PGA Tour

Driving Distance auf der PGA Tour: Mehr Länge, aber keine Garantie für den Sieg

20. Jan. 2026 von Matthias Gräf

(Foto: Instagram.com@_sportsball)

(Foto: Instagram.com@_sportsball)

Bilder des Tages

Seit einigen Jahren wird das Thema Driving Distance wieder verstärkt diskutiert. Ein anschauliches Diagramm zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Abschlagweite seit 1985 im Verhältnis zu den Innovationen in Material und Training. In den 1980er Jahren lag die durchschnittliche Distanz bei etwa 260 Yards. Mit der Einführung von Titanium-Driver und mehrlagigen Golfbällen in den 1990er Jahren stieg die Distanz innerhalb von 15 Jahren um rund 11 Prozent.

Technologische Fortschritte und Training steigern die Schlagweite

Nach einer kurzen Stagnation setzte ab 2015 eine neue Steigerung der Driving Distance ein. Diese ist nicht auf eine einzelne technische Neuerung zurückzuführen, sondern auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Verbesserte Ballmaterialien, moderne Schlägerdesigns, spezielles Training und der Einsatz von Launch-Monitoren, die sofortiges Feedback zur Schlagtechnik geben, haben die Schlagweite weiter erhöht. Aktuell liegt die durchschnittliche Driving Distance auf der Tour knapp unter 303 Yards.

Mehr Länge bedeutet nicht automatisch bessere Scores

Doch wie wirkt sich diese Entwicklung auf die Spielleistung aus? Eine Analyse der Zusammenhänge zwischen Driving Distance und Scores zeigt, dass die Länge allein keine verlässliche Prognose für den Erfolg ist. Es gibt sowohl lange Schläger mit mäßigen Scores als auch Spieler mit geringerer Länge, die zu den besten Scorern gehören. Rory McIlroy ist ein Beispiel, der sowohl weit schlägt als auch geringere Scores erzielt. Andererseits zeigen Spieler wie Russell Henley oder Scottie Scheffler, dass Präzision und Vielseitigkeit mindestens genauso wichtig fürs Gewinnen sind.

Kursgestaltung als Antwort auf zunehmende Schlagweiten

Die längeren Abschläge haben die Golfplätze vor neue Herausforderungen gestellt. Die einfache Maßnahme, die Abschlagplätze weiter nach hinten zu verlegen, kann paradoxerweise den Vorteil für lange Spieler sogar vergrößern. Stattdessen setzen viele Plätze auf strategische Veränderungen wie das Versetzen von Bunkern, das Verdichten des Roughs oder das Verengen von Landeflächen. Dadurch wird Präzision wieder wichtiger als reine Länge, denn Fehlüberschläge werden nun stärker bestraft.

Die PGA Tour und die Platzgestalter stehen damit vor der Aufgabe, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Power und Präzision zu schaffen, das den Sport anspruchsvoll und spannend hält. Die Kombination aus fortschrittlicher Technik, Trainingsmethoden und durchdachter Platzarchitektur wird die Entwicklung des Golfsports auch in Zukunft prägen.

Dieser Text wurde mit Hilfe von KI erstellt. Problem melden.

Bilder des Tages

Bilder des Tages


Feedback