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LIV Golf: Bryson DeChambeau spielt sich an die Spitze in Singapur

13. Mrz. 2026 von Helena Llambi in Köln, Deutschland

Bryson DeChambeau führt bei LIV Golf Singapore nach zwei Runden und geht mit Vorsprung ins Wochenende. (Foto: Getty)

Bryson DeChambeau führt bei LIV Golf Singapore nach zwei Runden und geht mit Vorsprung ins Wochenende. (Foto: Getty)

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Auf dem Serapong Course im Sentosa Golf Club wird es bei LIV Golf Singapore zur Halbzeit ernst. Gespielt wird auf Par 71, und am Freitag stand vor allem Kontrolle im Mittelpunkt. Genau das war der Schlüssel, als Bryson DeChambeau die bislang beste Runde der Woche auspackte und sich an der Spitze einen Vorsprung erarbeitete.

Bryson DeChambeau setzt sich ab und baut den Vorsprung aus

Bryson DeChambeau startete seine zweite Runde zunächst unauffällig mit zwei Pars, drehte dann aber auf. Birdies auf den Löchern 3, 4 und 8 brachten ihn in den Rhythmus, er bog mit 32 Schlägen auf die Back Nine ab. Dort blieb es lange sauber, bis das Par 4 der 15 dazwischenfunkte: Ein überdrehter Abschlag landete im Wasser, nach Drop musste er kämpfen und rettete zumindest das Bogey. Entscheidend war die direkte Antwort, denn auf der 16 holte er sich sofort wieder ein Birdie zurück und hielt damit das Momentum auf seiner Seite.
Am Ende stand eine 65 mit fünf Birdies, einem Eagle und nur diesem einen Bogey auf der Scorekarte. Damit liegt der Crushers Captain bei -10 und geht mit drei Schlägen Vorsprung ins Wochenende. Der Vorteil ist klar, aber in LIV bleibt es durch das dichte Feld und die Teamwertung trotzdem eng. Wenn DeChambeau seine Kontrolle vom Freitag bestätigt, hat er die perfekte Ausgangslage, um am Samstag weiter Druck zu machen.

LIV Golf: Verfolgergruppe lauert dicht hinter DeChambeau

Hinter DeChambeau ist es dicht, aber niemand ist näher als 7 unter Par. John Rahm bleibt als Hongkong Sieger gefährlich in Schlagdistanz. Er spielte eine 68, hatte dabei eine lange Phase mit elf Pars in Serie und schloss seine Runde dann mit einem Birdie auf dem Par 5 der 18 ab. Das ist eine Runde, die ihn mit drei Schlägen Rückstand und Platz 2 klar in Reichweite hält, weil schon ein einziger schwächerer Abschnitt an der Spitze das Leaderboard schnell wieder zusammenzieht.

Thomas Detry bestätigte seine starke Form der letzten Woche ebenfalls. Der Belgier spielte eine 67 und lieferte den Show Moment am Schlussloch: Auf der 18 chipte er von hinter dem Grün aus rund 37 Metern zum Eagle ein. Detry teilt sich damit Platz 2 bei -7 mit Jon Rahm, Louis Oosthuizen, Lee Westwood und Richard T. Lee.

Auch Titelverteidiger Joaquin Niemann bleibt im Turnier präsent. Der Chilene legte am Freitag eine 68 nach und steht nach Runde 2 bei 5 unter Par. Seine Runde war dabei vor allem solide aufgebaut, ohne große Ausschläge, genau das, was auf diesem Platz zählt, wenn vorne einer wegzieht. Niemann hat damit vor dem Wochenende weiter eine realistische Ausgangslage, weil er nur ein paar Schläge von der Spitze entfernt ist.

Martin Kaymer findet den Rhythmus und greift am Wochenende an

Aus deutscher Sicht war der Freitag vor allem wegen Martin Kaymer interessant, weil er sich nach dem schwachen Auftakt mit einer sehr kontrollierten Runde wieder stabilisiert hat. Nach Runde 1 lag Kaymer zurück, am Freitag spielte er dann eine bogeyfreie 70 und war damit der einzige Spieler im Feld ohne großen Schlagverlust und landete auf Platz 53. Das ist auf diesem Kurs ein echtes Qualitätsmerkmal, weil man sich sehr schnell irgendwo einen Strafschlag oder ein Bogey einfängt. Kaymer spielte im Grunde einen langen Par Lauf durch, blieb geduldig, nahm die sicheren Zonen und wartete auf den einen Moment, in dem sich die Chance wirklich anbietet. Am Ende stand genau ein Birdie bei 17 Pars und damit eine Runde, die nicht über Highlights kommt, sondern über Kontrolle und Ruhe. Für das Wochenende ist das eine klare Grundlage: Wenn er diese Stabilität hält und ein paar Putts mehr fallen, kann er sich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten.

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