Teneriffa – Golf, Sonne und Kultur im Atlantik
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Teneriffa – Golf, Sonne und Kultur im Atlantik

Die zu Spanien gehörende Kanaren-Insel Teneriffa bietet traumhafte Golfplätze, bestes Wetter und interessante Aktivitäten vor der Küste Afrikas. Ein Erfahrungsbericht.

Auf Teneriffa bieten Golfplätze atemberaubende Blicke. (Foto: Amarilla Golf)
Auf Teneriffa bieten Golfplätze atemberaubende Blicke. (Foto: Amarilla Golf)

Golf Post hat sich aufgemacht die Kanareninsel Teneriffa zu erkunden und vier unterschiedliche Golfplätze bespielt. Atemberaubende Ausblicke, gewaltige Bergmassive, Wellen, die auf die Grüns schwappen, regionale kulinarische Besonderheiten und bis ins kleinste Detail gepflegte Golfplätze machten den Trip unvergesslich.

Golf auf Teneriffa - Hauptsaison im Winter

Besonders beliebt ist die Ferien-Insel im Winter, denn dann flüchten Festland-Europäer in den Süden, um Schmuddel-Wetter, Schnee und Kälte zu entfliehen. Auf Teneriffa finden diese dann ideale Wetterbedingungen vor, denn im Süden der Insel wärmt der Ozean im Winter das Land auf. Aber auch im Herbst und im Frühling bietet die Insel ideale Bedingungen für Urlauber jeglicher Art.

Dass auch viele Deutsche die Insel belagern, macht sich schnell bemerkbar, denn das Personal in vielen Hotels, Restaurants oder Golf-Clubs spricht Deutsch. Außerdem sind die meisten wichtigen Informationen zu den Golfplätzen oder Hotels sowie Speisekarten auf Spanisch, Englisch und Deutsch abgedruckt, sodass hiesige Urlauber sich nicht vor Sprachbarrieren fürchten müssen.

Las Américas – Golf inmitten der Stadt

Der erste Golfplatz unserer Reise liegt in Las Américas, der auch den Namen trägt. Hier liegt ein Golfplatz innerhalb der Stadt und Straßen, Hotels sowie Villen werden von einem Zaun mit grüner Hecke vor abdriftenden Bällen beschützt. Das Signature-Hole ist ein kurzes Par-3. Vom Tee ist das Grün leicht verdeckt, weil Blumen und Hecken die Sicht versperren.

Am Grün angekommen, wendet sich das Blatt, denn hier sieht man den Atlantik im Hintergrund.
Baumreihen grenzen üblicherweise die Bahnen voneinander ab, sodass viele Bahnen parallel verlaufen. Oftmals sind Palmen in einer Art Halbkreis hinter den Grüns platziert, um schön auszusehen, denn in das Spiel greifen sie nicht ein. Des Weiteren wirken die Wasserhindernisse schon unnatürlich blau – das Bild soll stimmen.


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Das Personal auf dem Platz war besonders freundlich und hilfsbereit. Die Greenkeeper, die beim Spielen gar nicht bemerkt werden, scheinen zu riechen, wenn ein Ball in einen Bunker fliegt. Andauernd eilten diese unbemerkt an, um anzubieten, die Bunker zu rechen oder beim Zurücklegen der Divots zu helfen. Am letzten Loch wurde das Eagle an einem knapp 470 Meter langen Par 5 sowohl von den Flightpartnern als auch von der Club-Terasse bejubelt, und der erste Golftag hätte kaum ein besseres Ende nehmen können.

Amarilla – Meer, Häuser und Wüste

Dieser Golfplatz ist besonders abwechslungsreich. Zu Beginn geht es in Richtung des Atlantiks, bis das Signature-Hole erreicht wird. Ein kurzes Par-3, das direkt an einer Bucht im Meer liegt, fordert einen optimalen Tee-Shot ab. Wenige Meter zu wenig - und der Ball verschwindet für immer im Ozean. Pech für den Flightpartner. Anschließend schlängeln sich die Spielbahnen zwischen Hotels, Wohnhäusern und einem kleinen Hafen hindurch - absolut ungewöhnlich, aber wahnsinnig reizvoll. Und die Anwohner sind auf Golfer getrimmt.

Zwar schützen sie sich mit Zäunen und Netzen vor heranfliegenden Bällen. Es imponierte aber, dass sie gesammelte Bälle unserem Flight zuwarfen. Ein "Muchas Gracias" war Ihnen Gewiss. Die letzten Bahnen verlaufen in Richtung der Wüstenlandschaft und eine großzügig angelegte "Waste-Area" erschwert das Spiel.


