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Im September 2025 kündigte der US-Präsident und passionierte Golfer Donald Trump an, dass der nächste G20-Gipfel in seinem Golfclub, dem Trump National Doral in Miami, Florida stattfinden soll, nachdem er im letzten Jahr dem Gipfel ferngeblieben war. Im Vorfeld des Gipfels, der Mitte Dezember 2026 stattfinden soll, wurden Trumps neue Pläne auf dem Gelände des National Doral bekannt. Die Gäste des G20-Gipfels sollen von einer überlebensgroßen, goldfarbenen Statue des amtierenden US-Präsidenten begrüßt werden.
Trumps neuester Plan in seinem Golfclub: "Don Colossus"
Das Kunstwerk wird finanziert von einer Gruppe von Krypto-Händlern und soll Aufmerksamkeit für ihren Memecoin $PATRIOT generieren, der in der letzten Zeit um 90% gefallen ist. Die knapp sieben Meter große Skulptur namens "Don Colossus" wurde vom Künstler Alan Cottrill geschaffen und steht auf einem Sockel aus Stahl und Beton. Die Statue soll in den Augen der Auftraggeber vor Allem auf die Unterstützung Trumps politischer Ambitionen und Förderung von Kryptowährungen durch den US-Präsidenten aufmerksam machen.
Who’s behind the 15ft gold statue of Donald Trump called ‘Don Colossus’? https://t.co/9dHLv5Upp1
— Metro (@MetroUK) February 5, 2026
In einem Gespräch mit der New York Times erläuterte der Künstler, dass er Trump lebensnah darstellen wollte, aber "die Krypto-Leute wollten, dass ich seinen Truthahnhals entferne und ihn schlanker mache." Die Statue zeigt Trump mit erhobener Faust und ist mit einer Schicht Blattgold überzogen. Die Statue steht derzeit noch im Atelier des Künstlers, der bereits mehrere Präsidentenskulpturen geschaffen hat, in Ohio. Derzeit ist der Künstler noch mit den Spendern im Streit über ausstehende Zahlungen. Cotrill behauptet, dass ihm noch 90.000$ von den vereinbarten 150.000$ zustehen würden.
G20-Gipfel in Trumps Golfresort
Im Vorfeld des Gipfels stieß Trumps Entscheidung, den G20-Gipfel in seinem Golfclub stattfinden zu lassen, zunehmend auf Kritik. Trump wählt sein eigenes Hotel für den vom US-Steuerzahler finanzierten Gipfel aus, von dem er sich Einnahmen in Millionenhöhe aus Hotel- und Restaurantgeschäften verspricht. Dadurch könnte er erneut Befürchtungen entfachen, er profitiere von seinem gewählten Amt. Neben dem Golfplatz umfasst das Anwesen in Doral laut der offiziellen Website ein Clubhaus, einen Pool, Restaurants, ein Spa und rund 9.300 Quadratmeter Veranstaltungsfläche, darunter den Donald J. Trump Grand Ballroom. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, dass die Teilnehmer des Gipfels im National Doral die Kosten für die erbrachten Leistungen zum Selbstkostenpreis in Rechnung gestellt bekämen. Das Weiße Haus hat jegliche Vorwürfe eines Interessenkonflikts zurückgewiesen, und Berater haben erklärt, dass die Vermögenswerte des Präsidenten von einem Dritten verwaltet werden.
Das Golfresort Mar-a-Lago und internationale Staatsgäste
Bereits in Donald Trumps erster Amtszeit (2017-2021) gab er den Plan auf, den G7-Gipfel im in Rede stehenden Golfclubs stattfinden zu lassen, nachdem einige Demokraten, Republikaner und Ethikexperten Bedenken äußerten, dass ein solches Vorgehen gegen die amerikanische Verfassung verstoßen würde. Bisher fand in der Geschichte des G20 und des G7/G8-Gipfels noch keine Veranstaltung in einem Golfclub bzw. in einer mit dem Gastgeber in Verbindung stehende Örtlichkeit statt.
In Trumps Präsidentschaft empfing er bereits viele Staats- und Regierungschefs sowie weitere internationale Gäste auf seinem privaten Anwesen in Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, zu dem auch ein Golfclub gehört. Dies führte in der Öffentlichkeit für Verwunderung, da US-Präsidenten ihre Staatsgäste zumeist im Weißen Haus oder in der präsidialen Erholungsanlage Camp David in Maryland empfangen. Die Trump Organization betreibt mehr als ein Dutzend Golfplätze auf der Welt und Trump empfing bspw. auch den britischen Premierminister Keir Starmer in seinem eigenen Golfclub in Schottland.