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LET Titelpremiere für Agathe Laisné
Die Französin Agathe Laisné krönte eine furiose Aufholjagd mit ihrem ersten Titel auf der Ladies European Tour. Mit Runden von 64 (-7) am Samstag und 65 (-6) am Sonntag setzte sich die 26-Jährige mit insgesamt 16 unter Par hauchdünn durch mit einem Schlag vor der Thailänderin April Angurasaranee und der erst 17-jährigen koreanischen Amateurin Soomin Oh.
„Das fühlt sich wirklich großartig an. Ich bin sehr glücklich“, strahlte Laisné nach ihrem Premierensieg.
Früher Rückstand, späte Explosion
In der Finalgruppe gestartet, lag Laisné zunächst zwei Schläge hinter der führenden Australierin Hannah Reeves zurück, die gleich am ersten Loch vor heimischem Publikum ein Birdie notierte. Doch die Französin konterte eindrucksvoll: Birdies an der 2 und 3 brachten sie früh nach vorn. Das Momentum wechselte jedoch erneut. Soomin Oh startete ab Loch 4 eine Birdie-Serie und sammelte acht Birdies in elf Löchern. Trotz eigener Birdies an der 8 und 9 sah sich Laisné sechs Löcher vor Schluss plötzlich drei Schläge zurück. Der Wendepunkt folgte am Par-5 der 13: Mit zwei Schlägen aufs Grün bereitete sich Laisné eine Eagle-Chance und nutzte sie. Das Eagle wirkte wie ein Befreiungsschlag. Am Par-3 der 17 legte sie ein nervenstarkes Birdie nach und verkürzte auf einen Schlag.
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Showdown am 18. Loch
Die Entscheidung fiel dramatisch am Schlussloch. Oh verzog ihren dritten Schlag über das Grün und kassierte ein bitteres Bogey. Angurasaranee konnte zudem trotz starker Annäherung keinen Birdie-Putt verwandeln. Laisné blieb eiskalt, sicherte sich das Par an der 18 und damit ihren ersten LET-Titel mit einem Schlag Vorsprung.
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„Ich wusste nichts. Gar nichts“, sagte sie später über die Situation auf dem Platz. „Ich habe einfach versucht, so viele Birdies wie möglich zu machen. Ich spürte den Druck, weil ich wusste, dass es entweder ich oder jemand anderes sein konnte. Also habe ich versucht, trotz des Drucks die bestmöglichen Schläge zu machen.“
Försterling mit starkem Finish in die Top 5
Aus deutscher Sicht sorgte Alexandra Försterling für ein Top Ergebnis. Mit einer starken 68 (-4) am Finaltag mit sechs Birdies bei zwei Bogeys machte sie drei Plätze gut und schob sich auf den geteilten fünften Rang vor. Mit vier Runden unter Par und einem Gesamtergebnis von 12 unter Par unterstrich sie ihre konstant starke Form über die gesamte Woche.
Spitze in der Rangliste enger zusammengerückt
In der LET-Jahreswertung katapultierte sich Laisné mit 500 Punkten an die Spitze und teilt sich Rang eins nun mit der Engländerin Charley Hull. Einen Schlag hinter der neuen Siegerin belegt Angurasaranee nun gemeinsam mit der Südafrikanerin Casandra Alexander Platz zwei im Ranking.