Golfreisen

Dynamische Entwicklung im Emirat Ras al Khaimah

06. Feb. 2026 von Jürgen Linnenbürger in Köln, Deutschland

Waldorf Astoria Hotel und Al Hamra Golf Club (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Waldorf Astoria Hotel und Al Hamra Golf Club (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Bilder des Tages

Staunen und Begeisterung

Anfang 2024 waren wir das erste Mal in dem nördlich von Dubai gelegenen Emirat RAK. Diesmal besuchen wir es erneut im Rahmen eines zehntägigen Aufenthalts in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei dem wir die beiden DP World Tour Turniere in Dubai hautnah miterleben und das Emirat Ajman kennenlernen.

Schon bei der Anreise aus Ajman werden wir ins Staunen versetzt und trauen unseren Augen nicht, was sich nur in zwei Jahren alles baulich getan hat. Der Ausbau des Straßennetzes und die zahlreichen, neu entstandenen Gebäude, fallen uns schon bei der Anfahrt zu unserem Hotel auf. Die Geschwindigkeit, mit der hier, auch große und hohe Gebäudekomplexe entstehen, ist beeindruckend.

Wie bereits vor zwei Jahren übernachten wir in dem fünf Sterne Hotel Waldorf Astoria in dem Ortsteil Al Hamra. Es ist weiterhin durch seine majestätisch anmutende Architektur ein Blickfang und gleicht einem arabischen Palast. Die Nähe zum Golfclub Al Hamra ist unschlagbar. Der hoteleigene Golf-Shuttle bringt uns in weniger als fünf Minuten zu dessen Clubhaus und holt uns nach der Runde nach einem kurzen Anruf auch wieder dort ab.

Blick auf das Meer und das jüngste architektonische Meisterwerk

Während wir vor zwei Jahren den Blick von unserem Zimmer auf den Golfplatz genossen haben, liegt unser Premier Zimmer diesmal auf der anderen Seite des Hotels. Von der siebten Etage schauen wir über die Pool-Anlage, den Beach-Bereich und das Meer. Von unserer geräumigen Terrasse werden unsere Blicke von dem jüngsten architektonischen Mega-Projekt des Emirats, von dem 2024 von hier noch nichts zu sehen war, magnetisch angezogen.

Es befindet sich gegenüber des Hotels in dem neuen Wynn Al Marjan Island Resort auf der künstlich angelegten Inselgruppe Al Marjan Island, die zwischen dem Festland von Ras al Khaimah und dem Persischen Golf liegt. Al Marjan Island ist eine moderne Inselwelt mit Fokus auf Luxus-Hotels & Ferienresidenzen, Zweitwohnsitzen und gehobenen Freizeitangeboten - aktuell eines der spannendsten Entwicklungsprojekte im Emirat.

In dem Resort wird das erste legale Kasino in den Vereinigten Arabischen Emiraten errichtet. Es gehört zum Hotel- und Entertainment-Komplex des Resorts, der 2027 eröffnet werden soll. Der Komplex wird mehrere tausend Quadratmeter große Gaming-Bereiche, Restaurants, Shops, Hotels und Unterhaltungsangebote beinhalten, wobei der Kasino-Bereich zentral im Resort integriert ist.

Der im Bau befindliche Mega-Turm hat aktuell eine Rohbauhöhe von 283 m. Doch diese ändert sich fast täglich. Der geplante Ausbau ist mit 352 m geplant. Er wird über 70 Etagen verfügen und das mit Abstand höchste Bauwerk in Ras al Khaimah sein und dessen Sky Line neu prägen.

Blick von der siebten Etage des Hotels. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Blick von der siebten Etage des Hotels (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Erweiterung durch Waldorf Astoria Residences

Mittlerweile ist im Waldorf Astoria der riesig große Strandabschnitt fertiggestellt, auf dem Sonnenbaden in aller Abgeschiedenheit möglich ist. Die einzelnen Liegen bieten reichlich Zwischenraum zum ungestörten Erholen. Auf den Sprung in den Persischen Golf verzichten wir bewusst, da die Lufttemperatur mit gut 20 Grad und der Wind hierfür nicht einladend sind. Zwischen dem Strand und dem Resort ist der Bau der Promenade, die die am Strand liegenden Hotels miteinander verbindet, abgeschlossen. Hier wird jährlich zu Silvester das längste schwimmende Feuerwerk und die längste geradlinige Drohnenshow der Welt gezündet.

Auch das Hotel expandiert in den nächsten Jahren. In der Mall weist ein riesiges Modell auf die geplanten Um- und Ausbaumaßnahmen hin.

