pars und nur ein Bogey. Auch Straka startete die Back Nine gut mit einem Birdie auf Loch 11. Damit liegt der Österreicher bei Even Par nach 12 gespielten Löchern.
Die erste Runde beim Genesis Invitational wird am Freitag fortgesetzt. Die Wetterprognose verspricht trockene Bedingungen.