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2026 wird für den deutschen Profi-Golfsport ein besonderes Jahr: Erstmals unterstützt die Vereinigung clubfreier Golfspieler im Deutschen Golf Verband e.V. (VcG) drei neue Profi-Turniere auf der Pro Golf Tour in Deutschland. Mit den „VcG Bodensee Open“, den „VcG Köln Open“ und den „VcG Neuhof Open“ entsteht ein eigener „German Swing“, bei dem internationale Nachwuchstalente im Juni 2026 auf drei renommierten Turnierkursen antreten. Jedes Event ist mit 40.000 Euro dotiert.
Drei Turniere, drei Bundesländer, jeweils 40.000 Euro Preisgeld
„Mit unserem neuen Engagement auf der Pro Golf Tour möchten wir gezielt deutsche Talente fördern. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Nachwuchsprofis internationale Turniererfahrung zu ermöglichen und ihnen den Weg in höhere Spielklassen und auf die großen Touren zu ebnen“, erklärt Marco Paeke, Geschäftsführer der VcG. Die Turniere finden in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen statt: vom 9. bis 11. Juni auf dem Golfclub Owingen-Überlingen (VcG Bodensee Open), vom 16. bis 18. Juni im Golf- und Land-Club Köln (VcG Köln Open) und vom 23. bis 25. Juni im Golf-Club Neuhof bei Frankfurt am Main (VcG Neuhof Open).
Die beteiligten Clubs zeigen sich begeistert von der Premiere. Jean-Claude Parent, Präsident des Golfclub Owingen-Überlingen, betont, dass die Austragung eines German-Swing-Turniers die sportlichen Ambitionen des Clubs kröne und die Anlage als Gastgeber von höchster Qualität präsentiere. Ähnlich äußert sich Achim Lehnstaedt, Clubmanager des Golf- und Land-Clubs Köln: „Wir schaffen eine Plattform für junge Talente, die den Weg in den internationalen Profisport suchen – und verbinden somit unsere Tradition mit der Zukunft des Golfsports.“ Auch der Golf-Club Neuhof unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für die Förderung von Nachwuchsspielern.
Die Clubs verfügen über eine beachtliche Turnierhistorie. Im Golf- und Land-Club Köln spielten Legenden wie Gary Player, Nick Faldo und Seve Ballesteros bei der German Open. Der Golfclub Owingen-Überlingen war Austragungsort des INGUN Cups und Teil der European Seniors Tour, während der Golf-Club Neuhof mehrfach Deutsche Meisterschaften im Jugend- und Altersklassenbereich ausrichtete.
Die Pro Golf Tour als Sprungbrett für Profis
Die Pro Golf Tour selbst gilt als offizielles Sprungbrett für aufstrebende Golfer: Die Top-5 der Order-of-Merit-Liste erhalten eine volle Spielberechtigung auf der HotelPlanner Tour, während die besten Spieler von der ersten Stufe der Qualifying School befreit werden, was als wichtiger Schritt zur Spielberechtigung zur DP World Tour gilt. Prominentes Beispiel für den Erfolg der Tour ist Martin Kaymer, der 2006 fünf Turniersiege auf der Pro Golf Tour feierte und sich über diese Station und die Challenge Tour (heute HotelPlanner Tour) für die European Tour (heute DP World Tour genannt) qualifizierte.
Die VcG investiert nicht nur in die Pro Golf Tour: Bereits seit Jahren unterstützt der Verein hochklassige Turniere wie die „German Challenge powered by VcG“ auf der HotelPlanner Tour und das „Amundi German Masters powered by VcG“ auf der Ladies European Tour. Beide Turniere zählen zu den wichtigsten Profi-Events im deutschen Golfkalender und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sichtbarkeit und Förderung des Golfsports. Zudem kehrt 2026 erstmals seit sieben Jahren mit der „German Ladies Challenge powered by VcG“ wieder ein LET Access Series-Turnier nach Deutschland zurück. Das Event, das vom 19. bis 21. Juni stattfindet, ist mit 70.000 Euro dotiert – eine überdurchschnittliche Summe auf dieser Nachwuchstour.
Die Fördermaßnahmen der VcG sind Ausdruck des starken Mitgliederwachstums: 2025 verzeichnete der Verein ein Plus von 11,7 Prozent auf 33.412 Mitglieder. Für 2026 stehen rund 1,1 Millionen Euro für Förderprojekte des DGV und mindestens 1,2 Millionen Euro für die Ausrichtung internationaler Profi-Turniere bereit. Mit diesen Schritten will die VcG die Entwicklung des deutschen Profi-Golfs gezielt vorantreiben – eine „rundum positive Entwicklung“ für die nächste Generation von Golfprofis.