Tiger Woods kämpft weiterhin verbissen um eine Rückkehr auf die PGA Tour. Er betonte, dass er täglich trainiert und Fortschritte macht, um seinen Körper wieder auf ein Niveau zu bringen, das Wettkämpfe auf höchstem Level ermöglicht. „Es ist so eine Sache, bei der ich jeden Tag versuche, voranzukommen, stärker zu werden, mehr Ausdauer aufzubauen und meinen Körper auf ein Level zu bringen, auf dem ich wieder auf höchstem Niveau spielen kann“, erklärte Woods. Dabei bestätigte er auch, dass er mittlerweile wieder volle Schläge schlagen kann, doch auch nicht jeden Tag auf einem guten Niveau. Und auch auf die direkte Frage nach einem Comeback antwortete er knapp: „Nun, ich versuche es, so kann man es sagen.“ Ein fester Zeitplan existiert nicht; stattdessen steht der tägliche Fortschritt im Vordergrund.
Die schwere Verletzungsgeschichte
Hinter Woods' aktueller Situation steht eine lange Liste schwerer Verletzungen und Operationen. Seit 2014 hat er zahlreiche Rückenprobleme gemeistert, darunter eine Wirbelsäulenversteifung und mehrere weitere Eingriffe. Im vergangenen Jahr erlitt er eine Achillessehnenruptur im Frühjahr 2025 sowie eine Bandscheibenprothese im Herbst desselben Jahres, seine siebte Rückenoperation insgesamt. „Die Bandscheibenprothese war eine Sache für sich. Es ist herausfordernd – ich hatte einen versteiften Rücken und jetzt eine Prothese“, sagte er. Im Vergleich zu früheren Phasen wirkt die aktuelle besonders belastend. Frühere Operationen hätten die Lebensqualität zunächst verbessert, doch mittlerweile sei der Körper „durch viel mehr gegangen“. Mit dem Einstieg in die 50er denkt Woods erstmals über Alternativen nach. Die Champions Tour wird für den 15-fachen Major Sieger nun eine Option und gerade die Möglichkeit, Events mit einem Golf Cart zu absolvieren, ist für ihn mittlerweile ein möglicherweise ausschlaggebendes Element.
Trotz aller Herausforderungen hält Woods die Tür für große Turniere offen. Auf die Frage, ob das Masters 2026 für ihn „vom Tisch“ sei, antwortete er klar: „Nein.“ Doch wahrscheinlich ist es nicht, dass Woods in nur 50 Tagen auf dem Golfplatz stehen kann, geschweige denn für mehrere Tage
Fokus auf PGA Tour Spielplan
Stattdessen legt der Amerikaner seinen Fokus auf seine Rolle als Spieler Direktor der PGA Tour und die zukünftige Umstrukturierung des PGA Tour Spielplans. Ab Teilen 2026 und vor allem 2027 sollen Veränderungen greifen: ein späterer Saisonstart, Konzentration auf große Märkte, weniger Events insgesamt und mehr Wettbewerb. „Wir würden es gerne 2027 umsetzen. Es könnte sich über ein paar Jahre hinziehen, aber Teile davon werden definitiv schon von 2026 auf 2027 übernommen und verändert“, erklärte Woods.