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PGA Masters Tournament Cameron Young -

Masters Tournament · R3

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Überraschende Vielfalt in der Schweiz

Überraschende Vielfalt in der Schweiz

Foto: Golf Post

Aufgrund der bekannten Umstände war seit 1,5 Jahren meine
Reiselust ziemlich eingeschränkt, aber frisch durchgeimpft konnte es nun wieder
losgehen. Eigentlich hatte ich Irland geplant und schon gebucht, aber da die sehr
schöne grüne Insel noch lange Hochinzidenzgebiet war, hatte ich mich nach
Alternativen umgesehen und wurde bei unseren Nachbarn in der Schweiz fündig.



Vor zwei Wochen brach ich nun frühmorgens auf, um bis 14 Uhr
in St. Moritz zu sein und dort die Einspielrunde für die Internationalen
Senioren Meisterschaften der Schweiz zu spielen. Der Engadin Golf Club hat zwei
Anlagen: Samedan und Zuoz (Golf
Engadin - Home of Swiss Golf (engadin-golf.ch)
. Ehrlich gesagt sieht Zuoz
etwas spannender und moderner aus, aber Samedan ist die älteste Anlage der
Schweiz und traditionell wohl Austragungsort dieser Meisterschaft. Ja, die
Schweiz ist eher ein hochpreisliches Urlaubsland, allerdings können diejenigen,
die 50+ sind und ein Handicap von max. 12 haben, hier einen richtigen
„Schnapper“ landen. Einspielrunde, drei Turnierrunden ohne Cut,
Begrüßungs-Cocktail, Champions Dinner im sensationellen Kulm Hotel, Farewell-Snack,
freie Rangebälle und Zwischenverpflegung während des Turniers für insgesamt nur
CHF 230! Das reguläre Green-Fee kostet bereits CHF 120.

Aber nicht so hastig, sondern erstmal noch ein Wort zur
Anreise. Leider hatten mich die Baustellen auf den deutschen Autobahnen doch aufgehalten,
so dass ich etwas gehetzt den wunderschönen Albula-Pass auf 2300+m überquerte. Bitte
lieber etwas mehr Zeit einplanen, mal anhalten und die Aussicht genießen. Punkt
14 Uhr war ich allerdings auf dem Golfplatz und 20 Minuten später auf dem 1.
Abschlag.

Und nun zur Anlage Samedan selbst, die als ältester
Golfplatz der Schweiz von der Tradition, aber vor allem vom traumhaften
Panorama lebt, was man sehr gut auf dem Titelbild erkennen kann. Der Platz ist
ziemlich offen und die harten Grüns spielen sich ähnlich wie die Grüns der Links-Plätze.

Die Berg- und Talfahrt meiner Anreise setzte sich leider
während des gesamten Turniers fort. In den ersten beiden Runden startete ich
auf der 10. Bahn und freute mich nach neun Loch über jeweils eine +1 (37), nur
um mir von den back nine mit +10 und +7 die Laune verderben zu lassen.
Besonders schlecht war ich nach der Schlussrunde gelaunt als ich endlich auf
Bahn 1 anfing. Mein vermeintliches Trauma der Bahnen 1-9 hatte ich mit +4 nach
9 Loch und +5 nach 14 Löchern gut überstanden, nur um unerklärlich noch +7 auf
den vier leichten Schlussbahnen zu spielen und mich aus den Top 25 zu
verabschieden. Mit ganz dickem Hals fuhr ich umgehend weiter nach Ascona am
Lago Maggiore. Ich nahm dazu die etwas längere, aber sehr schöne Strecke über
den Maloja-Pass und die westliche Seite des Lago di Como. Nach ziemlich genau
drei Stunden kam ich in meinem Hotel an. Das Hotel Arancio ist eher klein mit
sehr einfach eingerichteten Zimmern und einer noch kleineren Duschkabine, in
der ich mit meinen 1,85m und 76kg permanent überall anstieß. Mein Frust der
Schlussrunde verflog jedoch im Handumdrehen beim Abendessen auf der Terrasse
mit einmaligen Blick auf den Lago Maggiore. Völlig überrascht war ich von der
sehr guten Küche, die ich in dem unscheinbaren Hotelrestaurant so gar nicht
erwartet hätte.

