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Rory McIlroy wechselt zurück zu seinen Blades
Rory McIlroy sorgt erneut für Schlagzeilen. Diesmal nicht mit einem Turniersieg, sondern mit einer Entscheidung in seinem Bag. Der Karriere-Grand-Slam-Sieger macht eine viel beachtete Material-Änderung rückgängig: Nach nur kurzer Zeit mit Cavity Back Eisen kehrt er wieder zu seinen bewährten Blades zurück. Die Entscheidung markiert das Ende eines Experiments, das zu Beginn des Jahres für Aufsehen in der gesorgt hatte.
Vom erprobten Setup zum Experiment
Bei der TGL präsentierte McIlroy erstmals seit 2017 einen komplett neuen Eisensatz. Der Wechsel von seinen bewährten TaylorMade Rors Proto Blades zu den TaylorMade P7CBs Cavity Backs war Teil einer umfassenderen Umstellung seines Bags, nachdem er bereits im Herbst 2025 Anpassungen vorgenommen hatte. Von seinem Triumph in Augusta waren lediglich Putter und 4er-Eisen übrig geblieben. Seine Begründung für den Schritt klang logisch: Nicht perfekt getroffene Bälle mit Blades kosteten ihn wertvolle Meter. Fehler wurden sofort bestraft, Schläge blieben bei minimalen Abweichungen deutlich zu kurz. Mit den fehlerverzeihenderen Cavity Backs wollte er genau diese Bestrafung reduzieren und mehr Konstanz erzielen.
Ernüchterung nach Dubai
Doch der gewünschte Effekt blieb offenbar aus. Nach einem geteilten 33. Platz bei der DP World Tour während der Hero Dubai Desert Classic zog McIlroy die Reißleine. Vor dem AT&T Pebble Beach Pro-Am erklärte er unmissverständlich: „Das Experiment ist vorbei.“ Sein Hauptproblem: die Ausrichtung. Unabhängig von der Gewichtsverteilung habe sich ein neutral getroffener Schlag für ihn nicht neutral verhalten. „Ich hatte das Gefühl, dass sie etwas nach rechts eingestellt waren. Egal mit welcher Gewichtsverteilung, wenn ich einen Schlag gemacht habe, der sich neutral angefühlt hat und der normalerweise mit Blades einen neutralen Ballflug hätte, ging er nach rechts weg.“ Für einen Spieler seines Kalibers sind solche minimalen Abweichungen entscheidend. Auf Top-Niveau können kleinste Veränderungen mehrere Schläge und damit zahlreiche Plätze im Leaderboard kosten.
Warum Blades für McIlroy entscheidend sind
Blades gelten als weniger fehlerverzeihend als Cavity Backs, liefern jedoch ein direkteres Feedback im Treffmoment. Sie verlangen absolute Präzision und einen exakten Ballkontakt. Für Spitzenspieler wie McIlroy ist genau dieses Feedback essenziell. Die Rückkehr zu Blades zeigt: Vertrauen und Gefühl stehen für ihn über theoretischer Fehlertoleranz. Auf höchstem Niveau geht es nicht nur um Fehlervermeidung, sondern um maximale Kontrolle und die scheint McIlroy mit seinen Blades wiedergefunden zu haben. Das zeigen auch seine jüngsten Turnierergebnisse. Nach einem T14 beim AT&T Pebble Beach Pro-Am folgte vergangene Woche ein T2 beim The Genesis Invitational mit je -17 nach vier Runden.
Rory made things interesting on 18 👀 pic.twitter.com/83dMfV0fyV
— PGA TOUR (@PGATOUR) February 22, 2026