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Best-Ball Matchplay: So funktioniert das Format der Golf Post Matchplay Tour

26. Mrz. 2026

(Foto: Unsplash)

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Wer sich für die Golf Post Matchplay Tour anmeldet, spielt in einem Format, das viele vom Ryder Cup kennen: Best-Ball Matchplay. Aber was heißt das eigentlich genau — und wie läuft so ein Match konkret ab? Hier ist alles, was ihr wissen müsst.

Golf Post Matchplay Tour im Best-Ball

Im Matchplay geht es nicht um die Gesamtzahl eurer Schläge über 18 Löcher. Stattdessen wird jedes Loch einzeln gewertet. Wer an einem Loch weniger Schläge braucht, gewinnt das Loch. Wer nach 18 Löchern mehr Löcher gewonnen hat, gewinnt das Match.

Der Stand wird in "Up" und "Down" gezählt. Gewinnt ihr das erste Loch, seid ihr "1 Up". Gewinnt euer Gegner das zweite, steht es "All Square" — also ausgeglichen. Ein Match kann auch vorzeitig enden: Wenn ein Team so weit führt, dass der Gegner rechnerisch nicht mehr aufholen kann, ist Schluss. Das nennt sich zum Beispiel "3&2" — drei Löcher Vorsprung bei noch zwei zu spielenden Löchern.

Und genau das macht Matchplay so besonders: Jedes Loch ist ein eigenes kleines Duell. Eine 8 auf dem Par 4? Kostet euch maximal einen Punkt — abhaken, nächstes Loch, Neustart. Kein aufgeblähter Gesamtscore, der euch die ganze Runde verfolgt. Dafür umso mehr Spannung, weil sich ein Match jederzeit drehen kann. Drei Löcher hinten und trotzdem gewinnen — im Matchplay passiert das ständig. Nicht umsonst ist der Ryder Cup das emotionalste Event im Profigolf.

Best-Ball — oft auch Fourball genannt — ist das Teamformat. Zwei Spieler bilden ein Team, und beide spielen ihren eigenen Ball ganz normal über die gesamte Runde. Am Ende jedes Lochs zählt nur das bessere Ergebnis der beiden Teampartner.

Ein Beispiel: Du spielst eine 5, dein Partner eine 4. Eure 4 zählt. Auf dem nächsten Loch spielst du eine 3, dein Partner eine 6. Eure 3 zählt.

Das macht Best-Ball zu einem der entspanntesten Teamformate im Golf. Dein Partner liegt sicher auf dem Grün? Dann kannst du riskant auf die Fahne spielen — im schlimmsten Fall zählt sein Par. Du hast ein schwaches Loch? Kein Problem, dein Partner übernimmt. Ihr ergänzt euch, statt euch gegenseitig unter Druck zu setzen und baut euch auf, falls es mal nicht so läuft. Und ihr erlebt die Runde gemeinsam — als Team gegen ein anderes Team, Loch für Loch, mit allem was dazugehört: Taktik, Emotionen, Jubel und Galgenhumor.

Handicap Berechnung für faire Matches

Damit die Matches fair bleiben, wird mit Netto-Ergebnissen gespielt. Das heißt: Euer Handicap wird berücksichtigt. Die Matchplay Tour nutzt dafür die Dreiviertel-Vorgabe nach Normalisierung. Das klingt komplizierter als es ist.

So wird gerechnet:

Nehmen wir an, in eurem Match spielen vier Golfer mit den Handicaps 8, 10, 22 und 30.

Schritt 1: Das niedrigste Handicap wird auf 0 gesetzt. Der Spieler mit Handicap 8 bekommt also keine Vorgabeschläge.

Schritt 2: Von allen anderen wird die Differenz berechnet.
- Spieler 2: 10 − 8 = 2
- Spieler 3: 22 − 8 = 14
- Spieler 4: 30 − 8 = 22

Schritt 3: Diese Differenzen werden mit drei Vierteln multipliziert.
- Spieler 2: 2 × 0,75 = 1,5 → aufgerundet 2 Schläge
- Spieler 3: 14 × 0,75 = 10,5 → aufgerundet 11 Schläge
- Spieler 4: 22 × 0,75 = 16,5 → aufgerundet 17 Schläge

Die Vorgabeschläge werden dann auf die schwersten Löcher des Platzes verteilt — also die Löcher mit dem höchsten Handicap-Index auf der Scorekarte. Auf diesen Löchern dürft ihr einen Schlag von eurem Ergebnis abziehen.

Keine Sorge: Ihr müsst das nicht selbst ausrechnen. Die Matchplay Tour stellt einen automatischen Rechner zur Verfügung.

Die Golf Post Matchplay Tour 2026 startet am 4. Mai. In der Gruppenphase spielt jedes Team mindestens drei Matches, danach geht es in die K.O.-Runde — und für die Besten ins Finale nach Mallorca. Anmeldeschluss ist der 15. April 2026, also schnapp dir deinen Teampartner oder deine Teampartnerin und sei dabei. Alle Regeln findet ihr auf matchplay.golfpost.com.

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