Golf in Deutschland

Deutscher Golf Verband: „Golf weckt mehr Interesse als je zuvor“

22. Jan. 2026 von Alexandra Caspers in Stuttgart, Deutschland

(Foto: Deutscher Golf Verband)

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"Golf in Deutschland weckt heute mehr Interesse als jemals zuvor." Mit diesen Worten verkündet DGV Präsident Claus M. Kobold das Wachstum der registrierten Golferinnen und Golfer in Deutschland beim Jahresauftakt des Deutschen Golf Verbands. Insgesamt stieg die Zahl der DGV Mitgliedschaften bis zum Stichtag am 30. September 2025 um 1,3% auf 695.617 in DGV angehörigen Golfanlagen registrierte Golfspielerinnen und Golfspieler. Damit wächst der Golfsport seit 2021 fast kontinuierlich. Im DGV hofft man, im kommenden Jahr die magische Marke von 700.000 Mitgliedschaften knacken zu können.

So viele Golfer in Deutschland wie nie zuvor

Dabei ist besonders auffällig, dass die Zahlen der Golfenden vor allem in der Altersgruppe der 19- bis 40-Jährigen steigen, entgegen dem Bevölkerungstrend in Deutschland. Dies ist ein Trend, der sich bereits im Vorjahr abzeichnete und auch 2025 weiter fortsetzte. Das Wachstum in dieser Altersgruppe beträgt insgesamt 7,45 Prozent im Vergleich zu Vorjahr. Während man beim Deutschen Golfverband im vergangenen Jahr noch ratlos war, was die Gründe für dieses Wachstum angeht, werden in diesem Jahr zumindest Vermutungen geäußert. "Nach Einschätzung des Verbandes zahlen sich hier moderne
Anspracheformen, digitale Kommunikation und ein zeitgemäßes Golfimage aus", verkündet in der Pressemeldung Achim Battermann, Stellvertretender Präsident des DGV. Golfclubs, die interessierte Golferinnen und Golfer über Social Media ansprechen sowie ein verbessertes Image des Golfsports in Deutschland seien womöglich ausschlaggebend für diesen Trend.

Golfer 60+ überwiegen

Und trotzdem bleibt es dabei: Es spielen hauptsächlich ältere Leute Golf. Die größte Altersgruppe in Deutschland ist 60 Jahre und älter. 46,9 Prozent der Gesamtzahl der registrierten Golferinnen und Golfer. Das sei immerhin weniger als in Dänemark (47,4 Prozent) und Frankreich (49,4 Prozent). Im Vergleich zu Märkten wie Schweden (31,91 Prozent) oder Spanien (37,18 Prozent) ist der Golfsport in Deutschland aber deutlich älter. Dies sieht der Deutsche Golf Verband jedoch als "entspannt" an, aufgrund des Wachstumstrends bei jüngeren Menschen. "Unsere Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Menschen dem Golfsport über Jahrzehnte treu bleiben. Gleichzeitig wächst eine jüngere Generation nach – das ist eine sehr gesunde Kombination", so Alexander Klose, Vorstand Services, Recht und Kommunikation. Bis die jüngere Generation die altersbedingt irgendwann zwangsläufig wegfallenden Golferinnen und Golfer ersetzen kann, muss allerdings noch einiges geschehen und vor allem der Trend gestoppt werden, dass in den Altersgruppen zwischen 40 und 60 fast so viele Golfer wegfallen, wie an jungen Leuten nachkommen.

Nicht nur bleibt der Golfsport alt, er bleibt auch männerdominiert. Während die Zahl der Golfer in Deutschland in den letzten zwei Jahren gewachsen ist, ist die Gesamtzahl der Golferinnen rückläufig. Selbst in der wachsenden Altersgruppe zwischen 19 und 40 Jahren ist das Wachstum bei den jungen Frauen langsamer als bei den jungen Männern. Bei Mädchen unter 18 sinken die Zahlen sogar, während es bei den Jungen ein kleines Wachstum gibt.

Das Mitgliederwachstum verteilt sich nicht auf alle Golfanlagen gleichzeitig, sondern kann immer nur einen Durchschnitt abbilden. Die Zahl der Golfanlagen verringert sich um 5 auf 721 Anlagen in Deutschland. Das habe jedoch unterschiedliche Gründe und sei nicht nur durch fehlende Rentabilität begründet.

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