Am nächsten Tag traf ich mich mit einem guten Bekannten auf
der herausragenden Anlage Gerre Losone. Es gibt zwei sehr gute Anlagen in
Ascona: der Golfclub Ascona und Golf Gerre Losone (Golf Gerre Losone (golflosone.ch)).
Beide Anlagen gehören zu den zehn besten Schweizer Plätzen. Der Platz in Losone
hat ein eher amerikanisches Design. Die Fairways werden durch Hügel gerahmt und
man geht wie auf Teppichen, allerdings haben die Bälle auch sehr wenig roll.
Das Rough ist wie Stahlwolle und auf langen Par 4s, und da gibt es einige, bedeutet
das Verpassen des Fairways fast automatisch mindestens ein Bogey. Allerdings
gibt es auch einige kürzere Par 4 Löcher, die es allerdings in sich haben. Die
Landezone ist sehr intelligent gestaltet und man muss aufpassen, dass ein
großer Baum einem nicht den Schlag in ein kleines, gut bewachtes Grün nimmt.
Die eigentliche Landezone bei den kürzeren Par 4 ist häufig nur ca. 15m breit.
Alle Par 3s sind kurz und werden sehr gut durch Bunker oder Wasser beschützt.
Finesse wichtiger ist auf den Par 3 Löcher definitiv wichtiger als Kraft. Die Grüns
sind pfeilschnell, laufen aber sehr gut und treu. Eine wirklich bemerkenswerte
Anlage, die Spaß macht zu spielen. Im Sommer kann es auf der Anlage, die
windgeschützt in einem Tal liegt, sehr warm werden. Also besser eine frühe
Startzeit buchen.

Für den Abend gebe ich noch gerne einen Geheimtipp weiter. Die
Osteria Antonio Ferriroli liegt etwas in den Hügeln und ist eines der besten
Fleischrestaurants, das ich jemals besuchte. Als ersten Gang empfehle ich
dringend die hausgemachten Ravioli zu nehmen. Nur dafür lohnt sich schon der Besuch
der Osteria. Die Weinkarte hat auch sehr gute Weine aus dem Tessin, die ungerechtfertigterweise
noch nicht so bekannt sind wie italienischen oder österreichischen Weine.

Da ich nicht an einem Tag vom Lago Maggiore nach Hannover
zurückfahren wollte und ich zudem noch die flyover Videos der Löcher des
Golfclubs Arosa im Internet sah, musste ich einen Abstecher nach Arosa machen
und noch eine Nacht in Bregenz dranhängen. Was kann ich zu dem Platz sagen? Der
Platz ist anders aber ähnlich verrückt der des Wolf Creek in Nevada. Das hilft wahrscheinlich
als Tipp auch nur wenigen weiter. Mein Lieblings-Radiosender 89.0 RTL hat
einmal im Monat an einem Freitag „Freaky Friday“ und die ausgefallensten
Hörerwünsche werden gespielt. Arosa
ist mein Freaky Friday! Egal was der score ist, der Platz macht Spaß und
sollte auf jeden Fall einmal im Leben gespielt werden. Bitte einfach mal die flyover
Videos der Löcher anschauen (Golf Club
Arosa | Panorama Golf vom feinsten (golfarosa.ch)
). Der Platz liegt auf ca.
1800m Höhe und hat auf dem Loch 5 den höchsten Abschlag Europas. Das
Bergpanorama muss an einem sonnigen Tag einmalig sein, aber den hatte ich leider
nicht. Wir hatten allerdings mehrere Spielunterbrechungen, da die Wolken uns die
Sicht nahmen, und zwar komplett. Die Sound-Effekte waren auch typisch für die
Region, denn das Läuten der Kuhglocken war ein ständiger Begleiter. Arosa Golf
ist ein richtiger Gebirgsplatz mit größeren Höhenunterschieden. Für mich ist
das Loch 3 das Signature Hole des Platzes, obwohl es dafür noch mindestens fünf
weitere Kandidaten gibt. Das Loch ist nur ca. 250m lang und man sollte mit
einem langen Eisen oder Hybrid die linke Fairwayhälfte anvisieren. Die letzten
50m haben gefühlt die doppelte Breite einer normalen Garagenauffahrt und links lauert
ein Biotop. Unvergesslich!

Wie die gesamte Woche und passend zur Schweiz war auch diese
Runde eine einzige Berg- und Talfahrt, aber ich hatte super nette Flightpartner
mit Gabi und Stephan, die mir sogar noch ein Schlägerhandtuch mit Arosa-Logo
und drei Bälle mit entsprechendem Logo schenkten. An dieser Stelle noch einmal
vielen Dank für die Runde und die Geschenke. Alle Sorgen sind ohnehin in dem
sehr gemütlichen Clubrestaurant vergessen und ich kann die Graubündner
Gerstensuppe sehr empfehlen.

Zusammenfassend war es eine tolle Golfwoche, sehr abwechslungsreich,
herrliche Natur und viele nette Mitspielerinnen und Mitspieler.

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