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LIV Golf Saison 2026: Alle Spieler, Teams und Neuerungen im Überblick

29. Jan. 2026 von Annika Kauffmann in Köln, Deutschland - Dies ist ein Golf Post Premium Artikel

Die LIV Golf League startet im Februar in die neue Saison. (Foto: Getty)

Die LIV Golf League startet im Februar in die neue Saison. (Foto: Getty)

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Die LIV Golf Saison startet am 4. Februar mit einigen Änderungen und neuen Gesichtern. Neben Änderungen des Formats wurden auch Preisgelder und Punktesysteme angepasst.

Mehr Löcher, mehr Preisgeld und mehr Punkte

Die LIV Golf League geht 2026 mit einem erweiterten Wettbewerbskonzept an den Start. Mehr Runden, ein erweitertes Punktesystem und ein erhöhtes Preisgeld bringen einige Änderungen für die neue Saison. Insgesamt 57 Spieler, darunter 52 feste Teamspieler sowie fünf Wildcard Spieler, bilden das Teilnehmerfeld. Verteilt auf 13 Teams spielen jeweils vier Profis, ergänzt durch die Wildcarder, die ausschließlich in der Einzelwertung antreten. Gespielt werden insgesamt 14 Events, bei denen sowohl Team- als auch Einzelwertungen ausgetragen werden.

Vier Tage ohne Cut

Neu in der kommenden Saison: Alle Turniere werden erstmals über vier Tage von Donnerstag bis Sonntag gespielt und umfassen 72 Löcher. Der bewährte Kanonenstart von allen 18 Löchern bleibt ebenso erhalten wie der fehlende Cut. Jeder Spieler ist bis zum letzten Putt im Turnier.

Der Einzelsieger eines Events ist der Spieler mit dem niedrigsten Gesamtscore nach 72 Löchern. Gleichzeitig zählt jede einzelne Runde jedes Spielers vollständig für die Teamwertung. Das Team mit der niedrigsten Gesamtscorecard gewinnt den Teamtitel des Events.

Neues Punktesystem: Jeder Punkt zählt beim Kampf um das Preisgeld

Mit 2026 führt LIV Golf ein umfassenderes Punktesystem ein. Pro Event werden insgesamt 1.000 Individualpunkte vergeben, wobei der Sieger 200 Punkte erhält. Entscheidend: Jede Platzierung bringt Punkte, was das bisherige „Alles-oder-nichts“ System ablöst.

Auch in der Teamwertung gibt es einen Paradigmenwechsel. Während bislang nur die Top 8 Teams Punkte sammelten, werden nun alle Teams belohnt. Der Sieger erhält 30 Punkte, der Zweitplatzierte 15, selbst das letztplatzierte Team bekommt noch zwei Punkte. Damit bleibt jedes Team bis zum letzten Tag sportlich relevant.

Die wirtschaftliche Dimension wächst ebenfalls erheblich: Das wöchentliche Team-Preisgeld verdoppelt sich von fünf auf zehn Millionen Dollar. Ab 2026 erhält zudem jedes Team Preisgeld abhängig von seiner Platzierung, nicht mehr nur die Besten. Hinzu kommt ein neues individuelles Preisgeldmodell: 2,3 Millionen Euro pro Woche werden unter den besten Einzelspielern der Podium-Teams ausgeschüttet. Insgesamt sind diese Saison 470 Millionen Euro Preisgeld zu erspielen.

Nach 13 regulären Events wird der Individualchampion anhand der gesammelten Punkte gekürt. Doch es geht um weit mehr als einen Titel denn jede Platzierung beeinflusst Preisgeld, Vertragsstatus und die Zukunft in der Liga anhand einer Einteilung in drei Kategorien.

Die Lock Zone (Plätze 1-34) gewährleistet ein garantiertes Vertragsangebot in der Folgesaison.

Die Open Zone (Plätze 35-46) ermöglicht einen weiteren Verbleib in der Liga jedoch ohne Vertragsgarantie.

Wer sich in der Drop Zone (Plätze 47-57) befindet muss sich seinen Platz in der Liga über die Relegation erspielen.

Team Championship als großer Showdown der LIV Golf Tour

Den Abschluss  der Saison bildet das 14. Event, die Team Championship, die ausschließlich dem Teamtitel gewidmet ist. Gespielt wird zunächst im Matchplay-Format: Im Viertel- und Halbfinale treten pro Team zwei Einzelmatches (1 gegen 1) sowie ein Vierer an. Der Sonntag wird im Zählspiel Format absolviert. Alle vier Spieler eines Teams spielen gemeinsam und alle Ergebnisse zählen. Der niedrigste Gesamtscore entscheidet schließlich über den Team-Champion der Saison.

Die Teams im Überblick

Auffällig ist bei den Teams ein neuer ausgeprägter Fokus auf Nationale Identität. Immer mehr Teams verkörpern eine nationale Ausrichtung und setzen den Fokus auf kulturelle Identität.  Der bisherige Iron Heads GC tritt zur Saison 2026 als Korean Golf Club an und stellt die kulturelle Identität Koreas in den Mittelpunkt. Auch der Southern Guard GC (ehemals Stinger Golfclub) setzt seinen einen Fokus auf die Südafrikanische Kultur und Identität. Daneben gibt es mit dem Ripper GC ein rein australisches Team, mit dem Majesticks GC ein rein endländisches Team und dem Fireballs GC ein rein Spanisches Team.

Mit 10 Abgängen aus der Liga und neuen Wildcard Plätzen gibt es insgesamt 12 personelle Veränderungen in den Teams.

Cleeks Golf Club: Martin Kaymer, Richard Bland, Adrian Meronk, Victor Perez (Neu für Frederik Kjettrup)

4 Aces GC: Dustin Johnson, Thomas Detry, Thomas Pieters - Patrick Reed verlässt den 4Aces GC und hat die Rückkehr auf PGA Tour bekanntgegeben 

Crushers GC: Bryson DeChambeau, Paul Casey, Charles Howell III, Anirban Lahiri

Fireballs GC: Sergio Garcia, Josele Ballester, Luis Masaveu, David Puig

HyFlyers GC: Phil Mickelson, Michael La Sasso (Neu), Brendan Steele, Cameron Tringale 

Korean Golf Club: Ben An (Neu), Danny Lee, Minkyu Kim (Neu), Youndhan Song (Neu für Yubin Yang und Junichiro Kozuma) - Kevin An verlässt das Team um zur PGA Tour zurückzukehren.

Legion XIII: Jon Rahm, Tyrrell Hatton, Tom McKibbin, Caleb Surratt 

Majesticks Golf Club: Ian Pouter, Lee Westwood, Laurie Canter (Neu), Sam Horsfield (Verlängerung)

RangeGoats GC: Bubba Watson, Ben Campbell, Peter Uihlein, Matthew Wolff

Ripper GC: Cameron Seitz, Lucas Herbert, Marc Leishman, Elvis Smylie (Neu)

Smash GC: Talor Gooch, Jason Kokrak, Graeme McDowell, Harold Varner III (Neu - vorher 4Aces GC)

Southern Guards GC: Louis Oosthuizen, Dean Burmester, Branden Grace, Charl Schwartzel 

Torque GC: Joaquin Niemann, Abraham Ancer, Sebastian Munoz, Carlos Ortiz 

Wildcards: Yosuke Asaji, Björn Hellgren, Anthony Kim, Richard T. Lee, Scott Vincent

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