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WITB: Gary Woodland – Das Setup hinter seinem Comeback-Sieg in Houston

30. Mrz. 2026 von Jean Heidbüchel in Neuss, Deutschland

Mit diesen Schlägern gewann Gary Woodland die Houston Open. (Foto: Getty)

Mit diesen Schlägern gewann Gary Woodland die Houston Open. (Foto: Getty)

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Der Sieg des 41-jährigen Amerikaners Gary Woodland auf dem Memorial Park Golf Course bei der Texas Children's Houston Open der PGA Tour war mehr als nur die Beendigung seiner Durststrecke. Der 2007 ins Profilager gewechselte Woodland gewann sein letztes Turnier auf der PGA Tour bei der U.S. Open im Jahr 2019 und musste sich 2023 einer schweren Hirnoperation unterziehen, in deren Folge er an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) litt. Bei der Houston Open konnte Woodland seine Schicksalsschläge nun hinter sich lassen und triumphierte mit fünf Schlägen Vorsprung vor dem zweitplatzierten Nicolai Højgaard. Ein Blick in sein Bag verrät spannende Details mit einer großen Marken- und Serienmischung.

Driver-Power: Cobra setzt den Ton vom Tee

Vom Tee setzt Woodland auf den amerikanischen Hersteller Cobra. Der DS-Adapt Max-K Driver ist seine Wahl und bekannt für seine vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten. Standardmäßig mit einem Loft von 9° ausgestattet, bietet Cobra mit dem FutureFit33-System ein besonderes Fitting-Feature: Es ermöglicht 33 verschiedene Loft- und Lie-Einstellungen, die individuell angepasst werden können. Woodland spielt dabei mit einem flacheren Loft von 7,8°. Die integrierte SmartPad-Technologie sorgt dafür, dass die Schlagfläche in der Ansprechposition unabhängig von der gewählten Einstellung stets "square" bleibt. Dieser Driver unterstreicht Woodlands enorme Durchschlagskraft, was sich auch darin zeigt, dass er aktuell auf dem fünften Platz der Strokes-Gained-Statistik der PGA Tour vom Tee aus liegt.

Ein weiteres Holz in Woodlands Bag ist sein 3er-Holz vom ebenfalls amerikanischen Hersteller Ping. Das G440 Max Holz mit 15° verfügt über einen niedrigen Schwerpunkt. Das „Max“-Design sorgt für hohe Stabilität und damit für konstantere Ergebnisse, auch bei nicht mittig getroffenen Bällen. Durch den Einsatz von Carbon im Kronenbereich wird Gewicht eingespart, das für einen tieferen Schwerpunkt und mehr Fehlerverzeihung genutzt wird.

Präzision statt Holz: Utility und Eisen-Setup

Auf weitere Hölzer verzichtet Woodland und greift bei längeren Annäherungsschlägen stattdessen zu einem Utility-Eisen. Das Wilson Staff Model Utility mit einem Loft von 18° bietet ein reduziertes Offset und eine dünnere Topline. Ergänzt wird das Setup durch ein 4er- und 5er-Eisen aus der King-Tour-Serie von Cobra. Diese Players-Cavity-Back-Eisen kombinieren ein weiches Schmiedegefühl mit hoher Präzision und überraschender Fehlertoleranz. Sie verfügen über ein klassisches, kompaktes Design und profitieren von modernen Technologien wie Wolfram-Gewichtung und teilweise 3D-gedruckten Komponenten, die für zusätzliche Stabilität sorgen sollen. Bei den Eisen von 6 bis Pitching Wedge setzt Woodland ebenfalls auf Cobra, allerdings auf die King-MB-Serie. Im Gegensatz zur Tour-Serie handelt es sich hierbei um klassische Muscle-Back-Eisen, die eine schmalere Sohle und ein kompakteres Profil besitzen.

WITB: Woodlands Wedge-Mix

Auch bei den Wedges setzt der aus Kansas stammende PGA-Tour-Sieger auf einen Marken- und Serienmix. Sein Wedge mit 48° Loft stammt aus der Cobra King-Serie. Die Wedges mit 52° und 56° gehören zur Snakebite-(SB)-Familie von Cobra. Diese Modelle sind vor allem für ihre aggressive Spin-Technologie und vielseitigen Grind-Optionen bekannt, die maximale Kontrolle rund ums Grün ermöglichen sollen. Die CNC-gefrästen Rillen sind 11 % tiefer und besitzen 40 % schärfere Kanten als bei den Vorgängermodellen, was den Spin erhöhen soll. Zudem sind Rillenlängen und -tiefen je nach Loft individuell angepasst, um eine konstante Spinleistung über das gesamte Set hinweg zu gewährleisten. Bei den höher gelofteten Modellen erstrecken sich die Rillen über die gesamte Schlagfläche, was insbesondere bei offenen Schlagflächen oder schwierigen Lagen im Rough für konstanten Spin sorgen soll. Sein höchst geloftetes Wedge (60°) ist ein Cleveland RTZ Tour Rack, gefertigt aus der Stahllegierung Z-Alloy, die eine optimale Kombination aus Gefühl, Kontrolle und Fehlertoleranz bieten soll.

 

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Seinen Siegputt verwandelte Woodland mit einem Scotty Cameron GoLo Tour Prototype. Dabei handelt es sich um einen Prototypen aus der renommierten GoLo-Serie von Mallet-Puttern aus vom Mutterkonzern Titleist, die für ihre hohe Stabilität (hohes MOI), ihr weiches Schlaggefühl und ihre präzisen Ausrichtungshilfen bekannt ist. Charakteristisch ist zudem die Multi-Material-Konstruktion. Beim Ball setzt Woodland auf einen Klassiker im Profigolf: den Titleist Pro V1.

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