Panorama

TGL: Hammer Drama für New York und Boston spielt sich in die Playoffs

25. Feb. 2026 von Helena Llambi in Köln, Deutschland

In der TGL schafft es Boston Common Golf in die Playoffs. (Foto: TGL)

In der TGL schafft es Boston Common Golf in die Playoffs. (Foto: TGL)

Bilder des Tages

Der New York Golf Club hatte in dieser Woche gleich zwei Auftritte im SoFi Center und beide Abende fühlten sich an wie ein Stresstest. Erst gab es gegen The Bay GC eine enge Partie mit einer Szene, die richtig Zündstoff hatte. Wenig später folgte gegen Boston Common Golf der komplette Bruch im Rhythmus und eine deutliche Niederlage, die Boston gleichzeitig das Playoff Ticket sicherte.

TGL gegen die Uhr: Später Hammer sorgt für Gesprächsstoff

Im Duell New York gegen The Bay ging es eng los, Bay startete stark und setzte sich früh ab, doch New York blieb dran und arbeitete sich zurück in den Abend. Für Ludvig Åberg war es am Ende ein Spiel der richtigen Phasen und des Durchhaltens: „Ich glaube, wir sind richtig heiß gestartet und konnten dann unterwegs ein paar brenzlige Situationen irgendwie umschiffen. Am Ende haben wir uns durchgekämpft und das Match nach Hause gebracht.“ Und genau dieses Gefühl passte auch zu einem der schönsten Momente des Abends, als Åberg aus dem Bunker einen Ball mit perfektem Touch raussetzte und The Bay damit direkt wieder auf Kurs brachte.

Der Aufreger passierte auf Bahn 13, als Bay den Hammer warf, obwohl Xander Schauffele bereits über dem Ball stand. Wyndham Clark erklärte danach, warum Bay überhaupt davon ausging, dass es noch erlaubt sei. Der Ref habe kein klares Stopp Signal gegeben und sogar genickt, dass es gehe. „Klar, Xander stand da schon über dem Ball. Ich verstehe, warum sie es so entschieden haben. Aber gleichzeitig hat uns der Schiedsrichter, der direkt daneben stand, das Okay gegeben.“ Shane Lowry legte direkt nach und meinte, in einer NBA Situation wäre das wohl anders gelaufen.

Auf der anderen Seite nahm Schauffele die Situation mit Humor, machte aber trotzdem klar, dass die Aktion für New York am Ende richtig bitter ausging und unterm Strich gegen sie lief. Der späte Hammer war damit einer der entscheidenden Momente in einem Match, das New York am Ende mit 3:5 verlor.

New York versuchte nach dem Match den Fokus sofort auf das zweite Spiel des Abends zu drehen. Schauffele erklärte, dass ihnen an diesem Tag der Rhythmus gefehlt habe, weil in der TGL alles schnell kippen kann, sobald als Team ein paar Chancen entstehen und die Putts fallen. „Wenn der Schwung einmal da ist, entsteht schnell so eine Welle und die hatten wir heute einfach nicht.“

Boston gegen New York: Playoff Statement und ein Abend zum Vergessen

Genau diese Welle fand New York im zweiten Match nicht, im Gegenteil. Nach einem ordentlichen Start riss der Faden, Boston wurde mit jedem Loch stabiler und setzte sich Schritt für Schritt ab. Am Ende stand ein klares 9:2, mit dem Boston nicht nur den Abend dominierte, sondern sich auch das Playoff Ticket sicherte. Keegan Bradley sah darin vor allem den Unterschied zur vergangenen Saison und sprach von einem komplett anderen Teamgefühl und einer neuen Härte in den entscheidenden Momenten: „Letzte Saison war richtig hart. Dieses Jahr spielen wir einfach deutlich besser und sind als Team viel widerstandsfähiger.“

Boston trat dabei mit frischer Besetzung an, denn für Adam Scott und Hideki Matsuyama war es der erste Einsatz in dieser Saison. Scott brauchte ein paar Löcher, dann wurde er zum Taktgeber. Er setzte früh ein Ausrufezeichen mit einem neuen Closest to the Pin Rekord, als sein Ball bis auf rund 1,17 Meter an die Fahne landete. Danach lieferte er genau die Aktionen, die in der TGL sofort ein Match kippen lassen: präzise Annäherungen, sichere Putts und Punkte in den Momenten, in denen New York noch einmal Luft holen wollte. Besonders auf Bahn 13 wurde es deutlich. New York ging mit dem Hammer all in, doch Scott blieb eiskalt, lochte zum Birdie und während Cameron Young seinen Versuch liegen ließ, war der nächste Dämpfer für New York perfekt.

Adam Scott erklärte nach dem Match, dass sich das Putten im SoFi Center nochmal ganz anders anfühlt als draußen auf dem Platz. Die Grüns seien schwieriger zu lesen, weil einem hier die üblichen Hinweise fehlen. "Das Licht hier drin ist dafür einfach nicht besonders hilfreich", sagt Scott.
Nebenbei gab er auch noch einen kleinen Einblick in sein aktuelles Setup und warum er zuletzt etwas mehr Länge sieht. Er habe den Driver um ein Grad flacher gestellt und dadurch ein bisschen zusätzliche Geschwindigkeit gewonnen.

Sportlich wird es für New York damit richtig eng. Rickie Fowler brachte den Abend schonungslos auf den Punkt: „Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden und kaum Putts gelocht.“ Boston hat sich mit dem klaren Sieg vorne festgesetzt, und New York braucht jetzt nahezu perfekte Ergebnisse in den verbleibenden Matches, um überhaupt noch eine realistische Chance auf die Playoffs zu behalten.

Bilder des Tages

Bilder des Tages


Feedback