Profisport Herren

TGL: Atlanta Drive GC setzt Serie gegen The Bay GC fort

07. Jan. 2026 von Laura Gailus in München, Deutschland

Auf Loch 13 locht Billy Horschel den finalen Birdieputt im TGL-Spiel. (Foto: TGL Media Hub)

Auf Loch 13 locht Billy Horschel den finalen Birdieputt im TGL-Spiel. (Foto: TGL Media Hub)

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Die Rollen vor dem dritten Match der neuen TGL-Saison waren klar verteilt: Titelverteidiger Atlanta Drive GC reiste mit einem Auftaktsieg im Rücken ins SoFi Center, The Bay Golf Club hingegen stand vor dem ersten Einsatz der neuen Spielzeit. Nach 15 gespielten Löchern lautete das Endergebnis 7:4. Den entscheidenden Vorsprung konnte sich das Team um Billy Horschel, Patrick Cantlay und Ersatzmann Chris Gotterup wie so oft im Singles-Format holen, wo Atlanta vier von sechs möglichen Punkten einsammelte. Nach ausgeglichenem Start machte Atlanta ab Loch 11 ernst. „Wir kommen hier rein, trainieren, spielen unser Spiel – das passt“, so Horschel. Ohne den verletzten Justin Thomas läuft es also trotzdem, was für die Tiefe im Kader spricht. Es war der neunte Sieg aus den letzten zehn TGL-Spielen – eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

TGL: Gotterup bringt Atlanta zurück ins Spiel

Zum zweiten Mal in Folge stand Chris Gotterup für Atlanta auf dem Scoreboard – und erneut war er ein zentraler Faktor. Nach einem punktelosen Auftakt auf Loch 1 brachte er Atlanta mit einem Par-Putt aus knapp neun Fuß auf Loch 2 in Führung. The Bay antwortete direkt auf den folgenden Löchern mit dem Einsatz des Hammers, und plötzlich lag Atlanta mit 1:2 zurück. Der erste klare Stimmungswechsel im Match kam auf Loch 6, genannt „Alpine“. Nachdem The Bay zuvor ausgeglichen hatte, gelang Gotterup ein Chip-in zum Eagle, der Atlanta wieder auf Augenhöhe brachte. Auch wenn The Bay den Hammer nicht warf, war der emotionale Effekt spürbar: Ausgleich. „Ich versuche, auf den Grüns so viel wie möglich zu sehen – mit all dem Licht ist das nicht einfach“, sagte Gotterup später. „Aber wenn man solche Putts gemacht hat, weiß man, was einen erwartet.“

Die Antwort der Kalifornier blieb aus, denn erneut konnten sie aus dem folgenden Hammer-Verzicht Atlantas keinen Vorteil ziehen. Stattdessen ging Atlanta auf Loch 8 mit einem Punktgewinn erstmals wieder in Führung. Ein kurzer Moment der Schwäche schien The Bay auf Loch 10 der Singles noch einmal zurück ins Spiel zu bringen, doch dann kam das Stinger-Hole. „Ich mag’s, den Ball flach zu schlagen, und in der TGL kommt mir das entgegen“, sagte Gotterup, der eigens für dieses Loch ein 1-Eisen ins Bag gepackt hatte. Der rund 300 Yards lange Schlag brachte sein Team erneut in Führung. Von Nervosität keine Spur. Dass er sich dabei auf seine Mitspieler verlassen kann, hilft ihm spürbar: „Ich höre viel auf Billy und Pat – die geben mir das Vertrauen.“ Atlanta erhöht damit auf 4:3.

Auf den Bahnen 12 bis 14 sammelte Atlanta weitere Punkte, doch Billy Horschel war es schließlich, der auf Loch 13 mit einem Birdie aus knapp acht Fuß das Match entschied. „Wir wollen hier nicht einfach nur mitspielen – wir wollen jedes Match gewinnen“, erklärte er nach dem Duell. Damit erhöhte Atlanta auf 7:3. The Bay holte zwar noch einen Punkt auf der Schlussbahn, doch der Ausgang war da bereits entschieden.

The Bay Golf Club lässt zu viele Chancen liegen

The Bay Golf Club kam an diesem Abend nicht richtig in Fahrt. Besonders Ludvig Åberg hatte keinen guten Tag: Dreimal landete sein Ball in der Penalty Area – Negativrekord in der TGL. Auch Wyndham Clark hatte mit der Präzision zu kämpfen. Zwar gewann das Team alle drei Hammer-Würfe, verlor danach aber zu viele Löcher im Triples- und Einzel-Modus. Nur 40 Prozent der Fairways wurden getroffen, ein deutlicher Rückschritt im Vergleich zur Vorsaison, als das Team ligaweit bei der Genauigkeit vorn lag. „Zu viele Bälle im Wasser“, brachte es Shane Lowry auf den Punkt. „Wir haben ihnen zu viele Löcher überlassen.“

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