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Den ein oder anderen könnten die Flugzeuge nerven, die den wenige Kilometer entfernten Flughafen minütlich anfliegen. Jedoch bieten sich auch interessante Foto-Motive, denn von so nahem sieht man die Jets selten. Nach wenigen Sekunden sind die „Riesen-Vögel“ jedoch immer wieder außer Sicht- und Hörweite, sodass das Spiel fortgesetzt werden kann.



Buenevista – die schöne Aussicht

Ein Kurs, der von Seve Ballesteros entwickelt und entworfen wurde, sticht landschaftlich heraus. Dieser Platz wirkt nicht künstlich durch Palmen, schneeweiße Bunker oder auffällig blaue Wasserhindernisse aufgehübscht. Hier krachen im Sekunden-Rhythmus Wellen an das raue Lava-Gestein der Küste, der Wind fegt über die Anlage und im Hintergrund sieht man ein gewaltiges Bergmassiv der Insel. Überwältigend!

Wer sich an solch einer Landschaft erfreut, ist im Nordosten der Insel, der diesen Golfplatz beheimatet, bestens aufgehoben. Auch der Platz spielt sich etwas rauer. Der Wind ist allgegenwärtig, die beeindruckenden Kulissen verleiten zu sicheren Schlägen weg vom Meer und zwischen den Bahnen gibt es Kakteen, Büsche, Bäume und Lava-Geröll anstelle von grünem Rasen. Achtung beim Putten! Bei viel Wind schwappen einige Wellen auf das Grün, sodass die Dusche nach der Runde ausfallen kann.


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Auch der anhaltende Trend der Umweltschonung hält beim Buenavista Golfplatz Einzug. Zu Beginn der Runde werden Wasser-Flaschen aus Karton gereicht, die immer wieder an Stationen kostenlos befüllt werden können, sodass keine Plastik-Massen anfallen. Besonders auf einer Insel, wie Teneriffa ist das Thema Plastik ein heikles Thema, weswegen diese Idee erwähnenswert ist.

Abama – Championship-Kurs mit Blick auf das Meer

Hier sitzt kein Grashalm schief, die Palmen sind auf dieselbe Höhe gestutzt und das Meer schillert bei fast allen Schlägen im Hintergrund. Durch kluges Routing läuft man zwischen beinahe allen Grüns und Abschlägen deutlich bergauf. Dadurch wird mehr bergab in Richtung Meer gespielt, sodass beeindruckende Blicke mit Palmen, saftigem Grün und weißen Bunkern die Szenerie prägen. Bachläufe, Teiche und das kaminrote Hotel zum Golfplatz runden das Gesamtpaket an einprägsamen Blicken bestens ab. Wahrlich ein Hingucker.


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Bespielen lässt sich dieser Platz mit Leichtigkeit. Zwar fordern die Bahnen mit Gefälle, Ausgrenzen und unterschiedlichen Hindernissen heraus, aber durch strategisch kluges Spielen sollte dies keine zu große Gefahr darstellen. Funktioniert das Spielen nicht ganz so gut, entschädigen auf jeden Fall die Blicke und der penibel gepflegte Golfplatz und die Runde wird trotzdem zum Genuss.

Golf und Mehr

Neben den insgesamt neun Golfplätzen, die die Insel beheimatet, bieten viele weitere Attraktionen Abwechslung. Zwischen der Nachbarinsel La Gomera und Teneriffa lassen sich zum Beispiel Wale und Delfine beobachten, die sich nah an die Touristen-Boote trauen. Aus wenigen Metern Entfernung sind die Meeres-Säuger noch beeindruckender. Radfahrer finden befestigte Straßen an den Küsten oder können in die Berge fahren, um eine Art Höhentrainingslager zu absolvieren. Der Vulkan "El Teide" ist mit rund 3718 Metern der höchstgelegene Punkt auf Teneriffa und ganz Spaniens und ebenfalls einen Abstecher wert, denn der Blick vom Gipfel ist atemberaubend. Generell ist der Nationalpark rund um den Vulkan etwas Besonderes, da eine für Europa sehr ungewöhnliche wüstenähnliche Vegetation herrscht, die einen in den Bann zieht.

Zusammengefasst bietet die Urlaubs-Insel Teneriffa perfekte Bedingungen für Golfer. Traumhafte Plätze, die richtigen Temperaturen und weitere Möglichkeiten neben Golf bieten vielfältige Abwechslung zum Alltag. Kulinarisch reizen Fischgerichte und Desserts mit dem für die Kanaren typischen Palmhonig, der ähnlich wie Ahornsirup gewonnen wird. Teneriffa ist immer eine Reise wert - besonders die Golfplätze stechen heraus.