Back Nine

Vijay Singh und der Cut: Die Performance eines 62-Jährigen mit 71 Millionen

19. Jan. 2026 von Michael F. Basche in Köln, Deutschland

Vijay Singh spielt mit 62 Jahren erfolgreich auf der Tour. (Foto:Getty)

Vijay Singh spielt mit 62 Jahren erfolgreich auf der Tour. (Foto:Getty)

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Das hat nicht allen gefallen: Vijay Singh zieht im Wortsinn die Geldranglisten-Tourkarte, das auch noch im „zarten“ Alter von 62 Jahren – und natürlich gibt’s einige Stimmen, die da maulen. Beispielsweise, dass der Mann von den Fidschi-Inseln denen einen Startplatz wegnehme, die Turnierteilnahmen dringend zur Sicherung des Lebensunterhalts brauchen. Da ist was dran, denn bei einem Karrierepreisgeld von über 71 Millionen Dollar muss sich Singh vermutlich keine Sorgen mehr ums tägliche Brot machen. Aber der dreifache Majorsieger ist halt ein Sportsmann von hohem Wettbewerbswesen, zumal ein „Trainingstier“, und will’s noch mal wissen – 24 Jahre nach dem Debüt auf der PGA Tour mit 29 und 34 Turniertitel später. Ihn reizt halt das Kräftemessen mit wesentlich Jüngeren. Zudem: Wenn’s die Regel mit der Tourkarte über die Karrierepreisgeld-Exemption für eine Saison der Wahl doch nun mal gibt …

Und Singh legte direkt beim ersten Re-Start auf der Tour nach. Der Veteran qualifizierte sich bei der Sony Open durch Runden von 68 und 70 Schlägen fürs Wochenende. Mit Ach und Krach zwar, aber immerhin. Damit ist Singh der älteste Spieler seit Fred Couples 2023 beim Masters, der einen Cut auf der PGA Tour überwunden hat. Und mit dem Wochenend-Einsatz auf Hawaii brachte Singh das seltene Kunststück zuwege, auch in der vierten Dekade seiner Profikarriere einen Cut auf der PGA Tour geschafft zu haben. Insgesamt hat er nun 506 von 638 Cuts in der Bilanz und belegte am Ende nach weiteren Runden von 68 und 69 Schlägen mit Fünf unter Par fürs Turnier den geteilten 40. Platz.

 

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Koepka darf doch um FedEx-Millionen mitspielen

Noch ’ne Lex Koepka? Der LIV-Rückkehrer könnte diese Saison doch ordentlich Kasse machen. Ursprünglich hatte Brooks Koepka der Wiederaufnahme als Mitglied der PGA Tour und der Möglichkeit des direkten Comebacks im Circuit unter den Auflagen zugestimmt, fünf Millionen Dollar für wohltätige Zwecke zu spenden, für fünf Jahre auf Anteile am Player Equity Program der PGA Tour und auf Teilnahme am FedEx Cup Bonuspool zu verzichten, der 2026 mit 40 Millionen Dollar gefüllt ist, die bei der Tour Championship ausgezahlt werden. Dieses Prämiengeld wurde jedoch von der Tour jetzt als offizielles Preisgeld deklariert. Der fünffache Majorsieger darf also um den Siegerscheck von zehn Millionen Dollar und die Geldpreise für die Platzierten mitspielen, sofern er sich fürs Saisonfinale im East Lake Golf Club in Atlanta qualifiziert.

Sir Nick Faldo: OP am offenen Herzen

Das Masters im Blick: Sir Nick Faldo hat sich in den USA eines operativen Eingriffs am offenen Herzen unterzogen und meldet jetzt gutgelaunt in den sozialen Medien zurück. Der sechsfache Majorsieger, mittlerweile 68 Jahre alt, war mit Ehefrau Lindsay zwei Wochen in Cleveland und ließ sich in der Cleveland Clinic vom renommierten Herzchirurgen Dr. Lars Svensson präventiv die erweiterte Aorta korrigieren. „Zuhause hat sich nie so gut angefühlt“, lässt Faldo ausrichten, der beim 90. Masters im kommenden April das 30. Jubiläum des letzten seiner drei Green Jackets (1989, 1990, 1996) feiert.