Parallel zum Hotelbetrieb entsteht ein neues Luxus-Wohnkonzept direkt auf dem Resortgelände — die Waldorf Astoria Residences Ras Al Khaimah. Dieses Projekt umfasst ultra-luxuriöse Residences, darunter Apartments, Penthouses und ein exklusives „Sky Palace“. Es ist ein neuer Gebäudeteil bzw. turmartiges Wohnprojekt, das die bestehende Hotelanlage ergänzt und die Marke Waldorf Astoria in Ras Al Khaimah um hochwertige private Residenzen erweitert. Die Fertigstellung und Übergabe der Residences ist ab 2027 geplant.

Vielversprechendes Modell. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Vielversprechendes Modell (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Beeindruckend sind weiterhin die Lobby des Hotels mit der bekannten Stand-Uhr und die Lounge mit dem weißen Flügel.

Lobby und Peacock-Alley mit weißem Klavier. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Lobby und Peacock-Alley Lounge mit weißem Klavier (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Auch die Mall mit Zugang zu Restaurants und Shops sowie die Rolltreppe, die in die erste Etage führt, sind ein echter Blickfang.

Imposante öffentliche Bereiche. (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Imposante öffentliche Bereiche (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Residieren anstelle zu übernachten

Unser Premier Room bietet jeglichen Luxus, den man von einem Hotel dieser Kategorie erwartet: eine geschmackvolle, edle Einrichtung, reichlich Platz, bequeme Betten, ein schwarz gehaltenes Marmorbad sowie einen begehbaren Kleiderschrank.

Platzangst hat keine Chance (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Platzangst hat keine Chance (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Der Gaumen wird verwöhnt

Von dem Restaurant-Angebot sind wir auch diesmal begeistert. Das reichhaltige Frühstück, an dem nichts fehlt, wird im Qasr Al Bahar serviert, entweder im Innenbereich mit Blick durch die Panoramafester oder von dessen Terrasse mit Aussicht auf die Gartenanlage. Die kunstvoll gestaltete Melone ist ein kleiner Beweis für die Kreativität der Küche.

Das Auge isst mit (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Das Auge isst mit (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Das Restaurant Lexington-Grill & Bar, das wir diesmal von seinem Innenbereich kennenlernen, überzeugt erneut mit hervorragen Gerichten: wir bestellen Seafood und Wagyu-Beef, was beides keine Wünsche offen lässt. Der imposante Kühlschrank gegenüber der Bar mit den verschiedenen Fleischstücken ist allein einen Besuch wert. Begleitet wird das hervorragende Essen durch den Auftritt von Life-Künstlern.

American Steakhouse-Atmosphäre im Lexington. (Fotos: Waldorf Astoria (links) und Jürgen Linnenbürger)

American Steakhouse-Atmosphäre im Lexington (Fotos: Waldorf Astoria (links) und Jürgen Linnenbürger)

Im UMI, dem trendigen japanischen Restaurant, wird moderne japanische Küche serviert. Hier verbringen wir einen fantastischen Abend. Das Live-Cooking auf dem Teppanyaki-Grill, verbunden mit dem Entertainment des nepalesischen Kochs, sind ein wunderbares Erlebnis, das uns ebenso unvergesslich bleibt wie die geschmackvollen Gerichte.

Sein Jonglieren mit den Küchenutensilien ist bühnenreif. Die Sake-Kollektion ist die größte in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Variantenreiche Kochkunst (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Variantenreiche Kochkunst (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Dezent werden wir in allen Restaurants über die Abgabe einer Bewertung gebeten. Dies über einen QR-Code auf einer der gratis Leckereien zu machen, finden wir eine sehr originelle Idee.

Bewertung versüsst und eicht gemacht. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Bewertung versüsst und leicht gemacht (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Al Hamra Golf Club mit neuen Spielbahnen

Das Clubhaus hat seit unserem letzten Besuch seinen ursprünglichen Charme erhalten: hier treffen wir auf keine aufwendige Architektur und keinen Prunk wie in den Clubs der anderen Emirate, sondern auf eine Einrichtung, die alles Notwendige vor und nach einer Runde bietet.

Ein Clubhaus, das durch seine Lage punktet. (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Ein Clubhaus, das durch seine Lage punktet (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Sei es der gut ausgestattete Proshop, die geschmackvoll gestalteten Locker Rooms oder der Club-Pub - hier ist alles normal dimensioniert und nicht übertrieben.

