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Ludvig Åberg sorgt für Regel Premiere auf der PGA Tour

Ludvig Åberg sorgt für Regel Premiere auf der PGA Tour

Foto: Golf Post

Ein Riss im Driver sorgt für eine Premiere beim AT&T Pebble Beach Pro-Am. Ludvig Åberg profitiert als erster Profi von neuer Regel.


Riss am Abschlag und sofortige Lösung


Es war der Abschlag an der 18. Bahn, einem Par 5, in Runde drei. Für Ludvig Åberg war es zu diesem Zeitpunkt das neunte Loch seiner Runde. Der Drive segelte nach rechts ins Aus doch das eigentliche Problem offenbarte sich erst danach: Die Schlagfläche seines Drivers wies einen sichtbaren Riss auf.

Noch vor wenigen Monaten hätte das für den Schweden ein echtes Dilemma bedeutet. 2026 greift jedoch eine Anpassung der Model Local Rule G-9, die es nun erlaubt, einen beschädigten Schläger unmittelbar auf der Runde auszutauschen. Gemeinsam mit seinem Caddie Joe Skovron wurde Åberg so zum ersten Spieler, der von dieser Anpassung profitierte.

Ein herbeigerufener Offizieller bestätigte den Defekt woraufhin Caddie Skovron kurzerhand den Ersatzkopf, den er griffbereit im Bag verstaut hatte, montierte. Ohne die neue Regel hätte Åberg improvisieren müssen: Wahrscheinlich wäre das 3er-Holz zum Einsatz gekommen, bis ein Austausch in der Nähe des Clubhauses möglich gewesen wäre.

Von Castle Pines nach Pebble Beach: Eine notwendige neue Regel


Auslöser für die Neuerung war unter anderem ein Vorfall bei der BMW Championship in Castle Pines im Vorjahr. Damals durfte Matt Fitzpatrick seinen beschädigten Driver nicht ersetzen, sehr zum Unverständnis vieler Beteiligter.

Bisher mussten Ersatzköpfe oder komplette Schläger im Umkleideraum deponiert werden. Ein umständliches Verfahren, das wertvolle Zeit kostete und taktische Nachteile mit sich brachte, da zwingend erforderlich war, dass der Ersatzschläger aus der Kabine geholt und zum Spieler gebracht wird. In dieser Saison setzte sich die PGA Tour schließlich für eine praxisnahe Lösung ein: Ersatz-Driverköpfe dürfen nun direkt im Bag mitgeführt und bei bestätigter Beschädigung sofort eingesetzt werden.

„Die alte Lösung war veraltet“


Für Caddie Skovron ist die Änderung längst überfällig. Moderne Power-Spieler erzeugen enorme Schlägerkopfgeschwindigkeiten, während die Driver-Köpfe immer dünnwandiger konstruiert sind. Materialermüdung ist keine Seltenheit mehr.

Auch PGA-Tour-Regelbeauftragter Steve Rintoul bezeichnete Åbergs Fall als Paradebeispiel für die Notwendigkeit der Neuerung. Je nach Position auf dem Platz konnte es bislang mehrere Löcher dauern, bis ein Ersatzschläger organisiert war. Ein klarer Wettbewerbsnachteil und in Zeiten hochprofessionalisierter Abläufe kaum noch zeitgemäß.


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