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Bei der Valspar Championship konnte der Engländer Matt Fitzpatrick aus Sheffield am finalen Sonntag auf dem Copperhead Course im Innisbrook Resort and Golf Club in Palm Harbor, Florida (USA), seinen dritten Sieg nach einer mehr als zweijährigen Durststrecke auf der PGA Tour feiern. Ein Blick in Fitzpatricks Bag verrät, dass er auf traditionelle Hersteller setzt und seit seinem Sieg beim Saisonfinale der DP World Tour nur Kleinigkeiten in seinem Bag verhändert hat.
Vom Tee aus vertraut Matt Fitzpatrick auf einen Driver von Titleist mit dem kurzen Namen GT3, der an den Rennsport erinnert. Der Name hat jedoch weniger mit Motorsport zu tun, sondern steht für die GT-Serie von Titleist, die für „Generational Technology“ steht. Der Driver, den Fitzpatrick mit einem Loft von 9° spielt, ist einer der ersten im Portfolio von Titleist, der nicht vollständig aus Titan besteht. Die Thermoform-Krone des GT3 aus einem Matrix-Polymer ist laut Hersteller dreimal leichter als eine Titankrone und soll für eine bessere Massenverteilung im gesamten Schlägerkopf sorgen, ohne dass das typische Klang- und Spielgefühl von Titleist verloren geht. Durch das erhöhte Trägheitsmoment (MOI) ist der Driver für Spieler konzipiert, die sowohl eine hohe Schwunggeschwindigkeit als auch viel Fehlerverzeihung wünschen.
Vielseitigkeit mit der TaylorMade Qi35-Serie
Wie viele weitere Profis setzt Fitzpatrick bei den Fairwayhölzern ebenfalls auf die Qi35-Serie von TaylorMade. In seinem Bag führt er ein 3er-Holz mit 15° sowie ein 5er-Holz mit 18° Loft. Die Fairwayhölzer der Qi35-Serie sind aufgrund ihres flachen Profils für ihre Vielseitigkeit bekannt – sowohl vom Tee als auch vom Fairway. Die Serie wurde speziell für Golfer entwickelt, die maximale Ballgeschwindigkeit, Stabilität und eine konstante Performance schätzen. Dies stellte Fitzpatrick bei der DP World Tour Championship eindrucksvoll unter Beweis.
Eine Besonderheit in Fitzpatricks Bag ist das 4er-Eisen von Ping aus der i210-Serie, das er gegen ein i230 austauschte. Die i230-Modelle verwenden ein neues 4-Schicht-Cavity-Badge, das für ein weicheres und zugleich solideres Schlaggefühl sorgt („Thud“-Sound statt „Ting“). Das i210 stammt aus dem Jahr 2021, während das i230 2023 vorgestellt wurde. Das Design des langen Eisens wurde beim i230 kompakter gestaltet – offenbar ein Aspekt, an den sich Fitzpatrick nicht gewöhnen konnte.
Bei seinen übrigen Eisen vertraut er ebenfalls auf den amerikanischen Hersteller aus Phoenix (Arizona), setzt jedoch im Bereich von 5 bis Pitching Wedge auf die S55-Serie. Die S55-Eisen zählen laut Hersteller trotz ihres kompakten Schlägerkopf-Designs zu den fehlerverzeihendsten Tour-Eisen. Obwohl die Serie bereits seit 2013 auf dem Markt ist, bleibt Matt Fitzpatrick seinen bewährten Eisen treu und betrachtet sie keineswegs als „veraltet“.
WITB: Unterschiedliche Schliffe für maximale Kontrolle
Auch bei den Wedges vertraut Fitzpatrick – wie schon beim Driver – auf Titleist. Seine Vokey SM10 Wedges verfügen über zwei unterschiedliche Schliffarten. Die Modelle mit 48° und 52° Loft sind mit einem F-Schliff an der Sohle ausgestattet. Dieser gilt laut Hersteller als Allround-Schliff für Tour-Spieler und ist der am häufigsten gespielte Schliff im Profibereich. Die Wedges mit 56° und 61,5° Loft (angepasst von ursprünglich 60°) verfügen über einen M-Schliff, der als bevorzugter Schliff von Wedge-Designer Bob Vokey gilt. Dieser eignet sich besonders für Spieler, die durch Öffnen und Schließen der Schlagfläche ihre Schläge variieren möchten.
Maßanfertigung beim Mallet-Putter
Seit seinem 16. Lebensjahr spielte Matt Fitzpatrick auf dem Grün einen Yes Tracy II Putter, bevor er 2021 nach einem langen Entscheidungs- und Designprozess zu Bettinardi wechselte – einem Hersteller, der bei vielen Golfern noch unter dem Radar fliegt. Bettinardi entwickelte insgesamt 25 verschiedene Putter für Fitzpatrick, bevor er sich für den BB1 „Fitz“ entschied, der seinen Namen trägt. Ende August dieses Jahres wechselte er bei den Omega European Masters nach vier Jahren auf einen Bettinardi-Mallet-Putter namens DASS BB48 Prototype. Auch mit diesem Modell zählt Fitzpatrick zu den besten Puttern im kurzen Distanzbereich: Aus weniger als drei Metern gilt er als äußerst treffsicher.
Das Unternehmen Bettinardi wurde 1998 von Robert „Bob“ Bettinardi gegründet, der zuvor für Scotty Cameron tätig war. Bis heute steht der Familienbetrieb aus der Nähe von Chicago für Qualität und Präzision „Made in USA“. Beim Golfball bleibt Fitzpatrick – wie viele andere Profis – einem Klassiker treu und spielt den Titleist Pro V1x.