Mit einem Sieg in Texas reist J.J. Spaun heiß zum Masters – ein Blick in sein persönlich abgestimmtes Equipment zeigt, warum.
Der aus Los Angeles stammende John Michael Spaun Jr., der unter seinem Spitznamen J.J. Spaun bekannt ist, konnte sich bei den Valero Texas Open auf dem Oaks Course des TPC San Antonio in der gleichnamigen texanischen Stadt seinen dritten Titel auf der PGA Tour sichern. Im Jahr 2025 sicherte sich Spaun, der derzeit auf dem 13. Rang der Weltrangliste steht und auch in dieser Woche beim Masters aufteen wird, mit den US Open seinen ersten Major-Titel. Der 2012 ins Profilager gewechselte Amerikaner konnte sich mit seinem Sieg bereits gut auf das anstehende Masters in Augusta vorbereiten. Ein Blick in sein Bag verrät wie altbekannte Hersteller mit einem besonderen Putter zu seinem Sieg führten.
WITB: Titleist GT3 im Einsatz
Vom Tee aus vertraut J.J. Spaun auf einen Driver von Titleist mit dem kurzen Namen GT3, der an den Rennsport erinnert. Der Name hat jedoch weniger mit Motorsport zu tun, sondern steht für die GT-Serie von Titleist, die für „Generational Technology“ steht. Der Driver, den der 36-Jährige mit einem Loft von 9° spielt, ist einer der ersten im Portfolio von Titleist, der nicht vollständig aus Titan besteht. Die Thermoform-Krone des GT3 aus einem Matrix-Polymer ist laut Hersteller dreimal leichter als eine Titankrone und soll für eine bessere Massenverteilung im gesamten Schlägerkopf sorgen, ohne dass das typische Klang- und Spielgefühl von Titleist verloren geht. Durch das erhöhte Trägheitsmoment (MOI) ist der Driver für Spieler konzipiert, die sowohl eine hohe Schwunggeschwindigkeit als auch viel Fehlerverzeihung wünschen.
Mit zwei weiteren Hölzern komplettiert Spaun sein Setup, die beide aus der Qi10-Serie des Herstellers TaylorMade stammen. Spaun nutzt ein 3er-Holz mit einem Loft von 15° und ein 7er-Holz mit 21°. Die TaylorMade-Qi10-Hölzer (und die zugehörige Driver-Serie) sind im Golfsport vor allem für ihre hohe Fehlerverzeihung und die „Infinity Carbon Krone“ bekannt, die Masse für eine optimale Gewichtsverteilung freisetzen soll. Die Hölzer nutzen eine Infinity-Carbon-Krone, die das Gewicht tiefer positioniert, um einen hohen Ballstart und mehr Stabilität zu ermöglichen. Das bewährte V-Steel™-Design verbessert die Interaktion mit dem Rasen. Insgesamt zielt das Design darauf ab, ein Verdrehen des Schlägerkopfes bei Treffern außerhalb der Mitte zu minimieren.
Spauns Combo-Set: Srixon ZXi5 & ZXi7
Spaun nutzt zudem ein Utility-Eisen des japanischen Herstellers Srixon mit der Kennzahl 4 aus der ZXi5-Familie. Seine weiteren Eisen (5–PW) stammen aus der ZXi7-Serie desselben Herstellers, die sich primär durch Zielgruppe und Konstruktion unterscheiden: Das ZXi5 ist ein fehlerverzeihendes Distanzeisen für eine breitere Spielerschicht, während das ZXi7 ein geschmiedetes „Players Iron“ für bessere Golfer ist, das auf Kontrolle und Gefühl ausgelegt ist. Beide Modelle lassen sich ideal zu einem Combo-Set kombinieren, was Spaun gerne nutzt.
Besonders Spauns Annäherungsschläge auf das Grün gehören zu seinen Spezialitäten, was seine Statistik in „Strokes Gained: Approach the Green“ belegt. Derzeit liegt Spaun in dieser Kategorie auf dem 17. Rang und vertraut bei diesen Schlägen auf drei Wedges aus dem Hause Cleveland. Sein erstes Wedge mit einem Loft von 50° ist das RTX ZipCore. Die ZipCore-Technologie beinhaltet einen Kern mit geringer Dichte im Inneren des Schlägers, der den Schwerpunkt verlagert und das Trägheitsmoment (MOI) erhöht. Dies soll zu mehr Konstanz bei nicht perfekt getroffenen Schlägen führen. Außerdem verfügt dieses Wedge über UltiZip-Rillen, die schärfer und tiefer sind, wodurch der Spin maximiert und Schmutz sowie Feuchtigkeit besser von der Schlagfläche abgeleitet werden sollen. Eine spezielle lasergefräste Oberfläche erhöht zusätzlich die Reibung und sorgt insbesondere bei nassen Bedingungen für mehr Spin. Auch sein 60°-Wedge stammt aus dieser Serie. Ergänzt werden die beiden Wedges durch ein Cleveland RTZ mit einem Loft von 56°, das durch die Z-Alloy-Stahllegierung etwas weicher als die Modelle der RTX-Serie ist.
Technologie auf dem Grün: LAB DF3 sorgt für Stabilität
Bereits bei seinem Sieg bei den US Open 2025 vertraute Spaun auf einen besonderen Putter. Das Werkzeug seiner Wahl ist ein LAB Direct Force 3 Putter. Der Hersteller verspricht, der DF3 sei „vollautomatisch“ – er soll sich während des Schwungs selbst ausrichten und so Fehlschläge nahezu eliminieren. LAB steht für „Lie Angle Balance“. Der Lie-Winkel des Putters steuert die Schwungbahn. Durch die besondere Gewichtung des Putterkopfes wird bei LAB-Puttern sichergestellt, dass die Schlagfläche sowohl in der Ruheposition als auch in der Bewegung im rechten Winkel zum Lie-Winkel in der Schwungbahn verbleibt und so jeder Putt stabilisiert wird.
Abschließend spielt der Amerikaner einen Golfball des japanischen Herstellers Srixon, den Z-Star Diamond, der entwickelt wurde, um eine optimale Balance zwischen Distanz und Kontrolle zu bieten.