Back Nine

Der GOAT will ein Heimspiel: Würde Woods für den Ryder Cup 2027 abwinken?

05. Jan. 2026 von Michael F. Basche in Köln, Deutschland

Tiger Woods und der Ryder Cup 2016. (Foto: Getty)

Tiger Woods und der Ryder Cup 2016. (Foto: Getty)

Zu Beginn des Jahres darf ein bisschen Spekulation sein. Manche tarnen das als Prognose, eine sehr beliebte Disziplin Anfang Januar. Also, die Kollegen vom renommierten US-Portal The Fried Egg haben bei ihrem Blick aufs anstehende Golfjahr folgende kühne These aufgestellt: Die PGA of America trägt Tiger Woods das Amt des Kapitäns für die Ryder-Cup-Exkursion 2027 nach Irland an, doch der 50-Jährige lehnt freundlich ab. Er will die US-Equipe lieber anführen, wenn ein Heimspiel ansteht. Der GOAT als Skipper beim Kontinentalwettbewerb auf eigenem Terrain: Das würde in den USA vermutlich alles sprengen, was man bislang an Fan-Hype im Golf erlebt hat.

Wie auch immer: Es wäre Woods’ zweite Absage, nachdem er bereits für 2025 und Bethpage Black abgewinkt hat. Was bekanntlich zur Berufung von Keegan Bradley führte, der seither nach der Niederlage von Medinah 2012 und der Nichtberücksichtigung für Rom 2023 das dritte Trauma mit sich herumschleppt. Es wäre allerdings eine verständliche Entscheidung des Tigers. Warum sollte er sich des Heimvorteils begeben – wenngleich der statistisch de facto nicht existiert – und sich bei einem Kommandounternehmen auswärts die sportliche Weste bekleckern, dessen Chancen wahrlich nicht gut stehen. Letztmals in Europa gewonnen haben die Amerikaner 1993 im englischen The Belfry.

Zumal sein Widerpart in Adare Manor womöglich Luke Donald sein könnte, der den US-Skipper bereits zwei Mal nach allen Regeln der Kunst vernascht hat. Womit dann die PGA of America erneut vor einem Dilemma steht. Denn ansonsten bietet sich kaum einer für den Job des Teamchefs an. Nicht, dass am Ende Keegan Bradley noch mal ran darf – Medinah-Verlierer Davis Love III bekam bekanntlich auch eine zweite Chance, allerdings 2016 und damit wieder zuhause. Nun, man wird doch mal ein bisschen spekulieren können … Was den „Fried Egglern“ noch eingefallen ist:

 

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McIlroy und Kollege Keegan: Es ist kompliziert

Komische Konstellation: Boston Common hat bekanntlich erstmals ein Match in der Tomorrow’s Golf League gewonnen. Das lag nicht zuletzt an den Putts von Adam-Scott- und Hideki-Matsuyama-Ersatz Michael Thorbjornsen. Doch am vergangenen Freitag gab’s im SoFi Center zu Palm Beach Gardens für die „Frösche“ nicht nur das Duell mit Los Angeles, sondern auch noch eine teaminterne brisante Konstellation. Rory McIlroy und Boston-Common-Mitstreiter Keegan Bradley mussten beim Spektakel unterm Hallendach gemeinsam gute Miene zum Spiel machen, obwohl zwischen den beiden seit dem Ryder Cup von Bethpage eine eher besondere Beziehung besteht.

 

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Genauer gesagt, seit McIlroy von den US-Fans auf teils widerliche Art und Weise beschimpft und angegangen wurde. Bradley hingegen spielte das Fanverhalten und die Feindseligkeiten als lediglich „sehr passioniert“ herunter. Angeblich hat man sich ausgesprochen, wie McIlroy mal verlauten ließ, doch im Vorfeld des ersten Auftritts von Boston Common in dieser zweiten TGL-Saison kam das Ganze wieder aufs Tapet. Und McIlroy ließ sehr deutlich erkennen, dass er „Captain Keegan“ weiterhin nachträgt, nichts getan zu haben, um ein wenig auf die übergriffigen Fans einzuwirken. „Klar, man muss den Heimvorteil nutzen“, so der fünffache Majorsieger im Podcast „The Overlap“ mit den britischen Fußballstars Gary Neville, Jamie Carragher und Roy Keane:„Doch es gab für Keegan und Co. die Möglichkeit zu sagen: ‚Lasst uns einfach ruhig bleiben. Lasst uns versuchen, dieses Spiel mit der richtigen Einstellung zu spielen.’ Einige von ihnen taten das auch, aber Keegan eben nicht. Er als Kapitän hätte jedoch die größte Wirkung erzielen und etwas sagen können. Aber das hat er nicht getan.“ In den sozialen Medien heißt es bei so was unter Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