 

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Impressionen von Tigers Geburtstags-Sause

Chronistenpflicht: Nachfolgend ein paar Impressionen von der Gala-Veranstaltung anlässlich des 50. Geburtstags von Tiger Woods, den die TGR-Stiftung des Superstars im Hotel The Breakers Palm Beach in Florida ausgerichtet hat, bei der Jon Bon Jovi für den GOAT gesungen und Arthur Blank, unter anderem Eigner der NFL-Franchise Atlanta Falcons, des TGL-Teams Atlanta GC und Investor beim Woods-McIlroy-McCarley Unternehmen TMRW Sports, mal eben 20 Millionen Dollar für die Ziele der Stiftung gespendet hat. Tja, wie heißt es so schön: Man kennt sich, man hilft sich.

 

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DeChambeau und der „verbotene“ neue Werbepartner

Zuwachs: Es läuft für Bryson DeChambeau. Der zweifache US-Open-Champion und YouTube-Chartstürmer hat gerade mit Kalshi einen neuen Werbepartner an Land gezogen. Das wäre an sich kaum eine Nachricht wert. Doch Kalshi ist ein weltweit agierendes Unternehmen für Wirtschaftsprognosen und Marktforschungsanalysen. Und genau das macht die Partnerschaft durchaus brisant. Denn im Regelwerk der PGA Tour würde Kalshi unter das erst jüngst erweiterte Verbot für Sponsoringverbindungen mit Unternehmen aus der Glücksspiel-Branche fallen. Nun hat BDC gerade den Verbleib bei LIV für die Saison 2026 bestätigt, wenngleich die Vertragsverhandlungen offenbar noch laufen, bei denen er angeblich eine neue Garantiegage von 500 Millionen Dollar (!) verlangt – und der mehrjährige Vertrag mit Kalshi macht eine rasche Rückkehr auf die PGA Tour eher noch unwahrscheinlicher.

 

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Traditions-Golfshop in St. Andrews beraubt

Raubzug: Der weltberühmte Golfshop Auchterlonie’s of St. Andrews im Home of Golf ist von professionellen Einbrechern heimgesucht worden. Eine vierköpfige Bande, so die Polizei, hat am vergangenen Donnerstag gegen 0.45 Uhr die Eingangstür des Ladens am Golf Place aufgebrochen und haben binnen fünf Minuten Schläger diverser Edelmarken im Wert von tausenden Pfund mitgehen lassen. Anschließend sind die Täter in einem schwarzen Range Rover mit vermutlich falschen Kennzeichen geflohen. Auchterlonies geht auf den legendären Golfporessional Willie Auchterlonie (1872 – 1963) zurück, der 1893 im Alter von 21 Jahren die Open Championship gewonnen hat und damit zweitältester Sieger nach Tom Morris Jr. ist. Auchterlonie war fast ein Vierteljahrhundert lang ehrenamtlicher Profi des Royal and Ancient Golf Club of St Andrews. Er begann seine berufliche Laufbahn als Lehrling beim Club Maker R. Forgan & Son, betrieb nahezu lebenslang selbst ein Geschäft für die Herstellung von Golfschlägern und war auch Platzdesigner.

Neuer Augusta-Standort für John Daly

Entwarnung: Die Masters-Tradition von John Daly lebt weiter. Bekanntlich hat „The Wild Thing“ seit einer gefühlten Ewigkeit während des ersten Majors eines jeden Golfjahres mit seinem Wohnmobil auf dem Parkplatz des örtlichen Standorts der Fastfood-Kette Hooter’s geparkt, dort seinen Devotionalien-Stand aufgebaut, Bier getrunken, Merchandise-Zeug verkauft, Autogramme gegeben und mit so manchem Fan ein Bier getrunken. Nachdem das Hooter’s-Gebäude jedoch unlängst abgerissen wurde, waren auch Dalys Augusta-Auftritte in Gefahr. Doch der 59-Jährige hat einen neuen „Campingplatz“ gefunden – auf dem Grundstück der Top Dawg Tavern an der  Washington Road. Und so wird „Big John“ auch dieses Jahr in Augusta wieder Hof halten können.

Mehr als bloß eine Garderobe

Zum Schluss: Golf Digest hat eine Umfrage gestartet und die 25 großartigsten Umkleiden in US-Golfclubs ermittelt. Da sind echte Hingucker dabei, wie die Kollegen schon beispielhaft auf dem Instagram-Account zeigen – allesamt wahrlich mehr als bloß eine Garderobe:

 

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