Shane Lowry hat zum Auftakt des US Masters 2026 eine Runde hingelegt, die kaum besser zu Augusta National passen könnte. Der Ire mischte am Donnerstag starke Momente mit Rückschlägen, spielte vier Birdies, ein Eagle, dazu drei Bogeys und ein Double Bogey. Gerade diese Mischung machte seinen Start so bezeichnend für den ersten Major-Tag des Jahres: immer wieder Schwankungen, aber auch immer wieder direkte Antworten. Lowry selbst zog danach ein positives Fazit. „Es war ziemlich gut. Ich bin ziemlich zufrieden“, sagte er nach der Runde.
Zunächst erwischte Lowry einen starken Start und fühlte sich nach eigener Aussage sehr gut, ehe ihn ein Missgeschick an Loch 4 ausbremste. Dort kassierte er das Double Bogey, später kam auf der 6 ein weiteres Bogey dazu. Doch genau diese Phase zeigte, warum Lowry in Augusta zu den erfahrenen Spielern zählt. Statt sich aus der Ruhe bringen zu lassen, rettete er an der 7 ein wichtiges Par und legte danach direkt mit Birdies an der 8 und 9 nach. „Das hat mich dann wirklich in Gang gebracht“, sagte Lowry. Er habe das Gefühl gehabt, sich den Weg über den Platz „sehr gut zurechtgelegt“ zu haben.
US Masters 2026: Eagle auf der 13 gibt Lowry neuen Schwung
Besonders wichtig wurde im weiteren Verlauf das Eagle an Loch 13. Lowry erklärte, dass ihm genau diese Distanz zuletzt nicht immer gelegen habe und er in den vergangenen beiden Wochen gezielt daran gearbeitet habe. Umso größer war die Erleichterung, als der Schlag aufging. „Als der Ball in der Luft war, wusste ich, dass er richtig gut ist“, sagte Lowry. Es sei schön gewesen zu sehen, wie der Ball tatsächlich falle. Dieses Eagle habe ihm „noch einmal einen kleinen Schub für den Rest der Runde“ gegeben.
Shane Lowry holes out for eagle on No. 13. #themasters pic.twitter.com/Gcbph9cYIp
— The Masters (@TheMasters) April 9, 2026
Trotzdem blieb die Runde ein ständiges Austarieren zwischen Kontrolle und Gefahr. Lowry sprach selbst davon, dass man in Augusta gute Schläge machen und trotzdem Bogeys notieren könne. Genau das müsse man akzeptieren. Nach Fehlern auf 4 und 6 habe er bewusst versucht, nicht frustriert zu reagieren. „Man kann dadurch schon entmutigt werden, aber ich hatte das Gefühl, mental in einer guten Verfassung zu sein, um einfach weiterzumachen“, sagte der Ire. Diese Haltung half ihm auch nach weiteren Problemen auf den Schlusslöchern. An der 17 notierte er noch ein Bogey, nachdem ihn vor allem der missratene Chip ärgerte. Auf der 18 antwortete er dann aber mit einem starken zweiten Schlag, den er selbst als seinen besten Schlag des Tages bezeichnete.
Shane Lowrys Auftakt war damit keine fehlerfreie, aber eine sehr widerstandsfähige Runde. Gerade auf einem Platz wie Augusta kann genau das entscheidend sein. Der Ire weiß, dass in dieser Woche Geduld und Anpassungsfähigkeit mehr zählen als Perfektion. Und seine Einschätzung nach der Runde ließ bereits erahnen, wie anspruchsvoll die nächsten Tage noch werden könnten: „Ich glaube, das könnte das schwierigste Masters sein, das wir seit einer Weile gespielt haben.“ Der Platz werde im Laufe des Wochenendes wohl noch härter und schneller werden. Lowry ist also ordentlich ins Turnier gestartet, weiß aber auch: In Augusta beginnt der eigentliche Test oft erst nach der ersten Runde.