 

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Scottie Scheffler ist wieder „im Dienst“ – unverletzt

Schluss mit lustig: Weihnacht ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen und Scottie Scheffler hat die Feiertage diesmal ohne einen Haushaltsunfall überstanden. Höchste Zeit also, sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten:

 

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Vor allem dürfte der Weltrangliste die US Open im Kalender dick unterstrichen haben – in Shinnecock Hills könnte Scottie Scheffler den Karriere-Grand-Slam komplett machen. Fun Fact am Rande: Der 21. Juni als Finaltag der „Offenen Amerikanischen“ ist diesmal nicht nur der US-Vatertag, der traditionell am dritten Sonntag im Juni gefeiert wird und ebenso traditionell der letzte reguläre Tag der US Open ist, sondern auch Schefflers Geburtstag. Da könnte Scottie direkt drei Mal feiern: Geburtstag, Karriere-Grand-Slam und einen besonderen Vatertag mit Bennett.

 

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Auch das war die Saison 2025

Potpourri: Die DP World Tour hat die amüsantesten und witzigsten Moment der Saison 2025 zusammengeschnitten und auf YouTube veröffentlicht. Danke für diesen Rückblick der spaßigen Art:

Dazu passt dieser Aussetzer von Adam Hadwin, wenngleich der auf der PGA Tour stattfand, als der Kanadier bei der Valspar Championship im März nicht sonderlich zufrieden mit seiner Performance auf den Grüns war, vor lauter Frust und Wut in den Boden hackte und dabei einen Sprinklerkopf der Beregungsanlage traf. Dessen Austausch hat er allerdings anschließend brav bezahlt:

 

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Die Kordas: Lachen ist gesund

Ansteckend: Spaß hatten auch die Korda-Geschwister Nelly, Jessica und Sebastian in diesem Netz-Fundstück. Wie heißt es so schön: Lachen ist gesund.

 

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John Daly und die verzockten Millionen

Beichte: John Daly hat mal wieder für Aufsehen gesorgt, das allerdings bereits im Dezember. Da beichtete der 59-Jährige seine Spielleidenschaft und gab an, zwischen 1991 und 2007 mehr als 55 Millionen Dollar verzockt zu haben. Da wundert es nicht, dass „The Wild Thing“ mit unkonventionellen Methoden Geld verdienen will und wohl auch muss. Beispielsweise in Augusta während des Masters, wenn er an einem Stand auf dem Parkplatz des Hooters-Schnellimbisses Daly-Devotionalien anbietet. Allerdings stellt sich die Frage, was in diesem Jahr sein wird:

 

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Wasserverbrauch auf US-Golfplätzen geht zurück

Gute Nachricht: Die Golfplätze in den USA haben im Jahr 2024 etwa 31 Prozent weniger Wasser verbrauch als noch im Jahr 2005. Das ergab einen Umfrage der Golf Course Superintendents Association of America (GCSAA), die vom amerikanischen Golfverband USGA unterstützt wurde. Demnach haben US-Anlagen vor zwei Jahren „nur noch“ rund 1,9 Milliarden Kubikmeter Wasser auf den Plätzen verteilt. Zwei Drittel der Reduzierung sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Golfanlagen Wasser effizienter einsetzen.

Tierische Hilfe

Zum Schluss … ein bisschen tierische Hilfe. Möge jeder in diesem neuen Jahr eine solch glückliche Hand auf dem Golfplatz und auch generell haben – alles Gute für 2026!

 

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