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Bryson DeChambeau siegte bei der LIV Golf South Africa auf dem „The Club at Steyn City“ in der Nähe einer südafrikanischen Metropole in einem spannenden Playoff gegen Jon Rahm. Bis zuletzt konnte der Amerikaner seine Dominanz während des Turniers zeigen, auch wenn Rahm ihm immer wieder auf die Fersen rückte. Ein Blick in sein Bag offenbart, dass sich der 32-Jährige aus Kalifornien einer Vielzahl exotischer Schlägermarken bedient, die nicht jedem Golfer sofort bekannt sind.
WITB: Exotische Driver-Wahl für maximale Distanz
Vom Tee aus startet der LIV-Golf-Sieger direkt mit einem eher ungewöhnlichen Hersteller. Für die meisten Golfer ist ein Driver, der für Long-Drive-Wettbewerbe entwickelt wurde, wohl eher nicht zu empfehlen. DeChambeau hingegen galt schon vor seiner Zeit bei LIV Golf auf der PGA Tour als Spieler mit Schwunggeschwindigkeiten von über 250 km/h und einem hohen Distanzdurchschnitt bei seinen Drives. Er verwendet einen Krank Golf Formula Fire LD Driver mit einem sehr flachen Loft von 6°, der ursprünglich für Long-Drive-Wettbewerbe konzipiert wurde. Der Hersteller gibt an, dass die Schlagfläche aus supergehärtetem Beta-Titan besteht. DeChambeau ist überzeugt, dass die Konstruktion sowie die Wölbung und Rollform des Schlägerkopfes ihm einen geraderen Ballflug ermöglichen.
Auch DeChambeaus Fairwayhölzer stammen vom Hersteller Krank, nachdem er zuvor Cobra-Hölzer gespielt hatte. Die Krank Golf Formula Fire Fairwayhölzer sind mit Lofts von 10° und 13° ausgestattet. DeChambeau gibt an, dass er bewusst niedrigere Lofts wählt, um die Spinrate zu kontrollieren. In der Golfwelt sind diese Hölzer vor allem für extreme Distanzen, hohe Ballgeschwindigkeiten und ihre konsequente Ausrichtung auf Long-Drive-Technologie bekannt. Sie übertragen die Driver-Technologie des Herstellers auf Schläge vom Fairway.
WITB: Maßgeschneiderte Eisen von Avoda
Auch bei seinen Eisen (5–9) setzt DeChambeau auf einen eher unbekannten Hersteller namens Avoda mit den Origin Curved Face One Length Eisen. Die Marke war vor einigen Jahren noch weitgehend unbekannt, gewann jedoch durch die Nutzung auf der Tour – unter anderem durch DeChambeau und Jason Day – schnell an Bekanntheit. DeChambeau spielt einen maßgefertigten One-Length-Satz mit Curved-Face-Technologie, die für engere Streuung bei Fehlschlägen und höhere Ballgeschwindigkeiten sorgen soll. Firmengründer Tom Bailey arbeitete eng mit ihm zusammen, um die Eisen perfekt auf seine Anforderungen abzustimmen. Selbst während seiner Zeit als Markenbotschafter von LA Golf konnte das Forschungs- und Entwicklungsteam diese Eisen nicht zufriedenstellend reproduzieren.
Bereits beim LIV-Golf-Stopp in Singapur 2026 wechselte DeChambeau nach kurzer Testphase auf neue Wedges für Gap- und Sandwedge. Er setzt dabei auf den Hersteller Bettinardi, der vor allem für hochwertige Putter bekannt ist. Die Bettinardi HLX 6.0 Wedges mit Lofts von 49° und 55° wurden für ihn jeweils um ein Grad angepasst. Gefertigt aus hochwertigem Soft-Carbon-Stahl sollen sie neue Maßstäbe in Sachen Leistung und Kontrolle setzen. Die Wedges richten sich an Golfer, die Präzision und Vielseitigkeit verlangen, und bieten dank moderner Schmiedetechnik ein besonders weiches Schlaggefühl. Mit ihrer eleganten Chrom-Oberfläche verbindet der Hersteller traditionelle Handwerkskunst mit bewährter Präzision. DeChambeau sagte vor dem Turnier: „Ich konnte die Wedges nicht wirklich testen, aber sie fühlen sich gut an. Im Training haben sie sich super angefühlt. Vom Fairway gleiten sie deutlich besser durchs Gras.“
Traditioneller Ping Wedge für den 60°-Loft
Aus der Reihe fällt sein Wedge mit einem Loft von 60°, das vom Traditionshersteller Ping stammt. Das Ping Glide 4.0 Wedge ist die vierte Generation dieses Modells und positioniert sich zwischen einem klassischen Blade-Wedge und einem Cavity-Back-Wedge mit tieferem Rücken. Durch die Gewichtsverteilung im unteren und oberen Bereich des Schlägerblatts wird die Stabilität erhöht, was insbesondere bei Treffern hoch auf der Schlagfläche für mehr Konstanz sorgt.
Auf dem Grün nutzt DeChambeau einen maßgefertigten Putter aus der Manufaktur SIK („Study in Kinematics“), die ausschließlich individuell angepasste Modelle fertigt. Seit seinem Wechsel zum Armlock-Putting verwendet er einen SIK Pro-C Series Armlock Putter und konnte damit seine Putt-Statistik deutlich verbessern.
Erwähnenswert ist schließlich, dass DeChambeau den Titleist Pro V1x Double Dot Golfball spielt, der für seinen niedrigen Ballflug, sehr geringen Spin bei langen Schlägen (Driver/Eisen) und seine exzellente Kontrolle rund ums Grün bekannt ist.