Bernd Ritthammer führt die Porsche European Open an
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Bernd Ritthammer führt die Porsche European Open an

Mit einer weiteren tollen Runde setzt sich Bernd Ritthammer an die Spitze der Porsche European Open - er teilt sich die Führung mit Robert MacIntyre.

Bernd Ritthammer zeigt am Moving Day der Porsche European Open exzellente Schläge und lässt die deutschen Fans hoffen. (Foto: Getty)
Bernd Ritthammer zeigt am Moving Day der Porsche European Open exzellente Schläge und lässt die deutschen Fans hoffen. (Foto: Getty)

Bernd Ritthammer geht als Führender in die finale Runde der Porsche European Open 2019. Gemeinsam mit seinem heutigen Flightpartner liegt der Deutsche an der Spitze des Feldes und wird somit auch morgen mit dem Schotten auf die Runde gehen. Einen Schlag hinter den beiden liegt Paul Casey aus England, gefolgt von Matthias Schwab und Pablo Larazzabal.

Porsche European Open: Ritthammer liegt in Führung

Bereits auf der ersten Bahn seiner dritten Runde konnte man ahnen, dass heute einiges für Bernd Ritthammer möglich ist. Nachdem der Abschlag des 32-Jährigen rechts vom Fairway im Bunker landete, rettete er sich stark und legte den Ball mit seinem zweiten Schlag nur wenige Zentimeter neben dem Loch ab, den er dann zu seinem ersten Birdie des Tages lochte. Nach einer ruhigen und souveränen Front Nine, auf der er zum Abschluss seinen zweiten Schlaggewinn des Tages einsammelte, folgte eine kleine Schrecksekunde zum Auftakt seiner hinteren neun Löcher, als er einen Putt zum Par aus weniger als einem Meter verlegte und somit seinen ersten Bogey seit 33 Bahnen notieren musste.

Beeindrucken ließ sich der Münchener davon aber nicht, ganz im Gegenteil: Auf den nächsten beiden Bahnen holte er sich mit zwei Birdies den Schlag nicht nur zurück, sondern verbesserte sich auf -10 und übernahm erstmals die Führung der Porsche European Open 2019. Es folgte ein weiterer Besuch im Bunker der 13. Bahn, aus dem er den Ball zielgenau neben der Fahne ablegte und das Par zum wiederholten Mal rettete.

Im Folgenden fing Ritthammers Hand dann etwas an zu wackeln. Grund dafür war unter anderem die Nervosität, wie er im Interview nach seiner Runde zugab. Auf Bahn 14 wurde es dann wieder sandig für den Deutschen, diesmal rettete sich der 32-Jährige jedoch nicht und notierte somit seinen nächsten Schlagverlust. Nur eine Bahn später säbelte er zu allem Überfluss auch noch seinen Abschlag ins Wasser und musste einen Strafschlag hinnehmen, was im zweiten Bogey in Folge resultierte. Zum Abschluss seiner Runde erholte er sich dann wieder und lochte Ritthammer unter tosenden Applaus der deutschen Fans zu seinem fünften Birdie des Tages ein, was ihm die geteilte Führung bescherte. "Mit meiner Front Nine war ich bis auf den ersten Abschlag sehr zufrieden. Auf den hinteren neun Löchern habe ich meinen Fokus dann etwas verloren, dort musste ich kämpfen", resümierte Ritthammer nach seiner Runde. Zu seinen Chancen auf den Titel sagte der 32-Jährige: "Mit Matthias Schwab, Paul Casey und Robert McIntyre sind viele sehr starke Spieler vorne dabei. Ich denke, trotz meiner Position, bin ich morgen der Außenseiter."

MacIntyre in geteilter Führung -  Casey dahinter

Der Dominator des zweiten Tages, Robert MacIntyre, liegt gemeinsam mit Bernd Ritthammer in geteilter Führung. Durch seine beiden grandiosen Runden zu Beginn des Turniers konnte sich der Schotte einen gebrauchten Moving Day wie diesen leisten. Mit drei Bogeys und und nur einem Birdie zum Abschluss der dritten Runde zog der 23-Jährige ins Clubhaus der Green Eagle Golf Courses ein und hofft nun darauf, am morgigen Finaltag wieder an seine alte Form anknüpfen zu können.

Paul Casey, der nach dem ersten Tag der Porsche European Open führte, am zweiten Tag aber mächtig mit dem Wind zu kämpfen hatte und den Platz an der Sonne einbüßte, spielte sich mit einer tollen Runde am Moving Day wieder auf einen Schlag an die Spitze heran. Zwei Bogeys hatte er fünf Birdies entgegenzusetzen. Zu seinem Ärger verlegte er jedoch noch ein paar vielversprechende Putts, welche ihm weitere Schlaggewinne eingebracht hätten. Diese Chancen sollte er morgen nicht liegen lassen, wenn der Sieger der Porsche European Open 2019 am Ende Paul Casey heißen soll. Nach der Runde gab sich der Engländer optimistisch. "Ich denke ich hab morgen gute Chancen auf den Sieg. Ich werde alles dafür geben", so der 42-Jährige.

Schwab und Wiesberger in Lauerstellung

Das österreichische Duo Matthias Schwab und Bernd Wiesberger zeigte ebenfalls gute Runden am Moving Day der Porsche European Open 2019. Schwab spielte sich mit vier Birdies auf einen Score von -7 auf den geteilten vierten Rang. Bernd Wiesberger erlebte ein Auf und Ab, welches in einer Even-Par-Runde resultierte, was einen Score von -4 und den geteilten neunten Platz für den formstarken Österreicher bedeutet. Aus dieser tollen Ausgangsposition werden die beiden am morgigen Finaltag mächtig Druck auf die Spitze rund um Bernd Ritthammer machen.


Der Schlag des Tages von Pablo Larrazabal