Golf-Reception und The Bay Bar. (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Golf-Reception und The Bay Bar (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Eine Besonderheit ist die Präsentation der namhaften Gewinner der vergangenen Championships, die im Eingang des Clubs, auch durch ihre Farbenpracht, ins Auge fällt.

Top-Player unter den Gewinnern. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Top-Player unter den Gewinnern (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Ebenso wird dort, wie auch im GPS-System der Elektro-Carts, auf ein besonderes Angebot des Clubs hingewiesen. Bekannt war uns, dass der Club über eine Flutlichtanlage verfügt, die eine neun-Loch Runde nach Sonnenuntergang ermöglicht. Diese haben wir bei unserem ersten Besuch auch genutzt.

Doch das Angebot einer Early Morning Runde vor Sonnenaufgang, bei der ab 5.30 Uhr gestartet wird, ist uns neu. Auf die eigene Erfahrung, ob dies rege genutzt wird, verzichten wir bewusst. In den heißeren Monaten mag dies sicherlich eine willkommene Alternative sein, doch momentan fühlen wir uns mit einer späteren Tee Time wohler.

Abwechslungsreicher Championship Course

Der Platz überzeugt abermals durch seine variantenreichen Löcher, die ein überlegtes Course Management erfordern. Details hierzu habe ich in meinem ersten Bericht beschrieben:

Die verschiedenen Löcher gefallen uns ebenso wir die zahlreichen trillernden Begleiter, die durch ihre Töne und Farbenvielfalt zu gefallen wissen.

Interessierter Zuschauer. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Interessierter Zuschauer (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Eine Besonderheit treffen wir an einer Bahn, die gleich zwei Dropping Zones in unmittelbarer Nähe aufweist. Die eine für den Ball, der seitlich ins Wasser gegangen ist, die zweite für diejenigen, die das frontale Nass nicht überwinden konnten.

Für jeden Fehlschlag eine Option. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Für jeden Fehlschlag eine Option (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Neu gestaltete Bahnen 15, 16 und 17

Drei Löcher des Platzes wurden von dem Golfplatz-Architekten Peter Herradine, der den Platz auch ursprünglich designed hat, völlig neu gestaltet und im November 2024 für den Spielbetrieb freigegeben. Die 15, ein Par 3 mit rundum riesigen Bunkern, gefällt uns davon besonders.

Sand satt an der 15. Bahn. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Sand satt an der 15. Bahn (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Danach folgen zwei Par 4 Löcher, die gerade verlaufen, jedoch zu den längeren zählen.

Immer geradeaus an Bahnen 16 und 17 (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Immer geradeaus an Bahnen 16 und 17 (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Weiterhin eine Augenweide und herausfordernd

Das 18. Loch bleibt unser absoluter Favorit. Es ist sowohl optisch als auch spielerisch (HCP 2) die für uns interessanteste Bahn. Zwischenzeitlich sind auf der anderen Seite der Lagune etliche Wohngebäude entstanden, die das Spiel jedoch nicht beeinträchtigen. Die riesigen, in rot gehaltenen Buchstaben AL HAMRA, fallen kurz vor Abschluss der Runde in dem türkisfarbenen Wasser direkt ins Auge und erinnern daran, wo man sich befindet.

Auf der Terrasse des Clubhauses lassen wir uns den Burger schmecken und genießen den Blick auf die 18. Bahn und dessen riesiges Grün, das vor dem Clubhaus endet.

Abschlag und Grün der 18. Bahn. (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Abschlag und Grün der 18. Bahn (Fotos: Jürgen Linnenbürger)

Wer nach der Runde noch die Aussicht auf die zwischenzeitlich fertiggestellte Marina genießen und sich ein wenig in der Sonne aufhalten möchte, kann es sich in dem kleinen Bereich unterhalb der Clubhaus-Terrasse bequem machen.

Weiß und Türkis ergänzen sich perfekt. (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Weiß und Türkis ergänzen sich perfekt (Foto: Jürgen Linnenbürger)

Auch unser diesjähriger Besuch begeistert uns erneut. Wir treffen abermals auf eine hohe Qualität, einen hervorragenden Service und freundliche Menschen. Wir freuen uns schon heute darauf, wenn wir beim nächsten Mal in dem dann fertiggestellten Kasino auf Schwarz oder Rot setzen oder unser Glück mit einem Einsatz auf die Drei versuchen. Denn bekanntermaßen sind ja aller guten Dinge Drei.

Jürgen Linnenbürger,
Im Februar 2026

Bilder des Tages

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