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Der Los Angeles Golf Club ist Champion der TGL 2026. Das Team um Justin Rose, Tommy Fleetwood und Sahith Theegala gewann das zweite Finalmatch gegen Jupiter Links GC mit 9:2 und machte damit nach dem 6:5 am Vorabend den Titelgewinn perfekt. Besonders eindrucksvoll war dabei die Art und Weise, wie Los Angeles das Match drehte. Nach einem frühen 0:2-Rückstand übernahm die Mannschaft die Kontrolle, gewann die letzten fünf gespielten Löcher und setzte mit drei Eagles in Serie den Schlusspunkt unter eine starke Finalserie.
Jupiter startet besser, Los Angeles bleibt ruhig
Zunächst sprach einiges für einen längeren Abend. Der Jupiter Links GC, das Team um Tiger Woods, Max Homa und Tom Kim, erwischte den besseren Start und ging früh mit 2:0 in Führung. Nach fünf Löchern lag Los Angeles damit bereits unter Druck. Doch genau in dieser Phase zeigte sich die Ruhe des späteren Champions. Justin Rose erklärte nach dem Match, sein Team sei früh in Rückstand geraten, „aber nicht in Panik verfallen“. Stattdessen habe man dem eigenen Plan vertraut und auf die Arbeit gesetzt, die man als Mannschaft in den vergangenen Wochen investiert habe.
Diese Ruhe zahlte sich schnell aus. Auf Loch 6 brachte Rose seinen Schlag stark nahe an die Fahne, anschließend nutzte Los Angeles den Hammer, und Sahith Theegala lochte zum Birdie. Statt weiter einem Rückstand hinterherzulaufen, war das Match plötzlich wieder offen. Auf Loch 7 legte das Team um Fleetwood direkt nach, auch weil Tiger Woods einen Par-Putt aus kurzer Distanz verpasste. Die Dynamik hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich verschoben.
Big move from Sahith, LA and Jupiter now tied pic.twitter.com/3NESmw1MqF
— TGL (@TGL) March 24, 2026
TGL: Drei Eagles in Serie entscheiden das Finale
Die eigentliche Vorentscheidung in der TGL fiel dann zwischen Loch 8 und Loch 10. Auf Loch 8 setzte Theegala einen starken Abschlag weit nach vorne, Fleetwood lochte zum Eagle, und Los Angeles ging erstmals in Führung. Noch wichtiger wurde anschließend Loch 9. Dort warf Jupiter den Hammer, doch Justin Rose legte den Ball auf gut vier Meter an die Fahne. Theegala nutzte die Chance und lochte den Eagle-Putt. Aus einem 0:2 war ein klarer Vorsprung geworden. Gerade dieser Moment war sinnbildlich für das Finale. Theegala sagte später, er habe bei dem Putt vor allem auf das Gefühl vertraut und gewusst, dass der Ball das Loch zumindest erreichen würde. Dass daraus der Auftakt zu drei Eagles in Folge wurde, habe das Team zunächst gar nicht richtig realisiert.
Sahith has unlocked something 🔓 pic.twitter.com/NfGkLBQHxd
— TGL (@TGL) March 25, 2026
Los Angeles sorgte schließlich an Loch 10 für die Entscheidung. Beide Teams setzten dort den Hammer ein, erneut spielte Rose stark vor, und am Ende stand ein weiterer Eagle, der den SoFi Cup endgültig sicherte. Tommy Fleetwood verwies danach auf die gezielte Vorbereitung des Teams. „Wir haben das Loch morgens trainiert, und Justin sagte zu mir: Schlag einfach so weit du kannst in Richtung Bunker“, sagte er. Dass sich genau dieses Szenario später im Match auszahlte, unterstrich, wie präzise Los Angeles auf diesen Moment vorbereitet war.
Tiger Woods kämpft, Los Angeles ist aber zu stark
Für Jupiter blieb damit nur die Rolle des unterlegenen Finalisten der TGL. Tiger Woods feierte zwar seine Rückkehr in den Wettbewerb und hatte auch einige auffällige Momente, darunter einen starken Schlag auf Loch 2 sowie weiter hohe Ballgeschwindigkeit vom Tee. Den Lauf des Gegners konnte das Team um Woods aber nicht stoppen. Max Homa übernahm nach dem Match sogar Verantwortung für eine späte Hammer-Entscheidung und nannte sie offen einen „wirklich dummen Fehler“.
Tiger Woods äußerte sich nach der Niederlage auch zu seiner körperlichen Verfassung und einem möglichen Start beim Masters. Der 15-malige Major-Sieger machte deutlich, dass ihn die Verletzungen der vergangenen Jahre weiter begleiten, an seinem Ziel für Augusta aber nichts geändert haben. „Dieser Körper erholt sich nicht mehr so wie mit 24 oder 25. Aber ich versuche es weiter. Ich will spielen. Ich liebe dieses Turnier“, sagte Woods. Zugleich unterstrich er, wie viel ihm Augusta seit Jahrzehnten bedeutet. In Augusta werde er nach eigenen Aussagen in jedem Fall vor Ort sein, ob auch als Spieler, ließ Woods jedoch weiter offen.