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Bei tropischer Hitze und schwierigen Bedingungen im Sentosa Golf Club hat Hannah Green Nervenstärke bewiesen und sich zum zweiten Mal den Titel der LPGA HSBC Women's World Championship geholt. Die Australierin setzte sich am Sonntag mit einem Schlag Vorsprung gegen die furios aufspielende Amerikanerin Auston Kim durch.
Green zittert sich zu weiterem LPGA Titel
Mit einer 69er-Finalrunde brachte Green ihr Gesamtergebnis auf 14 unter Par (274) auf dem Par-72-Kurs in Singapur. Doch der Weg zu ihrem zweiten Titel nach 2024 war alles andere als ein Spaziergang. Auf den letzten neun Löchern wechselten sich drei Birdies und drei Bogeys ab. Ein Auf und Ab, das die Entscheidung bis zum Schluss offenhielt.
Am 18. Grün lochte Green schließlich zum Bogey ein, behielt aber die knappe Führung. In ihrer Finalrunde notierte sie drei Bogeys, vier Birdies und einen Eagle. Statistisch zeigte sie sich solide mit 8 von 14 Fairways, starken 14 von 18 Greens in Regulation und 30 Putts. Zudem spielte sie in allen vier Runden unter Par.
Für die Siegerin der Women's PGA Championship von 2019 war es zudem ein emotionaler Erfolg: Erstmals trug ihr Ehemann die Tasche als Caddie und durfte direkt einen Titelgewinn begleiten.
„Ich glaube, ich bin viel emotionaler, weil ich das zusammen mit meinem Mann geschafft habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich letztes Jahr zwar in einigen Bereichen gut gespielt habe, aber insgesamt war ich nicht sehr konstant, und ich glaube, es ist schon lange her, dass ich einen Pokal in den Händen gehalten habe. Als ich vor zwei Jahren in Singapur gewonnen habe, habe ich in dieser Saison noch zwei weitere Turniere gewonnen und hatte so ziemlich meine beste Saison auf der Tour.“ resümierte die Siegerin nach ihrem Erfolg.
Kim mit furiosem Finish aber zwei teuren Fehlern
Auston Kim spielte mit einer 67 die beste Runde des Tages. Sechs Birdies und ein Eagle unterstrichen ihren mutigen Angriff auf die Spitze. Doch ausgerechnet frühe Unsicherheiten mit einem Bogey an Loch zwei und vor allem der Schlagverlust am anspruchsvollen Par-3 der 15 kosteten ihr am Ende den möglichen Premierensieg. Mit 13 unter Par (275) blieb sie denkbar knapp hinter Green zurück.
Lee fällt zurück – Trio auf Rang drei
Als Führende in die Finalrunde gestartet war auch Minjee Lee, doch drei Birdies und drei Bogeys bedeuteten lediglich eine Even-Par-Runde. Mit insgesamt 11 unter Par (277) teilte sie Rang drei mit der Amerikanerin Angel Yin (71) und der Französin Pauline Roussin-Bouchard (68), die sich mit einer starken Schlussrunde noch nach vorne schob.
Minjee Lee positions herself within two of the leader 😌 pic.twitter.com/p2hLi13kYl
— LPGA (@LPGA) March 1, 2026
Henseleit glänzt mit starkem Finish
Aus deutscher Sicht sorgte Esther Henseleit für das Highlight. Mit einer starken 69 (-3) am Finaltag spielte sie sich noch in die Top 10 vor. Vier Birdies bei nur einem Bogey und insbesondere ein Birdie-Birdie-Finish brachten ihr auf den letzten Metern noch einige Plätze im Klassement ein. Mit insgesamt sechs unter Par belegte sie am Ende den geteilten zehnten Rang.