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Gary Player, der 90-jährige südafrikanische Golf-Legende mit neun Major-Siegen, hat sich in einem leidenschaftlichen Appell vehement gegen das Fällen von Bäumen auf Golfplätzen gewandt. Er sieht darin eine ernsthafte Fehlentwicklung, die er als echte Tragödie bezeichnet.
Eine alarmierende Entwicklung in den USA
„Was derzeit in Amerika geschieht, ist eine Tragödie und eine Krankheit: Überall werden Bäume gefällt“, erklärte Player eindringlich. Statt Bäume zu schützen, würden sie systematisch entfernt – oft mit dem Argument, man wolle den ursprünglichen Zustand des Platzes wiederherstellen. „Sie sollten Bäume pflanzen, statt sie zu fällen.“, betonte er klar und forderte das genaue Gegenteil: mehr Bäume pflanzen statt weniger. Diese Praxis bringe ihn emotional stark auf: „Das reicht, um einen zum Weinen zu bringen.“
Besonders scharf ging er mit den Verantwortlichen ins Gericht: „Mitglieder von Vereinsvorständen, die die Fällung von Bäumen anordnen, sollten für ein Jahr ins Gefängnis kommen. Davon bin ich fest überzeugt.“ Seiner Überzeugung nach zerstöre man damit unwiederbringlich die Natur. „Sie zerstören die Natur, dabei brauchen wir Bäume, um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Baumwurzeln verhindern Erosion, Bäume bieten Vögeln einen Lebensraum und spenden uns Schatten.“, argumentierte er und listete die vielfältigen Vorteile auf – von Luftreinigung über Bodenschutz bis hin zu Lebensraum für Tiere und Schatten für die Spieler.
Historische Plätze im Fokus: Aronimink und Oakmont
Player äußerte sich besonders traurig über einige der historischsten Clubs der USA. Beim Aronimink Golf Club in Pennsylvania, einem Design von Donald Ross aus dem Jahr 1928, bei dem er selbst Ehrenmitglied ist, wurden zwischen 2016 und 2018 im Zuge einer Restaurierung zahlreiche Bäume gefällt. „Es ist so traurig, dass sie so viele Bäume gefällt haben.“, kommentierte er. Er erkennt zwar die Qualitäten des Platzes an, kritisiert jedoch die Begründung scharf: Früher flogen Bälle viel kürzer, Schläger waren aus Holz und Fairways nicht so akkurat gepflegt."Es ist barbarisch, so zu denken.“
Noch heftiger fällt sein Urteil über den Oakmont Country Club aus, Austragungsort der US Open 2025. Der Platz war ursprünglich fast baumlos, doch über Jahrzehnte wurden Tausende Bäume gepflanzt, nur um später wieder entfernt zu werden, angeblich zur Rückbesinnung auf den Ursprung. Über 12.000 Bäume fielen in den letzten 40 Jahren. Player, der dort dreimal bei US Opens spielte, ist entsetzt: „Ich schaue mir einen Ort wie Oakmont an, durch dessen Mitte eine Autobahn verläuft, der Ort ist von Umweltverschmutzung überschwemmt, und sie haben jeden einzelnen Baum gefällt. Das ist eine der größten Tragödien, die ich je im Golfsport gesehen habe. Wir müssen aufhören, diese Bäume zu fällen.“