Golf-Equipment

WITB: Jon Rahm durchbricht seine Durststrecke bei LIV Golf mit Callaway

09. Mrz. 2026 von Jean Heidbüchel in Neuss, Deutschland

WITB: Jon Rahm setzt durchweg auf Callaway-Equipment. (Foto: Getty)

WITB: Jon Rahm setzt durchweg auf Callaway-Equipment. (Foto: Getty)

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Bei der LIV-Golf-Liga konnte sich der Spanier Jon Rahm erstmals bei der LIV Golf Hong Kong durchsetzen und damit seine Durststrecke in der Serie beenden. Gespielt wurde auf dem Platz des Hong Kong Golf Club in der gleichnamigen Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China. Auf dem Leaderboard folgte ihm bis zuletzt der Belgier Thomas Detry. Obwohl Detry am Vortag ebenfalls noch auf dem ersten Platz gelegen hatte, konnte er am finalen Sonntag nicht mit Rahms Ergebnis mithalten. Ein Blick in das Bag des 31-jährigen Basken offenbart wenig Überraschungen: Rahm setzt nahezu vollständig auf Ausrüstung des Herstellers Callaway, von dem er seit 2021 gesponsert wird.

WITB: Neuer Driver - bewährte Fairwayhölzer

In der aktuellen Saison ist Rahm auf einen der neuesten Driver von Callaway umgestiegen. Zuvor nutzte der Baske den Callaway Paradym Ai Smoke Triple Diamond sowie den Callaway Elyte Triple Diamond. In Hongkong spielte er nun mit einem Callaway Quantum Triple Diamond mit einem 10,5°-Kopf. Der tourerprobte Driver richtet sich an bessere Spieler und ist auf extrem niedrigen Spin, maximale Kontrolle und hohe Schlagformbarkeit („Workability“) ausgelegt. Das Modell verfügt über eine kompakte 450-ccm-Kopfform mit einer auf Fade ausgerichteten Gewichtung für einen durchdringenden Ballflug. Die Schlagfläche wurde mithilfe von KI entwickelt und soll für zusätzliche Stabilität sorgen.

Während Rahm beim Driver auf ein neues Modell setzt, greift er bei den Fairwayhölzern weiterhin auf bewährte Modelle aus dem Jahr 2024 zurück. Zum einen spielt er ein Callaway Paradym Ai Smoke Triple Diamond HL mit einem Loft von 16,5°, zum anderen ein Callaway Paradym Ai Smoke Triple Diamond mit einem Loft von 18°. Der entscheidende Unterschied liegt im Zusatz „HL“, der für „High Launch“ steht. Diese Variante gehört zu einer speziellen Schlägerreihe, die durch mehr Loft und einen niedrigeren Schwerpunkt einen höheren Ballstart sowie eine steilere Landekurve ermöglichen soll. Zudem sind HL-Modelle häufig leichter konstruiert, um eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit zu unterstützen.

Auf dem anspruchsvollen Kurs des Hong Kong Golf Club griff Rahm außerdem zu seinem Utility-Eisen, das regelmäßig Teil seines Setups ist. Dabei handelt es sich um ein Callaway Apex UT mit einem Loft von 21°, das in seiner Tasche die Lücke zwischen 5er-Holz und 5er-Eisen schließt. Das Apex UT (Utility) gilt als leistungsstarkes, geschmiedetes Driving-Iron für Spieler, die hohe Ballgeschwindigkeiten, präzise Kontrolle und Vielseitigkeit vom Tee oder vom Fairway suchen. Ähnlich wie der Sieger des Arnold Palmer Invitational der PGA Tour, Akshay Bhatia, setzt auch Jon Rahm bei seinen regulären Eisen (5–PW) auf die Apex-TCB-Serie von Callaway. Die Eisen verfügen über eine kompakte Kopfform und sollen präzise Schlagkontrolle mit einem weichen Schlaggefühl verbinden. Möglich wird dies unter anderem durch die Fertigung aus 1025-Carbonstahl sowie durch ein geringes Offset, das eine gezielte Bearbeitung der Flugkurve erleichtert.

Rasiermesserscharfe Wedges: Callaway Jaws Raw

Der Name seiner Wedges erinnert bereits an rasiermesserscharfe Eigenschaften. Die Callaway Jaws Raw besitzen laut Hersteller die aggressivsten Grooves im Golfsport. Die unbehandelte („Raw“) Schlagflächenoberfläche rostet im Laufe der Zeit und wird ab Werk mit einer Schutzfolie ausgeliefert, die ein vorzeitiges Rosten verhindert. Nach dem Entfernen der Beschichtung entsteht eine direktere Verbindung zwischen Ball und Schlagfläche im Treffmoment. In Kombination mit der zunehmend raueren Oberfläche soll so zusätzlicher Backspin erzeugt werden. „Rasiermesserscharfe“ Rillen mit einem 37°-Wandwinkel erhöhen die Schärfe der Rillenkanten. Ab einer Entfernung von etwa 80 Metern fördern sie eine kontrollierte Flugbahn und lassen den Ball schnell stoppen. Rahm führt drei dieser Wedges mit Lofts von 52°, 56° und 60°. Dass er eine besondere Beziehung zu diesen Schlägern hat, zeigt sich auch an den individuellen Gravuren: Auf dem Blade-Back findet sich der Schriftzug „Rahmbo“, ergänzt durch Hinweise auf seine Frau und seine Kinder.

Jon Rahms personaliserte Callaway Jaws Raw-Wegdes. (Foto: Getty)

Jon Rahms personalisierte Callaway Jaws Raw Wegdes. (Foto: Getty)

Konstanz auf dem Grün: Odyssey White Hot Rossie

Seit 2021 hat Jon Rahm an seinem Setup nur wenig verändert – das gilt auch für sein Spiel auf dem Grün. Der zweimalige Major-Champion vertraut weiterhin auf den Odyssey White Hot Rossie, eines der populärsten Modelle aus dem Hause Odyssey, der auf Putter spezialisierte Tochtermarke von Callaway. Während seiner Zeit mit TaylorMade-Equipment spielte Rahm noch einen Spider-Putter. Mit seinem Wechsel zu Callaway im Jahr 2021 stellte er jedoch auf ein Odyssey-Modell um und entschied sich für den Rossie. Die charakteristische Kopfform blieb dabei unverändert, allerdings experimentierte der Spanier zwischenzeitlich mit verschiedenen Versionen – darunter sowohl der klassische White Hot als auch der Ai-One. Am häufigsten findet sich jedoch weiterhin die White-Hot-Variante in seiner Tasche.

Auch sein Ball stammt vom selben Hersteller, dessen Sitz sich ebenfalls im sogenannten „Mekka“ der Golfhersteller in Carlsbad, Kalifornien befindet. Der 2024er Callaway Chrome Tour galt lange als Rahms bevorzugte Wahl und wurde 2026 durch die neueste Version des Modells ersetzt.

 

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