Panorama

Kein Ritterschlag für Rory McIlroy: Steuerprüfung stoppt wohl Ehrung trotz historischer Erfolge

02. Jan. 2026 von Jean Heidbüchel in Neuss, Deutschland

Verpasste Rory McIlroy seinen Ritterschlag durch Charles III. aufgrund einer Steuerangelegenheit? (Fotos: Getty)

Verpasste Rory McIlroy seinen Ritterschlag durch Charles III. aufgrund einer Steuerangelegenheit? (Fotos: Getty)

Der nordirische Golfspieler Rory McIlroy galt neben Tommy Fleetwood und dem Ryder-Cup-Kapitän Luke Donald, der ebenfalls aus England stammt als Favorit auf einen Ritterschlag durch König Charles III. Doch alle drei Golfer gehen in diesem Jahr leer aus. Im Jahr 2025 vollendete McIlroy seinen Karriere-Grand-Slam durch seinen Masters-Sieg als erster Europäer überhaupt. Auch beim Ryder Cup 2025 konnte der 36-Jährige mit dem Team Europa glänzen und holte mit der europäischen Mannschaft den ersten Auswärtssieg seit 2012 auf dem Bethpage State Park im Großraum des "Big Apple".

Trotzdem tauchte der Name "McIlroy" nicht unter den 1157 Geehrten auf der New Year's Honours List auf, die zuerst vom Cabinet Office und dann vom His Majesty's Revenue and Customs (HMRC - britische Steuerbehörde Anm. d. Redaktion) geprüft werden und erst im Anschluss dem Premierminister und dem Monarchen vorgelegt wird. Laut einem Bericht des britischen "Telegraph", soll demnach die HMRC interveniert haben, ähnlich wie damals bei der Erhebung in den Ritterstand von Fußballspieler David Beckham, der ebenfalls einige Jahre darauf warten musste.

Vermied Rory McIlroy bewusst Steuerzahlungen?

Rory McIlroy, der vor kurzem noch von der BBC zum Sportler des Jahres gekürt wurde, war laut dem Bericht im Jahr 2013 bei Stadterneuerungsprojekten in Liverpool, Birmingham und Sheffield beteiligt, die als legale Steuererleichterung galten und von den Behörden auch so eingestuft wurden. Später entschied die HMRC, dass es sich bei diesen Projekten um eine Steuervermeidung handelt und prüft derzeit, ob die Projekte das Programm der sogenannten "Business Premises Renovation Allowance" ausgenutzt habe um bewusst Steuerzahlungen zu umgehen. Derzeit gebe es aber keine Hinweise darauf, dass McIlroy absichtlich Steuerzahlungen umgehen wollte.

Da die Steuerbehörde HMRC jedoch bei den Entscheidungen zum Ritterschlag mitentscheidet, kann ein solcher Verdacht bzw. ein solches Prüfverfahren zur Ablehnung führen. Weder der nordirische Spieler Rory McIlroy noch die britische Regierung kommentierten diesen Vorgang bisher.


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